Die Bässe der Gitarristen

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75Deluxe
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Re: Die Bässe der Gitarristen

Beitrag von 75Deluxe » Mittwoch 6. Januar 2021, 22:44

Duke hat geschrieben:
Mittwoch 6. Januar 2021, 19:03

...
Übermäßige Höhen mag ich meistens nicht so gerne beim Bass, die nerven mich einfach zu schnell. Da sind die Thematik-Invelds als Flatwounds schon sehr schön und auch flexibel.
...
Geht es nur mir so?
Für mich waren seit Mitte der 70er Jahre Roundwounds (am Besten von Rotosound) auf dem Bass „alternativlos“. Man wollte ja auf keinen Fall so einen mumpfigen Sound haben wie in der Frühzeit der Rock- und Popmusik!
Und jetzt spielt anscheinend alle Welt wieder Flatwounds, wie anno dazumal... :kopf_kratz01:
Mir selber ging das auch ähnlich - ich spiele ja auf dem Preci mittlerweile Tapewounds und finde, dass damit der Bass optimal im Mix sitzt - lagen wir die ganze Zeit falsch?
Eigenbau-Strat, Gibson Les Paul DeLuxe, Rickenbacker 660/12, 2xFender Blues Junior III (mod.), Taylor GS Mini e-Koa, Rickenbacker 4003 S Bass, Maruszczyk Jake 4+Bass, Fender Deluxe-8 Lapsteel, RecordingKing Lapsteel, GFI Pedal Steel, ...

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Diet
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Re: Die Bässe der Gitarristen

Beitrag von Diet » Donnerstag 7. Januar 2021, 08:46

75Deluxe hat geschrieben:
Mittwoch 6. Januar 2021, 22:44
Duke hat geschrieben:
Mittwoch 6. Januar 2021, 19:03

...
Übermäßige Höhen mag ich meistens nicht so gerne beim Bass, die nerven mich einfach zu schnell. Da sind die Thematik-Invelds als Flatwounds schon sehr schön und auch flexibel.
...
Geht es nur mir so?
Für mich waren seit Mitte der 70er Jahre Roundwounds (am Besten von Rotosound) auf dem Bass „alternativlos“. Man wollte ja auf keinen Fall so einen mumpfigen Sound haben wie in der Frühzeit der Rock- und Popmusik!
Und jetzt spielt anscheinend alle Welt wieder Flatwounds, wie anno dazumal... :kopf_kratz01:
Mir selber ging das auch ähnlich - ich spiele ja auf dem Preci mittlerweile Tapewounds und finde, dass damit der Bass optimal im Mix sitzt - lagen wir die ganze Zeit falsch?
Moin,

seit ich ihn habe, spiele ich bei meinen Aufnahmen auch meistens meinen Höfner Beatles Bass mit Flatwounds.
Für mich passt das immer. Ich mag z.B. auch nicht so gerne langes Sustain beim Bass.
Das ist wohl einfach der Zeitgeist. Momentan gibt es wieder mal viel Retro-Elemente in der Musik.
Jedenfalls meine ich das zu hören.
Allerdings höre ich aber nicht soo viel neue Musik und bin da wohl nicht wirklich aussagefähig :? :D

Gruß Diet

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Armint
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Re: Die Bässe der Gitarristen

Beitrag von Armint » Donnerstag 7. Januar 2021, 10:31

Mitte der 70er? Und ich dachte ich wäre alt.
Aber ja: In der Vergangenheit wechselten wir Saiten wie Unterhosen (und das zeugte nicht von mangelnder Hygiene) und inzwischen gehen schon Jahre ins Land bis ich mal wieder Saiten (auch die Roundwounds) wechsele.
Und ja: Drei meiner Bässe (und eine Gitarre) haben Flatwounds drauf.
Die Zeiten ändern sich.
Ein Bass hat 4 Saiten. Alles andere ist Schnullibulli.
Gear: Gitarren und Bässe von u.a. Fender, Hagström, Höfner, MusicMan, PRS, Sandberg, Taylor, Tokai. Amps/Boxen von Basstown, Fender, Glockenklang, Roland.

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Duke
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Re: Die Bässe der Gitarristen

Beitrag von Duke » Donnerstag 7. Januar 2021, 18:06

75Deluxe hat geschrieben:
Mittwoch 6. Januar 2021, 22:44
... - lagen wir die ganze Zeit falsch?
Mmh, weiß nicht - Finde ja, das "moderne" Flatwounds durchaus auch Höhen haben (sehr schöne sogar). Mit den Thomastiks kann man sogar brauchbar Slappen.
Muss die für meinen Stil immer mit dem Pultec etwas zähmen. ;-)

Denke, dass Gitarristen Basssounds anders sehen als reine Basser. Wahrscheinlich der Grund, warum Paul immer noch seinen Höfner spielt, die klingt nämlich auch im Mix immer gut.

Dann denke ich dass Basssounds schon sehr genrespezifisch sind. Da gibt es letztlich kein richtig oder falsch. :kopf_kratz01:

Damals (also bei mir in den 80-gern, mussten die Saiten halt min. 1x im Monat gewechselt werden.
Transistoramps mit wahnsinns Leistung waren Pflicht.
Böse Zungen behaupten ja, dass Slapping von Saitenproduzenten erfunden wurde. ;-)

Habe vor einiger Zeit mal eine Band, in einem kleinen Club, gehört, deren Bassist über einen Ampeg B15 (ca. 30 Watt) spielte, super geil klang.
Ein Bassist, mit dem ich lange gespielt habe, hatte einen Fender Bassmann 4x10 mit 50 Watt. Der Klang war auch immer richtig gut. In beiden Fällen übrigens mit recht modernen Bässen.
Die Sounds setzten sich immer mehr als ausreichend durch. Bassfundament war auch mehr als genügend vorhanden.
Hier ging es aber immer um Roots-orientierte Musik (früher Funk, Soul, Blues, Country, Folk etc.).

Bei anderen Musikstilen sieht das natürlich anders aus. Marc King klänge sicher über olle Saiten nicht so toll. Rock und Metall haben auch andere Anforderungen an Basssounds (insb. an die Obertöne oder Tiefbässe).

Denke also nicht, dass man damals falsch lag, sondern, dass sich die Stile aufgefächert haben und es einfach mehrere Basssounds gibt, die alle zum Ziel führen.
Damals hab ich glaube ich einen HK Tube-Preamp vor den Transistoramp gehängt und irgendwann mal festgestellt, das alte Saiten gar nicht so verkehrt sind. ;-) Auf die Idee Flatwounds aufzuziehen wäre ich aber nicht gekommen, die waren damals völlig out.

Tapewounds muss ich übrigens unbedingt mal probieren. Denke, dass der Jolana welche bekommen wird (wenn er denn mal endlich ankommt). :-)
LG
Uwe
Martin D28, Schwarz Cardinal, Real Guitars Paula/Strat/Tele, 1x12, UAD OX, Celestion G12H30/75, Realtone Reverb/Blackface/AC10/Dumble, Baldringer DualDrive/Amp, Vemuram Jan Ray/Myriad, Analogman/Amtech Delay, Höfner-Beatles, 7-Preci

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