Multi vs Einzeleffekte

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Zackzarack
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Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von Zackzarack » Sonntag 20. Oktober 2019, 09:24

Moin Kellerkinder.äh Bassmentbewohner :)
Ich spiele seit vielen Jahren ein mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommenes Multieffektgerät, nachdem ich mehrere "Erlebnisse" mit vollgepackten Effektboards entweder bei mir und noch öfters bei Gitarristen mitbekommen habe. Gefühlt ist "ständig" ein Patchkabel raus, kaputt oder sitzt locker, rauscht "plötzlich" irgendwas oder ein neu eingesetztes Pedal macht in der geschalteten Reihenfolge unschöne Geräusche (welches nach Neuplatzierung dann verschwunden ist) etc etc. Da ich in einer Band (hired gun) viele Supportgigs machte und der change over gerade bei Festivals sehr knapp bemessen ist, soll da bei mir alles fluppen und ich habe da keine Lust auf Nachbessern.

So geil ich viele EInzeltreter auch finde, hat sich bei mir nie die Lust auf ein eindrucksvolles Effektboard entwickelt. (Manche Band kommt heute mit in ear ganz ohne Amps aber mit einem Flightcase an Effekten. ) Mein Multi hat einfach alles drin, was ich live brauche, Studio ist ja ein anderes Thema.
Ich brauche mich bei meinem Multi auch nie zu entscheiden, was ich mitnehme, es ist immer alles an Board. Die Sounds muss man natürlich entwickeln, die Werkspresets sind für mich nicht gut genug.

Auf der anderen Seite klingen EInzeleffekte hier und da natürlich irgendwie besser, aber dann frage ich mich (Zufriedenheit mit den eigenen Sounds voraus gesetzt) , wer das im Publikum raushören wird, was ich da benutze.

Wie macht ihr das?

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M. L. Schwan
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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von M. L. Schwan » Sonntag 20. Oktober 2019, 10:03

Hallo Zack,
schön, dass es für Dich mit Multieffekt funktioniert und Du für Dich gutklingende Sounds gefunden hast.Ich hab oft die Erfahrung gemacht, dass Mulieffektuser teilweise sehr überladene Sounds haben, aber dafür kann ja der arme Effekt erst mal nix. Es ist ja durchaus machbar auch geschmackvolle Sounds einzustellen.
Für mich selbst würde sich irgendwie ein Multieffekt nicht anbieten, denn ich benötige nicht viele Effekte. Eigentlich nur Hall oder Delay, Overdrive, Tremolo, ganz wichtig einen Bodentuner und vielleicht für ein- zwei Songs am Abend ein Wahwah.Aber da ich nicht in einer Coverband spiele und Gitarrensounds nachmachen will, käme ich letztendlich auch ohne Effekte aus.

Nachtrag: Jetzt erst gesehen, dass es sich ja hier um das Bass-Unterforum handelt. Also vergesst,was ich geschrieben habe :oops:
Zuletzt geändert von M. L. Schwan am Sonntag 20. Oktober 2019, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
- Der Schwan -

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Zackzarack
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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von Zackzarack » Sonntag 20. Oktober 2019, 10:15

Also ich brauche auch nicht viele Sounds, in den meisten Bands nutze ich das Teil "nur" als Preamp. So habe ich für verschiedene Bässe immer DEN extra gebauten Sound am Start. Cover mache ich auch nicht, ich suche immer meinen eigenen Sound, bzw. feature ihn mit dem Preamp.

In einer Combo (Trio) habe ich, um den Gitarristen an ausgewählten Stellen zu unterstützen ein paar Effektsound eingesetzt. Da belege ich eine Band dann immer im Wechsel mit Grundsound/Effekt/Grundsound/ Effekt / etc. So lande ich ggf, immer wieder in einem Grundsound.

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Magman
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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von Magman » Sonntag 20. Oktober 2019, 10:53

Was nutzt du denn als Multi für Bass? Mein Bassist hatte ein Zoom B3. Funzte eigentlich ganz gut, aber iwie wurde er letztlich doch nicht so glücklich damit. Er hat nun wieder Comp, Fuzz, Chorus und Tuner auf seinem Board. Und wenn das alles ordentlich verkabelt ist passiert da auch nix negatives.

Apropos Pre-Amp: Seit etwa einem Jahr nutzt er die programmierbare Tech 21 Bass Driver D.I. Das ist das Beste was ihm/uns je passiert ist und einfach nicht wieder wegzudenken aus seinem Signal. Er spielt das alles über einen fetten Markbass Combo+210er Box. Wuppt :mosh:
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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von 75Deluxe » Sonntag 20. Oktober 2019, 10:57

Vielleicht hab ich es überlesen, aber was für ein Multieffekt spielst du denn?
Außer vielleicht etwas Compressor finde ich Effekte auf dem Bass eigentlich unnötig. Benutze aber trotzdem ein Multi - erstens für gelegentliche markante Trademark Sounds ( Pink Floyds „One of these days“), zweitens als optimierte Voreinstellung und Pegel-Anpassung für meine beiden Bässe. Für den Preci mit Tapewounds schön oldschool, für den Rickenbacker mit Roundwounds etwas rotzig, ala Dave Meros (Spocks Beard). Am Amp wird da nicht rumgeschraubt, ich mache das mit dem billigen Zoom B3n und bin zufrieden!
Eigenbau-Strat, Gibson Les Paul DeLuxe, Rickenbacker 660/12, 2xFender Blues Junior III (mod.), Taylor GS Mini e-Koa, Rickenbacker 4003 S Bass, Maruszczyk Jake 4+Bass, Fender Deluxe-8 Lapsteel, RecordingKing Lapsteel, GFI Pedal Steel, ...

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Zackzarack
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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von Zackzarack » Sonntag 20. Oktober 2019, 11:10

Ah, natürlich. Ich nutze den Vorgänger des B3, nämlich ein B2. Davon habe ich ggf. live zwei dabei (mit kopierten Sounds), ich gehe bei Equipment immer gern auf Nummer sicher. Habe live jeden Stecker und Kabel doppelt dabei. Ich besitze auch ein B3- ich habe unzählige Soundtüfftel-Session hinter mir und immer, wenn ich denke, jetzt hab ich endlich Sounds gebaut, die mit Band "geil" sind, haue ich mein B2 zum Vergleich rein und *ZAck* , liegt es wieder in der KIste. Ich finde die B2 Sounds so viel durchsetzungsfähiger als die des B3s. Kann mir nicht erklären warum, hat ältere Technik etc. Klingt aber besser für mich! Natürlich kann man da nicht "SVT" oder "Markbass" einstellen, aber da es mir um das Ergebnis und nicht um Nachbildung irgendwelcher Modelle geht, ist das völlig schnurz. Und ich finde die Editiermöglichkeiten eh besser als die des B3s. B3 klappt für Recording bei mir. Da kann man dann am Rechner noch das nachbessern, was ich mit dem B2 am Gerät kann.

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tommy
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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von tommy » Sonntag 20. Oktober 2019, 11:15

Moin,

solange ich denken kann, benutze ich meine fünf sechs Grundeffekte. Low Gain, Overdrive, etwas Delay, Tremolo und Soloboost.
Je nach Programm kam dann auch schon mal ein Chorus hinzu.
Überwiegend benutzte ich Einzelpedale und kam mal mehr und mal weniger gut damit klar.
Was mich manchmal nervte war, dass die Pedale fast immer einen Sweet Spot aufwiesen. Nutzte ich diesen, war alles paletti, musste ich ihn aufgrund neuer Spielarten (Repertoire Änderung) verlassen, kam das Bedürfnis nach einem besser geeignetem Pedal auf. Leider hasste ich aber die Anhäufung von Pedalen, u.a. weil es auf Dauer heftig ins Geld geht und vergessene Schubladen m.E. nicht der richtige Ort für Pedale sind.
Das Ergebnis war, das ich entweder Pedale mit Verlust verkaufte, um halbwegs gegenzufinanzieren oder mit Klangkompromissen leben musste.
Irgendwann fand ich das Baldringer Dualdrive. Mehr Vorstufe als Verzerrer sowie das Carbon Copy Delay. Beide waren äusserst vielseitig und kompromisslos für alle meine Spielarten geeignet. Das Dualdrive hatte aber das Problem, dass Tremolo sowie Chorus Effektpedale nun ständig pfiffen, solange das DD mitangeschlossen war. Eine ständige Suche nach nicht pfeifenden Geräten führte zu diversen Order/Moneyback Aktionen ....ohne Erfolg. Auf irgendwelche Looper Umschaltaktionen hatte ich auch keinen Bock.
Schließlich war ich nur noch damit beschäftigt, an meinem Pedalboard herumzubasteln...bis hin zu irgendwelchen Masse Umleitungen, Daisychain Experimenten, Akku Lösungen usw..
Das Ende vom Lied:
Ich benutze jetzt seit geraumer Zeit ein hochwertiges Multieffektgerät. Ich habe hier schon alles in hochwertiger Qualität an Board, sollte sich mal wieder der Musikstil ändern. Die Soundqualität lässt mich absolut nichts vermissen. Ich bin da nicht so der Feingeist. Keine Zicken mehr, nur noch eine Stromversorgung....und schön kompakt ist es auch.
Ich bin immer noch hoch zufrieden! :thumbsup02:
LG Tommy


Ich spiele gerne Gitarre! Gemüse hingegen ist nicht so mein Ding!

P.S.: Seit dem 07.11.2020 leidenschaftlicher "Slim Vronz" Unterstützer

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Zackzarack
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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von Zackzarack » Sonntag 20. Oktober 2019, 11:22

Das ist ja auch meine Erfahrung tommy ! :thumbsup02:
Wobei ich ja einsehe, dass es bei Gitarre noch etwas anderes ist, als bei Bass. Der Bass ist von einem Nichtmusiker im Publikum selten irgendeiner Kritik außer "zu laut" oder "zu leise" ausgesetzt. :mosh:

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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von tommy » Sonntag 20. Oktober 2019, 11:28

Zackzarack hat geschrieben:
Sonntag 20. Oktober 2019, 11:22
Das ist ja auch meine Erfahrung tommy ! :thumbsup02:
Wobei ich ja einsehe, dass es bei Gitarre noch etwas anderes ist, als bei Bass. Der Bass ist von einem Nichtmusiker im Publikum selten irgendeiner Kritik außer "zu laut" oder "zu leise" ausgesetzt. :mosh:
Das ist bei Gitarre auch nicht anders. Es sei denn, der Sound ist völlig daneben. "Pfeifen" hingegen, nervt auch das Publikum. Das geht gar nicht!
LG Tommy


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Re: Multi vs Einzeleffekte

Beitrag von Diet » Sonntag 20. Oktober 2019, 11:59

Moin,

ich selbst bin total für Multis aus den oben schon genannten Gründen.
Am liebsten ist mir, wenn sogar der Amp selbst schon alles per Midiboard abrufbar bietet.
So, wie es die Modeling Amps bieten. Ein Board aus Einzelteilen tue ich mir nicht mehr an.

Unser Bassist benutzt ein Zoom B3 und ist soweit ich weiß total zufrieden damit.
Er verwendet viele Effekte und das z.T. auch ziemlich extrem. Ich finde das total klasse, im Trio ist da ja auch genug Freiraum dafür da.
Ich kriege da z.B. manchmal eine Fuzz-Breitseite, das ist herrlich :D :banana01:
Sogar den Looper benutzt er live in einem Stück.
Seine Sounds finde ich klasse. Er hat das Zoom dabei immer vor dem Amp, den Effektweg nutzt er nicht.
Ein Einzelpedal hat er allerdings noch dazu, einen Ebs Octabass Octaver.

Gruß Diet

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