Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Magman » Sonntag 8. Januar 2017, 20:39

Roland, ich muss daran immer denken, wenn du solche Threads eröffnest wie da unten unter den Reviews aktuell. Du hattest dich so dermaßen an den SS gewöhnt, dass alles andere dir fremd vorkommt. Jürgen Rath hat mir mal gesagt, wenn ein Tubeamp mal 5-6 Jahre ohne schwere Defekte überstanden hat wird er wohl noch länger halten. Und wieviele alte Fender Amps gibt es noch ;)
Ein gepflegtes und vor allem gut gewartetes Exemplar könnte auch dich für den Rest deines musikalischen Daseins glücklich stellen ;)
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Mintage » Mittwoch 11. Januar 2017, 01:00

Wenn man Rolands Erlebnisberichte auf Guitarworld liest - auf die man
unweigerlich stößt, wenn man bzgl. Supersonic/Probleme recherchiert -
dann fällt vor allem auf, das er sein Recht auf Behebung der Fehler nicht
in Anspruch genommen hat, bzw. die Möglichkeit den Amp umzutauschen
(davon ausgegangen, das er der Erstkäufer war !).

Zusätzlich hat er Leute daran basteln lassen, von denen er annahm,
das sie Techniker wären - all das führte zu dem Desaster.

Das Roland dem Amp klanglich nachtrauert, kann ich verstehen - das
er in Erwägung zieht, genau diese Bastelbude zurückzukaufen, macht
mich sprachlos ... !

Wenn ich bedenke, wie lange mich diese Berichte davon abhielten, einen
Supersonic überhaupt erst anzutesten !

Allerdings ist sein Amp ja von 2008 - und ab Oktober 2009 gab es ein Update
im Layout. Mein Top ist von 2012 und hat keinen Reverb, der wohl ein
Hauptübeltäter war...!

Wie bei jedem Produkt ist es im WWW so, das die Zufriedenen sich selten
zu Wort melden - ich bin überzeugt davon, das es bei Boutique-Amps jenseits
der 2.500,- Euro Klasse die gleichen Frusterlebnisse gibt (mehr Handarbeit kann
auch mehr Fehlerquelle bedeuten), aber diese Besitzer halten sich eher zurück,
um eventueller Häme zu entgehen !

Grüsse
Rainer
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Rainer Mumpitz » Mittwoch 11. Januar 2017, 03:17

Mintage hat geschrieben:Wenn man Rolands Erlebnisberichte auf Guitarworld liest - auf die man
unweigerlich stößt, wenn man bzgl. Supersonic/Probleme recherchiert -
dann fällt vor allem auf, das er sein Recht auf Behebung der Fehler nicht
in Anspruch genommen hat, bzw. die Möglichkeit den Amp umzutauschen
(davon ausgegangen, das er der Erstkäufer war !).

Zusätzlich hat er Leute daran basteln lassen, von denen er annahm,
das sie Techniker wären - all das führte zu dem Desaster.

Das Roland dem Amp klanglich nachtrauert, kann ich verstehen - das
er in Erwägung zieht, genau diese Bastelbude zurückzukaufen, macht
mich sprachlos ... !

Wenn ich bedenke, wie lange mich diese Berichte davon abhielten, einen
Supersonic überhaupt erst anzutesten !

Allerdings ist sein Amp ja von 2008 - und ab Oktober 2009 gab es ein Update
im Layout. Mein Top ist von 2012 und hat keinen Reverb, der wohl ein
Hauptübeltäter war...!

Wie bei jedem Produkt ist es im WWW so, das die Zufriedenen sich selten
zu Wort melden - ich bin überzeugt davon, das es bei Boutique-Amps jenseits
der 2.500,- Euro Klasse die gleichen Frusterlebnisse gibt (mehr Handarbeit kann
auch mehr Fehlerquelle bedeuten), aber diese Besitzer halten sich eher zurück,
um eventueller Häme zu entgehen !

Grüsse
Rainer


Naja, die Supersonics fallen da schon auf. Die ganzen Brot-und-Butter Amps von Fender wie Hot Rod Deluxe und Deville oder Deluxe und Twin Reissue sind ja bei weitem nicht so störungsanfällig wie die Supersonics (der 22er, den ich hatte war Baujahr 2016). Ich vermute einfach, dass Fender einen ambitionierten Zweikanäler auf den Markt bringen wollte, dabei aber schon bei der Entwicklung und dem Schaltungsdesign geschlampt hat und dann auch direkt den Rotstift angesetzt hat um ihn in einem bestimmten Markt- und Preissegment anbieten zu können. :(
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon kiroy » Mittwoch 11. Januar 2017, 09:05

Mintage hat geschrieben:Wenn man Rolands Erlebnisberichte auf Guitarworld liest - auf die man
unweigerlich stößt, wenn man bzgl. Supersonic/Probleme recherchiert -
dann fällt vor allem auf, das er sein Recht auf Behebung der Fehler nicht
in Anspruch genommen hat, bzw. die Möglichkeit den Amp umzutauschen
(davon ausgegangen, das er der Erstkäufer war !).
Nö, ich hatte den Amp (im Nov. 2008) gebraucht gekauft und im ersten halben Jahr lief er ja bzw. waren es nur die Röhren und ein paar kalte Lötstellen. :? Und dies war mein erster Röhrenamp seit über 35 Jahren!

Mintage hat geschrieben:Zusätzlich hat er Leute daran basteln lassen, von denen er annahm, das sie Techniker wären...
Was bleibt einem anderes übrig, wenn man sich nicht selbst rantraut? ;)
Die Leute, die ich daran basteln ließ, genießen übrigens (bis auf einen!) einen sehr guten Ruf in der Gitarristenwelt. Der eine ist ein in mehreren Foren bekannter und empfohlener Amp-Tech, der andere baut sehr hochwertige Amps (letzterer war dann der erfolgreichste).

Mintage hat geschrieben:Das Roland dem Amp klanglich nachtrauert, kann ich verstehen - das er in Erwägung zieht, genau diese Bastelbude zurückzukaufen, macht mich sprachlos...
Ich habe ja geschrieben "Manchmal überlege ich..." ;) So ganz todernst gemeint war das nicht. Obwohl schon ein bisschen Wehmut mitschwingt (alte Liebe rostet nicht). ;) Nachdem sich der Käufer nie gemeldet und beschwert hat (obwohl er nur wenige km entfernt wohnt), gehe ich davon aus, dass der Amp jetzt läuft. (zur Klarstellung: Ich habe den Käufer auf die vielen Reparaturen hingewiesen und zum Zeitpunkt des Verkaufs lief der Amp natürlich)

Mintage hat geschrieben:Allerdings ist sein Amp ja von 2008 - und ab Oktober 2009 gab es ein Update im Layout. Mein Top ist von 2012 und hat keinen Reverb, der wohl ein Hauptübeltäter war...!
Mein Amp war mindestens Baujahr 2007 oder früher (gab's die damals schon?). Wenn ich mich richtig erinnere, hatten die Tops schon immer keinen Reverb.
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon tommy » Mittwoch 11. Januar 2017, 13:04

Moin Roland,

wenn ich darüber nachdenke, wie sehr Du den Supersonic klanglich mochtest, kann ich nur zu dem Ergebnis kommen, dass Du Dir wieder einen holen solltest.
Alle Deine Alternativen scheinen ja doch eher einen Kompromiss darzustellen.
Ich persönlich würde wohl folgenden, zugegebenermaßen etwas mühseligen Weg einschlagen:

Als erstes würde ich versuchen einen Amptech zu finden, der ganz konkret an diesem Amp Fehlerbehebungen getätigt hat. Einen richtigen Supersonic Kenner!
Dieser Tec wäre dann meine sichere Rückfallstufe im Worst Case Falle. Bzw. er wird mir sagen können, ob die nachfolgenden Schritte überhaupt Sinn machen.
Mit diesem sicheren Gefühl unterm Arm würde ich dann ein Supersonic Toppteil (ohne Reverb und im Versandfalle besser händelbar) neu kaufen. Für mich kämen da nur Läden mit langer Garantiezeit und gutem Kundenservice in Frage. Thomann (u.a. 3 Jahre Garantie)?
Desweiteren würde ich mir eine Strategie zurechtlegen, die mir ggf. notwendige Retouren so leicht wie möglich machen. Man kann u.a. das Retourepaket auch abholen lassen. Das Verpackungsmaterial sollte wie ein Augapfel gehütet werden.
Nun würde ich mir tatsächlich solange Supersonic Amps schicken lassen, bis das perfekte Gerät bei mir eintrifft. Diese Maßnahme würde ich vorher mit dem Kundendienst ausgiebig besprechen. Meinen Gesprächspartner würde ich mir notieren, um ihn ggf. beim nächsten Fall wieder an die Strippe zu bekommen.
Ich glaube, ein Profimusiker würde es nicht anders machen. Think big! Es soll ja schließlich der Amp fürs Leben sein! Da wäre für mich der Aufwand zwar nervig aber lohnend.
So, jetzt heißt es hoffen, dass ich ein stabil laufendes Gerät bekomme. Im Reparaturfall, nach den 30 Tagen Moneyback, müsste ich es innerhalb der 3 jährigen Garantiezeit 2 mal zur Nachbesserung wegschicken bis das Recht der Kaufwandlung greifen würde. Dann erst hätte sich der Supersonic für mich wohl endgültig erledigt, es sei denn, der o.g. Amptech hätte die endgültige Reparaturlösung parat (wie gesagt, ich würde ganz am Anfang versuchen, in Erfahrung zu bringen, ob es die überhaupt gibt). Dann hieße es vor dem allerletzten Garantie Reparaturversuch (soweit ich weiß, verlängert sich die Garantie auch nach jeder Reparatur, d.h. DU bestimmst, wann Du die Schnauze voll hast, ohne Kosten zu haben!) noch einmal eine Entscheidung zu treffen. Ggf. Wandlung oder nach Ablauf der Garantie noch mal Geld in die Hand nehmen und den Amptech ranlassen. Hierfür würde ich mir etwas Rücklagen bilden.

Finanzieren würde ich das Ganze, lieber Roland, indem ich alles, was ich dann nicht mehr brauche, verkaufe. In Deinem Fall müsste das doch reichen.

Viel Blabla, ich weiß, aber das ging mir bei dem gesamten Thema schon die ganze Zeit durch den Kopf...und mir war gerade danach! :mrgreen:
Ich wollte Dir lediglich eine Möglichkeit aufzeigen, die aus meiner Sicht zumindest finanzielle Risiken ausschließen könnte.

Ich hoffe, das ist ok, dass ich das hier öffentlich schreibe aber vielleicht liest ja noch jemand mit, der richtig konkrete Hinweise geben kann (ein Supersonic versierter Amptech?).

ES MUSS DOCH IN DEUTSCHLAND IRGENDWO EINEN PERFEKTEN SUPERSONIC GEBEN! :twisted:


:prost:
LG Tommy


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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Wizard » Mittwoch 11. Januar 2017, 13:29

Hat denn nicht evtl. der Pfaelzer Connection zu so nem Teil? Der kennt doch alle möglichen Musiker! Und kommt auch noch halbwegs aus der Gegend.
Gruß Peter

immer noch aktuell: >>> leben und leben lassen <<<
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Mintage » Mittwoch 11. Januar 2017, 13:38

Wie bei Fender üblich, wurde die Supersonic-Serie nach einem Zyklus von
ca. 9 Jahren eingestellt (den 60er gab es von 2006 - 2015 neu zu kaufen).

Nur die 22er sind noch neu erhältlich, wohl weil der Trend zu "kleineren"
Amps noch anhält.
Dir neue Bassbreaker-Serie ist klanglich eine völlig andere Baustelle, auch
das 30er u. 45 er Top klingen anders, da sie es british versuchen ;-)

Bin mal gespannt, wie lange die Hotrods u. die Bassbreaker noch in Mexico
gefertigt werden, wo doch Mr. Trump dies "verhindern" will ;-)

Grüsse
Rainer
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Magman » Mittwoch 11. Januar 2017, 14:02

Wizard hat geschrieben:Hat denn nicht evtl. der Pfaelzer Connection zu so nem Teil? Der kennt doch alle möglichen Musiker! Und kommt auch noch halbwegs aus der Gegend.


Peter wen. Du den Jörg meinst, der arbeitet bei Karl Dieter im Gitarrenstudio Neustadt. Dort läuft auch ein SuperSonic22, bislang ohne Probs.

Ansonsten bin ich ganz bei Tommy was Rolands Amp angeht. Ein 22er reicht da auch dicke aus. Neu kaufen, zB beim T und dann erst mal 3 Jahre Ruhe. Thomann hat einen ganz vorzüglichen Service und auch gute Techniker. Mein BB07 wurde auch dort repariert. Wo auch sonst, Fender hat ja keinen Service mehr in D.
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Manuel » Mittwoch 11. Januar 2017, 14:23

So sehe ich das auch. Neu kaufen und erstmal Ruhe im Karton.
Bei einem neuen Combo für 1.400 Euro sollte man im Falle eines Falles einen ordentlichen Service erwarten können ...
Zuletzt geändert von Manuel am Mittwoch 11. Januar 2017, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungen zum Supersonic 22 und 60 (TOP)

Beitragvon Mintage » Mittwoch 11. Januar 2017, 14:52

Magman hat geschrieben:
Wizard hat geschrieben:Hat denn nicht evtl. der Pfaelzer Connection zu so nem Teil? Der kennt doch alle möglichen Musiker! Und kommt auch noch halbwegs aus der Gegend.


Peter wen. Du den Jörg meinst, der arbeitet bei Karl Dieter im Gitarrenstudio Neustadt. Dort läuft auch ein SuperSonic22, bislang ohne Probs.

Ansonsten bin ich ganz bei Tommy was Rolands Amp angeht. Ein 22er reicht da auch dicke aus. Neu kaufen, zB beim T und dann erst mal 3 Jahre Ruhe. Thomann hat einen ganz vorzüglichen Service und auch gute Techniker. Mein BB07 wurde auch dort repariert. Wo auch sonst, Fender hat ja keinen Service mehr in D.


Da Roland dem 60er klanglich nachtrauert, wird er beim 22er feststellen, das dieser völlig anders klingt:
bei 22W Leistung via 2x6V6 -Röhren, ist der Headroom ein deutlich anderer, auch wenn der 22er gut klingt !

Die Umschaltung im Clean-Kanal zwischen Vibrolux u. Bassman-Mode hat der 22er nicht, er versucht dort, den Deluxe
Reverb abzubilden, der mit Gain-Pedalen völlig anders umgeht.
Und zuguterletzt hat der 22er keinen regelbaren Send/Return, also fällt auch die Nutzung als zweite Lautstärke-Regelung
weg...!

Er sollte sich den 22er vor allem im Bandkontext zu Gemüte führen. Ist ein Drummer dabei, dann könnte es ihn
evtl. enttäuschen ;-)

Grüße
Rainer
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