Seite 6 von 7

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 15:27
von Magman
Von bekannten Amptechnikern weiß ich, das ptp Amps von der Machart her tolle und auch servicefreundliche Amps sind. Aber sie haben einen winzigen Nachteil, keiner klingt meist wie der andere. Drei TAD Bausätze eines DR zB werden nie gleich klingen, was nichts damit zu tun hat, das sie nicht gut klingen. Das ist Fakt!
Aber gut und sauber aufgebaute Platinenamps können mindestens genau so lange halten und auch servicefreundlich sein, wie der Puretone zB, oder aber auch die Brunetti Amps. Viele Amps bekannter Hersteller sind billigst aufgebaut, oft mit allerbilligsten Massenteilen. Ich hätte bis vor kurzem noch gerne nen Tausender für einen sauber und hochwertig aufgebauten Bassbreaker gezahlt. Ich war ja absolut zufrieden und hatte einen Sound der mich sehr inspirierte.
Jetzt habe ich mich von den Röhren verabschiedet und bin darüber absolut nicht unglücklich. Ich schalte meinen Amp ein und habe immer den gleichen für mich geilen Sound. Und dass bei allerbester Verarbeitung, 100 Prozent made in Germany, zu fairen Preisen und dazu noch bei top Service. Darauf lege zumindest ich mittlerweile höchsten Wert als aktiver Musiker!

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 15:35
von Gutmann
Zur Bauqualität hat sich bei tubetown schon jemand die Mühe gemacht das auseinanderzunehmen und zu beurteilen:

http://www.tube-town.de/ttforum/index.p ... 123.0.html

Da geht's aber vorwiegend um den Black magick. Das klingt eigentlich im Großen und ganzen positiv. Soweit ich das deuten kann.

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 16:04
von SilviaGold
Hm...Boutique - Billig (BB)

Billiger Amp ist gut - weil man sich sagen kann - habe ich für ein wenig erstanden... klingt aber superb.
Boutique Amp ist gut - weil man sich sagen kann - ich habe jetzt Oberligapreisklasse gekauft.... klingt jetzt suberb.

....für Beide finden sich hunderte Argumente - die dafür und dagegen sprechen ;)
Es gibt Menschen die können sich alles schönreden - fast beneidenswert - wie es grade passend ist, so kann argumentiert u. ggf umgeschwenkt werden.
Am schlimmsten finde ich bei Diskussionen über Amps, Pedale und Gitarren, grade diese zwei Hypes (BB) - also den finanziellen Aspekt.

Der Wert von Sachen ist sicherlich auch besonders persönlich, aber versucht man mal, soweit möglich, eine andere Perspektive einzunehmen als:
"Grade gesehn - Will ich haben" "Find ich geil" "Ist mein Traum..." "Ein einzigartiges alte Vintageschätzchen..." "Spielte schon Jimi X" .. ergibt sich auch ein ganz anders Bild. Aber diesen Abstand, Zeit und am besten: die eigene Untersuchung (Test) muss man sich nun halt für ein Urteil nehmen... sonst gibts meist ein schnelles Vorurteil.

Man kann natürlich auch den eigenen Blickwinkel dauernd verlegen... mal geht es um Klangqualität, dann um Aussehen, dann ums Gewicht.... usw. :lol:
"Klingt gut für den Preis" Aussagen sind immer die "lustigsten"... :mrgreen: ....glücklicherweise nehme ich das alles nicht mehr so ernst :)

One for the Money two for the show... The show ...must go on :mrgreen:

Ich jedenfalls...
werde meinen neu erstandenen Chinaröhrenampboliden :rofl: in der legendären Quakenbrücker Hall of Fame bereitstellen!

... nein ein Chupro ist es nicht :P

LG Andrea

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 16:40
von Diet
Duke hat geschrieben:Hi Diet,

würde vermuten, dass alleine die Trafos und Ausgangsübertrager, wenn man was gutes á la Mercury nimmt, schon deutlich mehr als 500,- Euro kosten. :kopf_kratz01:

Der bleibt jetzt jetzt definitiv -sehr cooler Thread... 8-) :D


Hi,

ich denke nicht.
In meinem SF DR hab ich einen stärkeren Mercury OT eingebaut, der für einen Tweed Pro passt.
Für den hab ich damals keine 50 Euro bezahlt.

Ich hab übrigens auch gar nichts gegen Platinen. Ich glaube nicht, dass Point to Point
grundsätzlich besser klingt oder so.
Ich hab nur was dagegen, wenn man da alles raufklatscht.
Also auch die Potis und Röhrensockel. Da kann ich subjektiv auch nicht mehr von
Servicefreundlichkeit reden.
Das trifft für mich z.B. auch auf viele Effektpedale zu.

Gruß Diet

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 17:31
von Wizard
Diet hat geschrieben:In meinem SF DR hab ich einen stärkeren Mercury OT eingebaut, ...

Wollte ich dich schon länger fragen: Was war der Grund?

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 17:42
von Diet
Wizard hat geschrieben:
Diet hat geschrieben:In meinem SF DR hab ich einen stärkeren Mercury OT eingebaut, ...

Wollte ich dich schon länger fragen: Was war der Grund?


Hi Peter,

da steht alles dazu:
http://www.guitartest.de/Fender%20Deluxe%20Reverb%20OT%20Mercury%20Magnetics.htm

Ich hab übrigens gerade mal etwas gesucht und keine Bezugsquelle mehr in D für Mercury Trafos gefunden.
Und die Preise haben wohl tatsächlich deutlich angezogen.
Ein Netztrafo für einen DR kostet bei TAD schon 110 Euro.
Ausgangsübertrager sind auch kaum unter 100 Euro zu finden.
Also kommt man bei so einem kleinen Amp wohl auch schon nur für die Trafos auf über 200 Euro.

Gruß Diet

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 18:16
von Mintage
Moin,

"point-to-point" - Verdrahtung interessiert doch eh nur diejenigen, die einen alten Marshall/Fender/Vox -Sound der 60er oder noch früher haben/reproduzieren wollen...!

Alle (!) Marshalls ab 1975 haben Platinenbauweise - ich habe noch keinen sagen hören, das der JCM800-benchmark-Sound deswegen kränkelt ;-)

Die ersten Soldano SLO100 werden nächstes Jahr 30 (!) Jahre alt - und sie klingen
bzw. funktionieren göttlich ... !

So ziemlich jeder Mesa Boogie seit 1980 hat sogar die Röhrensockel der
Vorstufenröhren auf der Platine stehen - und die werden dafür von keiner Seite angemacht...!
Und die Preise für Platinenamps a la Diezel zahlt auch nicht jede Krankenkasse ;-)

Will sagen: Handverdrahtung hilft im Reparaturfall - ist aber kein Garant
für guten Sound bzw. Roadtauglichkeit !

Grüße
Rainer

- Fender Super 60, seit 1990 ohne Probleme im Live-Alltag
- Fender Super Amp sei 1994 ebenso
- Fender Supersonic60 Head seit 2012 mit mehr als 80 Gigs a 5 Stunden
ohne jede Probleme - und das sind alles Platinenamps ;-)

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 18:54
von Deluxeplayer
Hi!

Mintage hat geschrieben:...

- Fender Super 60, seit 1990 ohne Probleme im Live-Alltag
- Fender Super Amp sei 1994 ebenso
- Fender Supersonic60 Head seit 2012 mit mehr als 80 Gigs a 5 Stunden
ohne jede Probleme - und das sind alles Platinenamps ;-)


Man sollte ruhig dazu sagen, dass das alles Platinenamps DEUTLICH diesseits der 1500,- €-Marke sind/waren ;)

Für 1500,- € ist die Auswahl an schönen, gut-klingenden, hand-verdrahteten Amps dagegen SO groß, dass ich über die neuen Supros mit ihren Fantasie-Preisen gar nicht groß diskutieren mag :prost:

LG - C.

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 19:34
von THB
Magman hat geschrieben:Jetzt habe ich mich von den Röhren verabschiedet und bin darüber absolut nicht unglücklich. Ich schalte meinen Amp ein und habe immer den gleichen für mich geilen Sound. Und dass bei allerbester Verarbeitung, 100 Prozent made in Germany, zu fairen Preisen und dazu noch bei top Service. Darauf lege zumindest ich mittlerweile höchsten Wert als aktiver Musiker!


Unterschreib mit jeder Menge Ausrufezeichen! Einer von zwei Amps, wo ich mit Hersteller/ Firmeninhaber himself Kontakt hatte - wobei J. Lang mich angerufen hat um mein Problem zu erörtern.... Der Service bei PCL ist einfach VORBILDLICH - auch für die deutsche Dienstleistungswüste...

Re: Supro Amps

BeitragVerfasst: Sonntag 23. April 2017, 22:14
von Duke
Also, die hätte ich jetzt gefunden:
http://www.mercurymagnetics.com/pages/mainframe.htm

O. k., ist unter 500,- aber schon teuer.

Wobei ich mich mit den Details gar nicht beschäftigt habe, bzw. beschäftigen mag, hab zum Glück nen Amp, der für mich o. k. ist.

In den Details zu Röhrenamps kann man echt absaufen, wenn man sich nicht auskennt. :kopf_kratz01:

Ne coole Materie ist es schon, wird mir aber wohl verschlossen bleiben... :prost: