Cleaner Amp - Blues Jr.?

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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon MonacoFranke » Sonntag 23. Oktober 2016, 18:24

Magman hat geschrieben:
Deluxeplayer hat geschrieben:Aber eine kleine Entwarnung kann ich auch geben - bei meinem Blues Junior hält die "billige" Eingangsbuchse nun schon seit 20 Jahren ;)

LG - C.


Wo du das gerade geschrieben hast Carsten. Ich habe mir angewöhnt das Kabel am Amp zu entlasten indem ich eine Schleife unterm Amp durchführe, oder nach dem Malheur nun einen Winkelstecker angelötet habe. Schwere Sommer Kabel wie ich sie nutze mit geraden Klinken können teils ganz schön an der Buchse zerren.


Ja, bei mir funktioniert die Zugentlastung dadurch, dass ich das Kabel einmal durch den Haltegriff führe. Bei genügend Kabellänge führe ich das Kabel auch noch um den Amp.

:thumbsup02:
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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Valdez » Dienstag 1. November 2016, 18:46

Wenn man wirklich guten Klang haben möchte kommt man um ein richtiges Gehäuse nicht drum rum.
Ich denke Carsten kann das bestätigen.
Und es gibt auch schon wieder was neues zum testen, die Tage.

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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Magman » Dienstag 1. November 2016, 18:49

:thumbsup03:
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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Stratspieler » Mittwoch 2. November 2016, 15:01

Magman hat geschrieben:...Ich selbst finde eh die SF soundlich besser als die BF...


Das kann ich mit einem alten SF Twin Reverb bestätigen, der vergleichsweise einfach nur herrlich klang.

Bzgl. der Plastik-Eingangsbuchsen kann ich nur feststellen, dass ich in einem Blues Deluxe, den ich gerade auf der Werkbank habe, diesen Dinger jetzt rausgeschmissen und durch solide Switchcraft ersetzt habe. OK, sie haben schon eine Weile gehalten, aber das Gewinde einer der Buchsen war schon kurz nach dem Kauf des Amps ausgeleiert, so dass diese Buchse grackelig saß. Hinzu kommt bei diesem Billigmist:

a) ihre Kontaktgabe - und zwar die interne "runter" zu den Lötpins - ist alles andere als stabil, sondern höflicherweise filigran und
b) zusammen mit dieses RoHs-Bröseljauche taugt das bzgl.Stabilität auf der Platine / "Roadtauglichkeit" nicht wirklich.

Wenn hier z.B. die Masseverbindung zur Platine flöten geht, dann liegt die Abschirmung des Kabels nicht mehr definiert am Eingang, sondern geht "irgendwie" in den Amp. Das kann alle möglichen Stör- und Pfeifgeräusche hervorrufen.

Aber wir sind jetzt weit weg vom BJ.
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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Magman » Mittwoch 2. November 2016, 16:02

Stratspieler hat geschrieben:
Aber wir sind jetzt weit weg vom BJ.


Aber interessantes gepostet, genau so soll die Bude funktionieren ;) :thumbsup03:
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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Rio » Samstag 5. November 2016, 23:36

Magman hat geschrieben:Noch nicht so lange her habe ich mit einem Kumpel zusammen mehrere Deluxe Reverb angetastet und einen Reissue 65 herausgesucht der richtig toll klang. Kurz darauf war ich bei Guitar Point und habe dort mehrere alte DR angespielt. Da war ein gerockter 74er Silverface, bei dem bereits ein Capjob gemacht wurde, den ich gar nicht mehr ausschalten wollte und auch am liebsten gleich mitgenommen hätte. Der klang mit Strat, Tele oder 335 gleichgut und hatte ein irre gutes Response. Leider war er bereits reserviert. Kostete gerade mal 2K€ welche mit großer Sicherheit sehr gut angelegt wurden. Was ich damit sagen will: keiner der von mir/uns angetasteten DR's hatte einen solch geilen Sound. Ich selbst finde eh die SF soundlich besser als die BF.


Hallo, :)

den Tipp, daß man, wenn es ein Deluxe Reverb sein soll nach einem alten Amp gucken soll, lese ich öfter mal.
Bei mir haben sich da allerdings ein paar Fragezeichen gebildet, wo mir die Erfahreren vielleicht weiterhelfen können?

Z.B. ist es wirklich ratsam, wenn man von der ganzen Vintagegeschichte keine Ahnung hat auf eigene Faust so ein Teil zu kaufen? Ich selber könnte nicht beurteilen, ob eventuell irgendwelche Originalteile, die es vielleicht gerade ausmachen, nicht längst schon getauscht/ausgebaut wären? Von der Einschätzung der technischen Sicherheit, brauch' ich erst garnicht anfangen.
Es fällt mir auch irgendwie schwer zu glauben, daß Fender ausgerechnet in den 70ern, wo sie qualitativ an einem ihrer zahlreichen Tiefstände waren, die besten Amps gebaut haben soll?

Magman schreibt, daß bei Guitarpoint 1 Amp dabei war, der richtig gut war. Und ich vertraue seinem Urteil.
Aber, 1 Amp unter wieviel gebauten aus dieser Zeit? Wieviele wirlkich gute werden wohl noch übrig sein?
Wieviele von den wirklich Guten, die es noch gibt, werden auch angeboten?
Ich glaube heutzutage wird einfach alles angeboten was es aus den 60ern, 70ern noch gibt und entsprechend hochgelobt um einen hohen Preis zu erzielen.

Nach meiner Theorie wurden die allermeisten wirklich guten Amps aus den 60ern und 70ern schon verschlissen. Weil sie halt einfach mal 40-fast 50 Jahre gespielt, benutzt, gerockt, durch die Welt geschliffen wurden.
Bei Guitarpoint sind alle Amps die ich im Angebot gesehen habe, 110 Volt Ami-Modelle. Er wird sie wohl auf gut Glück von Deutschland aus in Amerika, vergleichsweise günstig, einkaufen und hier vergolden. Er wird wohl nicht kreuz und quer durch die Staaten tingeln um die wenig verbliebenen Amps anzuspielen, zu testen und nur die wirklich guten mibringen?
Gerne würde ich mir auch erklären lassen, wie das Geschäft mit den Vintage Amps läuft. So ohne Ahnung, einfach nach dem Motto, kauf einen alten, die sind handwired, die sind besser als die aktuellen, ist mir das zu undurchsichtig, zu schwammig.
Grundsätzlich wäre ich schon bereit für eine tollen Amp auch angemessen zu investieren. Aber wie man sieht, ich habe ernste Zweifel, ob ich Glück haben würde.

Liebe Grüße,
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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Magman » Sonntag 6. November 2016, 00:09

Also ich für meins kenne die alten Fender Amps genau so gut wie die neuen. Ich möchte nicht behaupten, das all die neuen nicht gut klingen. Aber ich kann von mir behaupten, das die Alten mir am besten gefielen und ganz ganz wichtig, auch stabil genug waren. Das ist heute definitiv nicht mehr der Fall, ich war schon öfters dabei, das direkt im Laden ein neuer Fender Amp frisch ausgepackt gar nicht lief, oder auch regelrecht abgeraucht ist. Der letzte war ein neuer DR Head. Peinlich, aber selbst der Verkäufer sagte, das er das leider öfters erleben muss. Die Mexikaner arbeiten wohl doch sehr launisch...

Kürzlich sagte mir ein Freund: kauf dir nur einen aktuellen Fender der bereits 1-2 Jahre ohne Mängel gelaufen ist, der wird dann wohl ne gute Zeit lange halten. So unrecht hat er da auch nicht, obwohl es wohl mehr Spaß war.
Mein leider verstorbener Freund Jürgen Rath, der zu einem der besten Amptechniker in D zählte hielt es zB für Nonsens, das die ptp Amps grundsätzlich die besseren sind. Er sagte, diese Amps hätten die mit Abstand größten Schwankungen und Streuungen. Ein sauber aufgebauter Platinen Amp, mit guten und bewährten Bauteilen und servicefreundlichen Features wie zB Bias Trim Potis wären diesen klar überlegen weil sie keine Serienschwankungen haben und mindestens genau so stabil sind, obwohl sie viel weniger kosten. Brunetti zB macht das mit recht großem Erfolg trotz günstigen Preisen. Jürgen hielt die aktuellen Fender Tube Amps für völlig überteuert und unstabil. Man kauft diese halt gerne wegen der Optik, oder weil Fender ein Mythos ist und vor langer Zeit eben für viele die besten Amps baute. Amps, die auch heute noch laufen ;)

Die Amps die bei Detlef stehen sind alle geprüft und er macht auch Angaben, wenn dort Cabjobs gemacht wurden. Man kann die Amps vor Ort testen und eben den kaufen, der einem selbst am besten gefällt. Ob man aber bereit ist das Geld dafür zu zahlen muss ein jeder selbst entscheiden. Einen Vintageamp blind zu kaufen ist nicht sinnvoll, denn nicht all diese Amps klingen wirklich gut. Siehe ein paar Zeilen weiter oben!

Einen guten Fender Amp, egal ob 60 oder 70 zu kaufen ist kein Fehler, er wird nicht an Wert verlieren, eher umgekehrt! Hat man denn mal so einen Amo gefunden, wird man ihn auch so schnell nicht wieder verkaufen und kaum noch nach neuen schauen!
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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon MonacoFranke » Sonntag 6. November 2016, 09:38

Magman hat geschrieben:
Stratspieler hat geschrieben:
Aber wir sind jetzt weit weg vom BJ.


Aber interessantes gepostet, genau so soll die Bude funktionieren ;) :thumbsup03:


Ja, und hinzu kommt, dass der Blues Junior ja die gleiche billige Plastikbuchse hat wie der Blues Deluxe. Ich finde es auch interessant, diesen Schwackpunkt zu beseitigen. Der Aufwand lohnt sich, wenn der Rest passt.
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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Deluxeplayer » Sonntag 6. November 2016, 10:23

Hallo!

Rio hat geschrieben:...den Tipp, daß man, wenn es ein Deluxe Reverb sein soll nach einem alten Amp gucken soll, lese ich öfter mal...


Ja, aus gutem Grund!
Diese Amps sind preis/leistungs-mäßig (und das gilt für viele der alten Fenders, nicht nur für den DR) kaum zu schlagen - und ausserdem klingen sie eben (meistens) klasse.
Und wenn sie nicht gleich klasse klingen, kann ein fähiger Techniker das (meist) regeln.

Das heisst natürlich nicht, dass man nicht auch mit anderen/neueren Amps gute Musik machen kann!

Rio hat geschrieben:...ist es wirklich ratsam, wenn man von der ganzen Vintagegeschichte keine Ahnung hat auf eigene Faust so ein Teil zu kaufen?...


Nö, ich denke nicht...


Rio hat geschrieben:...Nach meiner Theorie wurden die allermeisten wirklich guten Amps aus den 60ern und 70ern schon verschlissen. Weil sie halt einfach mal 40-fast 50 Jahre gespielt, benutzt, gerockt, durch die Welt geschliffen wurden...


Ich glaub´nicht, dass deine Theorie stimmt ;)

Fender hat in den 50er/60er/70er-Jahren viele Tausend Amps gebaut.
Viele sind seitdem auf Bühnen in der ganzen Welt unterwegs gewesen - aber viele stehen auch seit vielen Jahren in irgendwelchen Zimmern/Kellern/Garagen - man muss nur ein bisschen die Augen aufhalten :thumbsup03:

Ich hab´meinen sf Princeton Reverb z.B. - in Top-Zustand - vom Erstbesitzer gekauft.
Er hat ihn kaum gespielt, weil er fand, dass sein Marshall besser für Rockmusik geeignet ist ;)

Rio hat geschrieben:...Grundsätzlich wäre ich schon bereit für eine tollen Amp auch angemessen zu investieren. Aber wie man sieht, ich habe ernste Zweifel, ob ich Glück haben würde...


Man braucht da nicht unbedingt "Glück" - eher ein bisschen Interesse und Spaß an der Materie.
Na, und etwas Geduld schadet auch nicht ;)

LG - C.



P.S.:

Hier eine (Instrumental)-Aufnahme mit meinem Princeton Reverb:

http://www.soundclick.com/bands/page_so ... D=10806761

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Re: Cleaner Amp - Blues Jr.?

Beitragvon Guitarthunder » Sonntag 6. November 2016, 10:55

Hi,

bei den ganzen alten Fenderamps muss man darauf achten ob die Netzteilkondensatoren noch ok sind. Die Verstärker wurden gebaut um damit clean zu spielen und daher auch nie voll aufgerissen. Wenn der Verstärker dann richtig laut aufgedreht wird haben die Kondensatoren zu wenig leistung und können die Restwelligkeit des Stromes nicht glätten. Das hört sich dann an als wäre die Gitarre verstimmt. Auch das Trägermaterial für die ganzen Widerstände und Kondensatoren (Eyeletboard) besteht aus einer dicken Pappe und die wird gerne im Laufe der Jahre durch Feuchtigkeit leitfähig. Da einen Fehler zu suchen macht auch keinen Spaß. Von daher ist eine gute Platine die bessere Lösung. Die von Marshall gehören da allerdings nicht dazu :cry: :cry: :cry: .

Gruß Michael
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