Solid State Amps...

Amps, Boxen, Speaker & Co.

Re: Solid State Amps...

Beitragvon partscaster » Samstag 20. Mai 2017, 11:55

Das stimmt. Lauter findet das Gehör oft besser. So Vergleiche sind ja auch grundsätzlich schwierig.
Ich empfand nur generell die Sounds der Amps ansprechend. :mrgreen:

Grüße
Michael
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon uwich » Samstag 20. Mai 2017, 18:00

Nachdem ich 15 Jahre den Peavey Bandit als einzigen Amp an meiner Seite hatte bin ich vor ca. 8 Jahren auf meinen ersten Röhrenamp umgestiegen: einen Fender Blues Deluxe. Das war definitiv ein großer Unterschied im Cleankanal und im Umgang mit Zerrern. High-Gain kann der Bandit besser aber Clean und Crunch, Dynamik und Musikalität im Cleankanal sind beim Spielen ein Riesenunterschied. Vielleicht hört man das nicht bei Youtube-Videos. Ich denke aber, dass ich bei genau diesem Thema Peavey Bandit gegen Fender Blues Deluxe gut mitsprechen kann.

Für mich ging damals die Sonne auf beim ersten Anspielen des Röhrenamps und ich hatte den Bandit, der auch bei vielen Gigs mit auf der Bühne war und den ich eigentlich schätzte und im High-Gain Bereich immer noch schätze, sofort verkauft.

Bin ja auch einer mit der Meinung, dass Röhrenamps gegenüber Transistoramps im Cleankanal im Vorteil sind und nicht im Gainbereich. High-Gain sind Amp und Bauform und Holz der Gitarre aus meiner Sicht eh fast egal. Da kommt es viel mehr auf die Pickups und die Speaker an.

Eines noch: der Peavey Bandit war damals definitiv nicht billig. Ich hatte meinen 1990 für ca. 1000 DM gekauft.
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon finetone » Samstag 20. Mai 2017, 19:10

Mit Uwe's Aussage gehe ich nicht kompromisslos bzw. zu 100% konform.
Mit einer der besten (lauten) Cleansounds, die ICH so kenne ist der von (m)einem Rath-Amp "Retro 80".
Aber auch ich gebe ansonsten Tube-Amps in dieser Kategorie den Vorzug.
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon partscaster » Samstag 20. Mai 2017, 20:43

Transistor-Amps sind meiner Meinung nach oft etwas schwieriger zu spielen, weil sie schnell und nicht so gutmütig ansprechen wie ein guter Röhren-Amp. Das ist einfach anders. Hat man sich daran gewöhnt, ist das eigentlich kein Problem mehr. Ich habe früher u.a. mal einen Rath Retro und einen Solton Chorus 50 besessen. Rückblickend war ich damit lange vollkommen zufrieden.
In unserem Proberaum steht ein alter (Ich denke mal aus den Achtzigern) 1x12er Peavey Combo, den ich jetzt natürlich erstmal hören musste. Der ist tatsächlich auch cool.

Ich finde übrigens nicht das die PCL (nur per Video geurteilt!) oder andere T-Amps 100%ig nach Röhre klingen. Aber sie klingen klasse.

Deswegen finde ich die Transistor-Teile im Moment interessant. Aber ich mag auch die optisch etwas harmloseren PRS-Gitarren grad gern. Ich bin also A nicht zurechnungsfähig und B eventuell auf der Suche nach etwas anderem als Fender, Marshall, Vox. :lol:

Grüße
Michael
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon Magman » Samstag 20. Mai 2017, 23:15

partscaster hat geschrieben:Transistor-Amps sind meiner Meinung nach oft etwas schwieriger zu spielen, weil sie schnell und nicht so gutmütig ansprechen wie ein guter Röhren-Amp. Das ist einfach anders. Hat man sich daran gewöhnt, ist das eigentlich kein Problem mehr.


Das ist korrekt. Der Stagemaster zB ist schnell und bringt alles direkt auf den Punkt. Ich mag das aber auch bei Tubeamps. Der Puretone ist da nicht unähnlich obwohl er ganz anders klingt.


partscaster hat geschrieben:Ich finde übrigens nicht das die PCL (nur per Video geurteilt!) oder andere T-Amps 100%ig nach Röhre klingen. Aber sie klingen klasse.

Grüße
Michael


Auch das ist richtig und auch gut so. Allerdings gibt es nichts was ich vermisse dabei, weder an Wärme, noch an Kompression und Spritzigkeit. Es ist vielmehr der Kopf, den man freimachen muss von Vorurteilen ;)
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon Blues-Verne » Montag 22. Mai 2017, 12:41

Na, also mir lief vor Wochen ein 2006 Harley Benton MOSFET 80R in die Werkstatt. Nach der Reparatur und Modifikation der Belton-Hallspirale hats mich fast umgehauen: DAS TEIL IST GEIL! :thumbsup03: :thumbsup03:
Eingebaut ist zudem ein Celestion G12P80, genannt "seventy eighty". Kennt Ihr. 8-)
Bei einem ausgiebigen (und saulaut) Vergleich mit einer Marshall-RöhrenCombo (Name entfallen, Kunde wieder mitgenommen), die den gleichen Cel "seventy eighty" drin hat, war der Marshall-Besitzer fast beleidigt, weil der HB praktisch in allen Disziplinen besser war. :mosh: :boing01:

Anzufügen wäre nur, dass ich den HB-Pressspan-Kasten innen gegen Reflexionen mit SpezialschaumPads gedämpft hab. Und Recherche ergab, dass die Combos damals um die 140 Euro kosteten ...die gibt es auch heute noch in leicht verbesserter (Anschlusslayout) Ausführung. IRRE!! :shock:

Zur Hallspirale: kurz, drei Federn, war innen im Verstärkereinschub nackt und fest aufs Blech geschraubt. Ton und Range fast unbrauchbar.
Ich habe die Blechschachtel nur innen mit Filz gedämpft, von aussen rundrum mit Gaffa abgedichtet, mit Kabeldurchlass-Gummitüllen entkoppelt wieder eingeschraubt und, oh Wunder über Wunder - jetzt kannst du den Hallvolumesteller an den Anschlag aufdrehen, dasselbe mit Gainregler und du bekommst Gary Moore mässige Sounds ohne geringstes Matschen oder Brummen. Das macht nicht mal mein Fender "Evil TWIN Redknob", und der hat schon viele Marshalls vernascht. :pray02:

Es ist einfach immer wieder schön - man kommt aus dem Kinderstaunen nie raus.
mit freundlicher Empfehlung

Verne
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon Diet » Montag 22. Mai 2017, 13:32

Moin,

ich denke ja auch immer, wenn man einen Amp sieht, dann hat man schon eine Meinung.
Es ist dann eben Transe, digital oder Röhre, Fender, Marshall, Harley Benton, Peavey oder Boogie, vintage versus neu, Platine versus ptp oder was auch immer.
Da sind ganz bestimmte Meinungen schon mal manifestiert, wo auch immer die herkommen.
Die schwingen deutlich durch die Hirngegend, und zwar schon bevor eine Schallwelle im Spiel ist. ;)

Vorurteile eben. Davon weg zu kommen ist echt schwierig :? :D

Gruß Diet
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon Magman » Montag 22. Mai 2017, 14:50

Diet hat geschrieben:
Vorurteile eben. Davon weg zu kommen ist echt schwierig :? :D

Gruß Diet


Sag ich ja Dieter und es ist tatsächlich so. Ich erlebe das sehr oft momentan. Da kommt jemand aus dem Staunen nicht mehr raus, fragt einem Löcher in den Bauch, zeigt mehrfach den doppelten Smiley und dann kommt ganz zum Schluss das Wörtchen: aaaaaaber....

...der hat halt keine Röhren!


:tuete01:
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon Wizard » Montag 22. Mai 2017, 17:47

Manchmal werde ich neidisch wenn jemand kundtut, dass er endlich weg ist von den Drogen äh Röhren.

Aber nur manchmal :clown:
Gruß Peter

immer noch aktuell: >>> leben und leben lassen <<<
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Re: Solid State Amps...

Beitragvon heiko7471 » Montag 22. Mai 2017, 19:47

Diet hat geschrieben:Moin,

ich denke ja auch immer, wenn man einen Amp sieht, dann hat man schon eine Meinung.
Es ist dann eben Transe, digital oder Röhre, Fender, Marshall, Harley Benton, Peavey oder Boogie, vintage versus neu, Platine versus ptp oder was auch immer.
Da sind ganz bestimmte Meinungen schon mal manifestiert, wo auch immer die herkommen.
Die schwingen deutlich durch die Hirngegend, und zwar schon bevor eine Schallwelle im Spiel ist. ;)

Vorurteile eben. Davon weg zu kommen ist echt schwierig :? :D

Gruß Diet


... neben der Optik ist für viele der Preis ein entscheidendes Klangkriterium - Grundsätze der Physik werden da schnell nebensächlich :rofl: ...

Spielt nicht Billy Gibbsons auch Transenamps von Marshall ???
... ich bin morgens immer müde ... *gähn*
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