Can Kemper Save Chappers?

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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon heiko7471 » Dienstag 18. Oktober 2016, 21:43

Die Röhre aus Rusland bzw. China kratzt sich bei den Themen EU-regularien (Chinaware und CE-Zeichen - LOL ) und Energieeffizienz genüsslich am Sack ... auch in 20 Jahren wird es noch "glühen und riechen" ...
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon heiko7471 » Sonntag 23. Oktober 2016, 07:55

... was mir auffällt, ist eine "Markenfolge" bei vielen Gitarristen, die Modeler spielen ...

Line6 -> Eleven Rack -> Axe Fx -> Kemper ... Einige "Nischenprodukte wie von Vox, Hughes & Kettner und Yamaha mal aussen vor gelassen ...

Aktuell sind die Vorgänger alle irgendwie "nix mehr (wert) oder nicht mehr so dolle" ... mal seh´n was nach dem Kemper kommt ...

Wenn ich den Preisverfall sehe, kann einem schlecht werden - ein Spider Valve MkII mit Floorboard - imho ein gut klingender Combo - kostet bei ebay gebraucht grad mal noch 250.-€ ... also wenn ich mal Top40 spielen muss, wär das ne günstige Sound-Spielkiste
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon Diet » Sonntag 23. Oktober 2016, 08:50

heiko7471 hat geschrieben:... was mir auffällt, ist eine "Markenfolge" bei vielen Gitarristen, die Modeler spielen ...

Line6 -> Eleven Rack -> Axe Fx -> Kemper ... Einige "Nischenprodukte wie von Vox, Hughes & Kettner und Yamaha mal aussen vor gelassen ...

Aktuell sind die Vorgänger alle irgendwie "nix mehr (wert) oder nicht mehr so dolle" ... mal seh´n was nach dem Kemper kommt ...

Wenn ich den Preisverfall sehe, kann einem schlecht werden - ein Spider Valve MkII mit Floorboard - imho ein gut klingender Combo - kostet bei ebay gebraucht grad mal noch 250.-€ ... also wenn ich mal Top40 spielen muss, wär das ne günstige Sound-Spielkiste


:shock:
AXE Fx ist irgendwie "nix mehr wert oder nicht mehr so dolle"?

Also das halte ich jetzt mal für Satire :D ;)

ich benutze übrigens immer noch sehr gerne meinen POD X3 und sogar auch noch meinen DG Stomp 8-)
und in der Band meinen Zentera.

Gruß Diet
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon heiko7471 » Sonntag 23. Oktober 2016, 09:35

... da haste mich falsch verstanden bzw. ich mich schlecht ausgedrückt ... bin da voll bei dir ...

Wert sind die Dinger imho recht viel, weil die Sounds gar nicht so schlecht sind und die Originale unter Berücksichtigung z.B. einer Live-Umgebung gar nicht so viel besser. Ich hab kurz vor meiner Operation noch eine kleine Session gespielt, da war ein alter Flextone II am Start - wirklich ein betagter Modeler - und der benutzte AC30 Sound dieser alten Kiste war live echt gut - da hab ich nix vermisst. Ich bin selbst mit dem Zeugs durch - Spider, Flextone, Pod2, Pod XT, Pod HD, Ampfarm Plugin, Eleven Rack ... wegen meinem Spieltrieb, nicht wegen technischer Eigenschaften und Sound ...

Lustig ist nur - man spielt trotzdem nicht besser oder schlechter und ich bin jetzt halt aus der Karawane raus - mit allen Modelern hab ich das selbe Problem - ich spiele nicht einfach die selben persönlichen Lieblingssounds / Patches / Profiles oder wie die Dinger auch immer heissen, sondern ich spielte halt viel rum und versuchte die Möglichkeiten auszuschöpfen - fatal, wenn man dabei vergisst, sich auf´s wesentliche zu konzentrieren. Ich sehe den Sinn im Top40 Umfeld, von AC/DC auf U2 - das klappt mit einem jeden guten Modeler.

Ich für mich bin raus und spiele einfach einen Amp - derzeit den Amp1 - den ich auch nicht ganz ausnutze und bewusst auf die Remote verzichte ;-)

Die Werbung, Forenhypes und GAS hat mir genug aus der Tasche gezogen - die Gebrauchtpreise sind ekelhaft billig, wenn das Zeugs mal ein paar Jahre alt ist - eine AxeFx bringt noch knapp 700€, Tendenz fallend, eine Eleven Rack gibt´s für knapp über 300€ ... das gibt der ein oder andere für Boutiquepedale aus und kauft zum Schluss einen Buffer, damit die Gitarre wieder schön am Röhrenamp hängt, was die Modeler ja angeblich so gar nicht gut können und dann geht´s los mit ob der Amp schön federt - so wie der Fender Excelsior, den keiner mehr hat etc. pepe ...

Würde ich in einer Coverband spielen, die recht originale Sounds mit Delayspielerein von Rock über Funk bis Pop spielt würde ich sofort zu einem der besagten Modeler greifen ... und mich in der Tat über den Preisverfall freuen, für wenig Euro ne Masse an Ton und Sounds ... ein oller Marshall JTM ist irgendwie immer teuer, egal wie alt/jung, egal ob original oder nachgebaut ...

"Wert" ist also relativ ... und Satire wird´s, wenn man die Argumentationsketten hin zum Modeler und zurück zum Röhrenamp - aber das lassen wir mal lieber um Wochenende :lol:
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon partscaster » Sonntag 23. Oktober 2016, 09:58

heiko7471 hat geschrieben:Die Röhre aus Rusland bzw. China kratzt sich bei den Themen EU-regularien (Chinaware und CE-Zeichen - LOL ) und Energieeffizienz genüsslich am Sack ... auch in 20 Jahren wird es noch "glühen und riechen" ...


Die werden dann aber auch nur in China und Russland zum Einsatz kommen können/dürfen. Aktuell nicht grad die Märkte für Vintäätsch Gier... :lol:
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon Diet » Sonntag 23. Oktober 2016, 10:24

heiko7471 hat geschrieben:...


Moin,

ja, da sind wir auf einer Linie!
Nur die oft genannten zuvielen Möglichkeiten, die einen sozusagen ablenken und vom Spielen abhalten, die waren für mich eigentlich
nie ein Problem. Ich dieses Argument nie wirklich verstanden. Wie viel Zeit verbringen denn die Leute im Vergleich dazu z.B. an den Reglern der Amps
und vor allem mit Bastel- und Regelarbeit am Effektboard?

Ich bin sehr froh darüber, alles in einem Paket zu haben. Gerade auch in Sachen Effekte.
Ich bin ehrlich gesagt mittlerweile so richtig froh darüber, mich nicht mehr mit Stromversorgung, Patchkabel, Effektbefestigung, True oder nicht Bypass,
dem Anpassen der einzelnen Effekte etc rumschlagen zu müssen.
Ich hab zwar noch ein Effektboard, bemutze es aber nur noch zum "Spielen" im wahrsten Sinne des Wortes zu Haus.
So gesehen finde ich diese "Alles an Bord" Lösungen für mich sogar viel effektiver und nicht ablenkend, zumal sie mittlerweile auch gut klingen.

Und insbesondere beim Recording! Da hat man mit einem Griff jeden Sound und jeden Effekt parat. Genial! Für mich ist das ein Segen.
(Mittlerweile hat man da ja sogar schon alles gut klingend in der DAW parat und bracht gar nix externes mehr, aber das ist eine andere Geschichte.)

Allerdings gibts da auch was anderes, was da bei mir eine Rolle spielt:
Ich habe mir schon lange abgeschminkt, in Sachen Equipment klingen zu wollen, wie ein bestimmtes Vorbild, Marshallfendervoxboogie etc. oder ein bestimmter Effekt.
Damit ist das Thema Kemper für mich z.B. schon mal nur noch halb so interessant, wenn nicht sogar noch weniger.
Im Grunde eigentlich auch das Thema "Modeller" überhaupt, denn das basiert in den Köpfen und im gesammten Marketing ja leider nur darauf.
Trotzdem bin ich aber totaler Modellerfan! Nicht weil die Dinger klingen wie..., sondern weil das unglaublich geniale Werkzeuge sind.

Wenn man sich davon mal frei macht, irgendwelchen Vorbildern nachzulaufen hat man mit der ganzen Modellerschiene plötzlich unbegrenzte Möglichkeiten um kreativ zu werden.
Das ist für mich nicht "erschlagend" oder "zu viel". Ganz im Gegenteil, das ist für mich pure Inspiration.

Für mich gibt es beim Aufnehmen und auch in der Band nur noch cleane, wenig verzerrte, stark verzerrte Gitarrensounds und die Effekte nur als Effekte ohne
bestimmte Vorbilder. Ein Phaser ist dann z.B. nur noch ein Phaser, den ich mir so hinregel, dass er mir gefällt und nicht nach irgendwas klingt. Ein Gitarrensound ebenso.
Der Sound muss zur Musik bzw. zum Stück passen und nicht klingen wie xy.

Das befreit total, echt! :D :banana03:

(Irgendwelche möglichst authentische Cover Sachen sind natürlich eine andere Geschichte, aber auch da sind Modeller eine Waffe.)

Gruß Diet
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon Ingolf » Sonntag 23. Oktober 2016, 11:16

Auch ich schraube wenig und verbringe minimal wenig Zeit damit, neue Profiles anzutesten.
Das letzte Mal, daß ich mir auf Kemper Website RigExchange neue Profiles angehört habe, war im August 2015!

Das zeigt mir in der Summe, dass zumindest beim Kemper Digitalamp mit Analogamp gleichgezogen hat, also nicht nur vom Sound und Spielgefühl her, sondern auch vom Approach her (siehe oben, spielen statt schrauben).

Zusätzlich kommen natürlich dann die von Diet genannten Vorteile (All in a Box) zum Tragen.
Nachdem die soeben veröffentlichte Firmware 5.0 (mit der ich als Betatester schon die letzten 8 Monate rumspielen durfte ) neue Delays implementiert hat, die sämtlich in der Strymon/Eventide- Klasse spielen, fühle ich mich einmal mehr bestätigt darin, dass Kemper in der Digitalamptechnologie eine neue Wertigkeit etabliert hat, die wir bislang so nicht kannten.
Der Kemper existiert seit fast 5 Jahren hardwareseitig unverändert und wird softwareseitig weiterhin stetig weiterentwickelt. Daher auch keinerlei Anzeichen für Wertverfall, wie der Gebrauchtmarkt zeigt.
Line 6 und FAS hätten in dieser Zeit schon 1-2 neue Gerätegenrationen auf den Markt gebracht.
Kemper, die ja auch den Access- Virus- Synthesizer machen, der dasselbe Langlebigkeitsprinzip verfolgt, stehen für mich für eine Renaissance von einem Wertarbeitsbegriff, der fast schon vergessen schien.
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon tommy » Sonntag 23. Oktober 2016, 11:22

Sehr guter Ansatz Dieter! :thumbsup03:

Ich glaube allerdings, dass es bei Vielen nicht vorrangig darum geht, zu klingen wie.... sondern um den Antrieb: "Da geht soundtechnisch noch was".
War auch lange Zeit bei mir so, bis ich bemerkte, dass diesbezüglich die profane Tagesverfassung eine viel größere Rolle spielt. Seitdem achte ich bei sehr guter Tagesverfassung besonders auf meinen Sound um festzustellen, dass ich gutes Zeug am Start habe, alles abdecken kann was meiner Kreativität entspringt....und schon tritt innere Ruhe ein.
Das Einzige, was mich noch treibt ist die Idee, o.g. Anspruch mit noch mehr Materialreduzierung hinzubekommen. Insofern habe ich auch ein Auge auf den neuen Strymon Verzerrer geworfen. Er würde, sofern er mir klanglich denn gefällt, einen Stepptanz weniger auf dem Board bedeuten.

Bezugnehmend auf den Kemper, hätte ich hier das Problem, dass das Gerät bei meinem inzwischen vorherrschenden Minimalismus viel zu viel ungenutzte Möglichkeiten bietet, die ja auch mitbezahlt werden müssen.
LG Tommy


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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon Duke » Sonntag 23. Oktober 2016, 13:13

tommy hat geschrieben:Sehr guter Ansatz Dieter! ...
Bezugnehmend auf den Kemper, hätte ich hier das Problem, dass das Gerät bei meinem inzwischen vorherrschenden Minimalismus viel zu viel ungenutzte Möglichkeiten bietet, die ja auch mitbezahlt werden müssen.


Nutze ja das AX8, das hat unendlich viele Möglichkeiten an Board, kann man gar nicht alle ausprobieren, auch nicht, wenn man das wirklich will.
Wenn ich es abkoche spiele ich in realen Situation (also mit Band) aber letztlich immer nur den AC15 mit einer Box mit diversen Pedalen davor. Der funktioniert mit all meinen Gitarren wunderbar.

Der Rest ist Spielerei (Plexi, Dumble, Bogner, SLO und ab und zu mal nen Super Reverb), die macht aber auch Spaß... :kopf_kratz01:

Bei den Diskussionen, was jetzt besser oder schlechter ist, bin ich raus. IMO sehr von der individuellen Einstellung und dem Empfinden abhängig. Besser oder schlechter gibt es da IMO schon länger nicht mehr.
LG
Uwe
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Re: Can Kemper Save Chappers?

Beitragvon telly45 » Sonntag 23. Oktober 2016, 13:21

Duke hat geschrieben:..

Bei den Diskussionen, was jetzt besser oder schlechter ist, bin ich raus. IMO sehr von der individuellen Einstellung und dem Empfinden abhängig. Besser oder schlechter gibt es da IMO schon länger nicht mehr.


Dem stimme ich jetzt mal vorbehaltlos zu. Ich hatte diverse Modeler (ohne Axe oder Kemper) und bin für MICH ebenfalls bei dem Ansatz Amp + 2 Pedale gelandet, weil ich bei MIR festgestellt habe, dass ich mit den Modelern ständig am Schrauben war (da könnte soundtechnisch ja noch was gehen).

Wie man sieht war das MEIN individueller Fehler, andere haben den ja offenbar nicht. Wichtig ist, sich selbst dabei wohlzufühlen.
Gruß Rainer
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