Ein paar Worte zur G&L Tribute Fallout

Besprechungen von getestetem Gitarren-Equipment

Ein paar Worte zur G&L Tribute Fallout

Beitragvon telly45 » Samstag 10. Dezember 2016, 08:50

Liebe Budisten,

besagte Gitarre habe ich mir mal kommen lassen, weil mich das Konzept sowie die positiven Tests interessiert haben. P90 am Hals und splittbarer Humbucker am Steg, ein Mahagoni Korpus sowie ein klassischer geschraubter Ahorn-Palisander-Hals in Fendermensur.

Die Gitarre war soweit ordentlich verarbeitet, Gewicht freundliche 3,2 kg. Die Bundenden hätten auf jeden Fall aber einer Nachbearbeitung bedurft, da sie doch leicht scharfkantig waren. Der Sattel war für meinen Geschmack nicht tief genug ausgeschnitten, so dass eine sportlich tiefe Saitenlage nicht aus der Box heraus realisierbar ist. Potis, Schalter und Tuner machen sonst einen vernünftigen Eindruck.

Die Fallout hat einen recht kräftigen Hals mit einem rundlichen C-Profil. Das Korpusdesign finde ich sehr gelungen, schnittig und zierlich und es passt sich sehr gut der Körperform an. Die PUs haben einen recht hohen Output. Der HB ist trotz eigener Fertigung dem JB von SD nachempfunden, ein PU, den ich persönlich nicht so mag. Er schiebt mächtig im Zerrbereich und passt auf dieser Gitarre recht gut zum Hals PU, einem P90 aus ebenfalls eigener Fertigung. Dieser bringt das von dieser PU-Art erwartete Klangbild und tönt sowohl clean wie verzerrt sehr gehaltvoll. Die Mittelstellung ist ebenfalls gelungen, rund und Fett für crunchy Sounds mit FullHB, mehr teleesk im Splitmodus des HB. Der gesplittete HB fällt übrigens im Pegel nicht nennenswert ab, G&L spricht auch von einem Coiltap statt einem Splitting. So geschaltet dünnt sich der Sound des HB merkbar aus, wird deutlich höhenreicher. Das geht dann schon etwas in Richtung eines Tele- bis Strat-SC, muss aber für meinen Geschmack auch mit dem Toneregler eingefangen werden für einen ausgewogenen Sound.

Conclusio:
Klanglich eine nette Gitarre, wenn man mit dem doch recht bratenden Steg-HB leben kann. Für eine wirklich komfortable Bespielbarkeit wären die Grundvoraussetzungen gegeben, was Halsprofil und Korpusform anbelangt. Leider verhindern dies die beschriebenen Mängel mit Sattel und Bundenden, so dass hier auf jeden Fall Nacharbeiten notwendig wären.

Daher geht die Gitarre wieder zurück, weil ich keine Lust auf die beschriebenen Nacharbeiten habe und klanglich sich für mich kein echter Mehrwert eingestellt hat.
Gruß Rainer
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Re: Ein paar Worte zur G&L Tribute Fallout

Beitragvon Gutmann » Samstag 10. Dezember 2016, 09:25

Für dich geht halt einfach kein Weg an der Telly vorbei ;)
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Re: Ein paar Worte zur G&L Tribute Fallout

Beitragvon telly45 » Samstag 10. Dezember 2016, 09:52

Gutmann hat geschrieben:Für dich geht halt einfach kein Weg an der Telly vorbei ;)


Oh doch, aber da bin ich mit meiner HSS Strat von Blade schon bestens versorgt :thumbs:
Gruß Rainer
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