A-Gitarre an PA

Klampfen mit ohne Strom

Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon kiroy » Sonntag 8. November 2015, 18:24

Ha! Akustikgitarrist! Noch bevor ich Deinen Beitrag gelesen hatte, wusste ich schon in etwa was Du geschrieben hast. ;)
akustikgitarrist hat geschrieben:...Wirklich wichtig sind das Tonabnehmersystem und der Gitarrist und dessen Vorstellung, von seinem idealen Sound. Da gibts ja schon himmelweite Unterschiede. Ich glaube eine Strumminggitarren in einer Band zu mischen, ist ein ganz anderer Job, als z.b. einen Solo-Fingerstyler im Sound zu präsentieren...

Klar, es ist ein Unterschied, ob ich einen Top-Fingerstyler als Solisten oder in kleiner Akustik-Besetzung abmische oder ob es (nur?) um eine Strumming-Gitarre in einer 5-Mann-Rock-Band geht. Im ersten Fall kommt es auf einen authentischen Gitarrensound an, der schön im Vordergrund steht, während es in unserem Fall darauf ankommt, dass die Gitarre im Rock-Band-Gesamtsound (Keyboards, Bass, Drums, E-Gitarre, A-Gitarre und Vocals) ihren Platz findet, ohne aufzufallen zu hören ist und trotzdem nicht zu sehr im Vordergrund steht.

Wenn man - wie Du - selbst ein Top-Fingerstyler ist, weiß man natürlich, wie so eine Gitarre klingen soll und wie man sie auch zum klingen bringt. Das wissen sicher viele Tonleute nicht. Ich hatte einmal die Ehre, ein Akustik-Trio mit einen solchen Gitarristen mit meiner PA zu unterstützen.
Nachdem ich anschließend in die Hotelbar eingeladen wurde, wird's wohl nicht so schlecht gewesen sein. ;)
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon muelrich » Montag 9. November 2015, 08:51

kiroy hat geschrieben:Da ich es aber verständlicherweise nicht mag, wenn ich nicht die Kontrolle über die PA und die Effekte habe


Du kleiner Diktator, Du .... :muahaha:
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon akustikgitarrist » Montag 9. November 2015, 11:08

Kiroy: Klar, es ist ein Unterschied, ob ich einen Top-Fingerstyler als Solisten oder in kleiner Akustik-Besetzung abmische oder ob es (nur?) um eine Strumming-Gitarre in einer 5-Mann-Rock-Band geht. Im ersten Fall kommt es auf einen authentischen Gitarrensound an, der schön im Vordergrund steht, während es in unserem Fall darauf ankommt, dass die Gitarre im Rock-Band-Gesamtsound (Keyboards, Bass, Drums, E-Gitarre, A-Gitarre und Vocals) ihren Platz findet, ohne aufzufallen zu hören ist und trotzdem nicht zu sehr im Vordergrund steht.


Genau Roland und es geht gar nicht um "nur" Strumming Gitarre, sondern darum zu begreifen, dass eine Akustik im Bandkontext gut zu mischen, viel schwieriger sein kann, als der Solofingerstyler. Ersteres hat viel mit Frequenzstaffelungen* zu tun um der Gitarre ihren Platz im Gefüge zu geben, beim zweiteren ist ja aller Platz der Welt vorhanden

Danke an unseren Pfälzer für viel gute Einsichten zu diesem Thema....
Herzliche Grüße,

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Roland Kalus

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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon kiroy » Montag 9. November 2015, 12:14

muelrich hat geschrieben:Du kleiner Diktator, Du .... :muahaha:

Hähhähä! :mrgreen:
Jawoll! Und wenn die Jungs nicht spuren, gibt's Bild
:rofl:

akustikgitarrist hat geschrieben:Genau Roland und es geht gar nicht um "nur" Strumming Gitarre, sondern darum zu begreifen, dass eine Akustik im Bandkontext gut zu mischen, viel schwieriger sein kann, als der Solofingerstyler. Ersteres hat viel mit Frequenzstaffelungen* zu tun um der Gitarre ihren Platz im Gefüge zu geben, beim zweiteren ist ja aller Platz der Welt vorhanden

Danke an unseren Pfälzer für viel gute Einsichten zu diesem Thema....

Haste vollkommen Recht, lieber Namensbruder. ;)
Genau das meinte ich mit meinem Hinweis "im Rock-Band-Gesamtsound Platz finden".

Und dem Dank an Herrn Pfälzer schließe ich mich auch gerne an! :thumbsup03:
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon Big Al » Donnerstag 12. November 2015, 17:14

Moin Roland,

in deinem Anwendungsfall würde ich auch für die einfache DI-Box plädieren, bissl Hall drauf und fertig. Ich spiele in meiner Akustikband mit dem Zoom A3, weil ich gerne die totale Kontrolle über mein Signal haben möchte und nur ich weiss, wie die Gitarre klingen soll ;-) Haha, Feuer frei...

Ne, ernsthaft: Ich habe ein exakte Vorstellung und die will ich gerne über die Bühnenkante transportieren, das macht jeder E-Gitarrenspieler mit seinem Amp und den Effekten, nur die Akustikgitarristen sind immer auf Gedeih und Verderb dem Gutdünken des Mischers ausgesetzt, kann ja irgendwie nicht sein ;-)

Wenn der Kollege also da mehr Einfluss nehmen möchte, kann ich das A3 empfehlen, ist auch nicht so schwer zu bedienen.
Denk da lieber nochmal drüber nach (Stoppok)
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon Manuel » Sonntag 13. Dezember 2015, 17:18

Nabend!

Ich hab von dem Thema zwar überhaupt keine Ahnung, weiss aber, dass ein vagabundierendes Forenmitglied
dieses Gerät einsetzt und damit wohl sehr zufrieden ist:

http://www.thomann.de/de/bbe_acoustimax.htm

EQ, Notch Filter, DI und Anti-Brumm in Einem, der Sonic Maximizer ist auch mit drin ...
Grusz,

Manuel

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Ich mag E-Gitarren, Röhrenverstärker und Effektgeräte, Hauptsache nicht zu teuer ... ;)
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon Gurkenpflücker » Dienstag 5. Januar 2016, 06:38

Gut, das Thema ist jetzt schon drei Tage alt ... aber ich geb trotzdem meinen Senf dazu :-)

Bei mir gehen alle aktiven A-Gitarren durch passive DI-Boxen direkt ins Pult. Keine EQs, keine Comps, keine Effekte. Wird bei Bedarf alles vom FOH (Pult) gemacht. Allerdings haben wir auch meistens nen fähigen Mann dabei, der unseren Sound gut kennt. Viel EQing gibt es aber meist nicht. Das liegt aber sicherlich auch daran, dass ich viel Zeit und Mühe darauf verwendet habe den richtigen Pickup für meine Bedürfnisse zu finden. Der klingt auch im Grunde ohne Anpassung so wie ich mir das vorstelle (und hat keine großen Einstellmöglichkeiten). Im Gegensatz dazu hab' ich auch die Erfahrung gemacht, dass ein Pickup, der mir Soundmäßig nicht gefiel auch mit allen möglichen Hilfsmitteln (Eq, comp, Fishman Aura... ) kein befriedigendes Ergebnis zu Tage förderte. Wenn das Essen an sich scheiße schmeckt hilft halt auch kein Salz :-)

Bei Passiven Pickups benutze ich dann halt aktive DI boxen (z.B. die von LD Systems (im Grunde ein bss clone) ist ist schön clean und hat 30db Vorverstärkung.

So sieht mein Tourboard übrigens aus:
Bild

gruß
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon groovety » Samstag 12. März 2016, 15:56

Ich habe bei akustischen Gitarren mit Piezo-Tonabnehmer hiermit sehr gute Ergebnisse erzielt

https://www.thomann.de/de/art_tube_mp.htm

Das ist ein Röhrenvorverstärker und Di-Box, ist meine Allzweckwaffe. Ursprünglich gekauft, um ein relativ billiges Mikrofon aufzuhübschen, ist aber ziemlich universal einsetzbar.
Ich nutze 2 von diesem Dingern auch zum digitalisieren von Schallplatten, das bringt nochmal Wärme in die Geschichte.
Ich habe erstaunlich gute Erfahrungen damit gemacht, sogar mit E-Gitarre. Ich kann es wämstens empfehlen.
Gruß
Klaus
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon Blumenpflücker » Sonntag 19. Februar 2017, 16:00

Rolle das hier auch nochmal auf.

ERSTE Tontechnik Regel: Shit in=Shit out.

Eigentlich ganz einfach und doch soooo schwer.

A-Git mit Pick-up IMMER per DI-Box( aktiv oder passiv nach bedarf) in die PA. Dabei gilt zu 80% "Gehen Sie nicht über Los. Ziehen Sie keine 4000,- DM ein."
D.h. keine Tretminen oder sonstiges Gedöns im Signalweg.


Die restlichen 20% bleiben den Gitarristen vorbehalten, die sich auch technisch WIRKLICH auskennen.
In meiner tontechnischen Karriere ist mir davon nur EINER begegnet.
Wenn Du am Arsch bist, stinkts mir auch! Stoppock
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Re: A-Gitarre an PA

Beitragvon MonacoFranke » Sonntag 19. Februar 2017, 17:17

Blumenpflücker hat geschrieben:Rolle das hier auch nochmal auf.

ERSTE Tontechnik Regel: Shit in=Shit out.

Eigentlich ganz einfach und doch soooo schwer.

A-Git mit Pick-up IMMER per DI-Box( aktiv oder passiv nach bedarf) in die PA. Dabei gilt zu 80% "Gehen Sie nicht über Los. Ziehen Sie keine 4000,- DM ein."
D.h. keine Tretminen oder sonstiges Gedöns im Signalweg.


Die restlichen 20% bleiben den Gitarristen vorbehalten, die sich auch technisch WIRKLICH auskennen.
In meiner tontechnischen Karriere ist mir davon nur EINER begegnet.


Hallo Blumenpflücker,

das klingt für mich vernünftig. Da ich mich zu den 80% zähle, habe ich kürzlich das L.R.Baggs Para verwendet und war mit dem Sound sehr zufrieden. Grundproblem ist ja, das man sich selbst nicht über die Anlage hört und damit auf das Urteil anderer angewiesen ist. Um das Risiko zu minimieren, suchte ich eine sichere Methode. Experiment geglückt.

Beste Grüße
Frank
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
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