Gitarren und recording

Produktion, Homerecording & PA

Gitarren und recording

Beitragvon Diet » Sonntag 26. Februar 2017, 14:40

Moin,

Duke hat geschrieben:Echt bemerkenswert, wie einfach ich mit der Gitarre im Recording klar komme. Klingt immer direkt gut und passend - sehr fein.


Moin,

im Epiphone Thread hab ich gerade den Satz oben von Duke gelesen...
diesen Effekt kenne ich auch und ich finde den schon seit längerem ziemlich verblüffend.

Bei mir ist es so, dass bestimmte Gitarren beim Recording herausstechen, die passen irgendwie immer.
Und das sind nicht die, die mir im Bandkontext am besten passen.
Find ich merkwürdig :kopf_kratz01:

Kennt das noch jemand so?

Gruß Diet
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Re: Gitarren und recording

Beitragvon Loki » Sonntag 26. Februar 2017, 16:46

Nicht besonders extrem jedoch merklich.

Ich habe den Verdacht, dass meine Lautsprecher (Pilot 401, die alten) daran schuld sind. Bei der Wiedergabe der Aufnahme zB meiner Sigma oder der Düsenberg klingt es deutlich anders, irgendwie flacher, als ich es beim Einspielen im Ohr hatte. Bei der Nash ist dagegen kaum ein Unterschied.

Nahfeldmonitore habe ich keine, vll ist der Effekt da nicht da.
Lust ist, wenn ich spiele. Frust ist, wenn ich mich höre
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Re: Gitarren und recording

Beitragvon tommy » Sonntag 26. Februar 2017, 17:11

Ich kann mir vorstellen, dass bei guten, Bandkontext tauglichen Gitarren einfach mehr Leben, Druck und Dynamik aus den Speakern kommt. Das macht die Aufnahme, speziell mit Mikro, anspruchsvoller bzw. schwieriger.
LG Tommy


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Re: Gitarren und recording

Beitragvon Diet » Sonntag 26. Februar 2017, 18:27

tommy hat geschrieben:Ich kann mir vorstellen, dass bei guten, Bandkontext tauglichen Gitarren einfach mehr Leben, Druck und Dynamik aus den Speakern kommt. Das macht die Aufnahme, speziell mit Mikro, anspruchsvoller bzw. schwieriger.


Moin,

das hieße ja, schlechte Gitarren sind besser fürs Aufnehmen :P ;)

Meine Heritage Eagle Archtop aus massiven Hölzern ist ein totales Dynamikmonster.
Bei Aufnahmen ist immer der totale Jazzton mit großer Tiefe sofort da.
In der Band hab ich sie mehrmals für Jazzinstrumentals eingesetzt und war nie wirklich zufrieden,
obwohl das ja eigentlich sozusagen die perfekte Gitarre für sowas sein sollte.

Mit meiner ES 135 fühl ich mich in der Band immer pudelwohl, da passt für mich immer alles. Egal wo und wann, ob Jazzstandard, Funk oder Bluesrock.
Bei Aufnahmen bin ich aber nur ganz selten mal wirklich zufrieden mit ihr.

Die einzige Gitarre, die mich in allen Bereichen eigentlich immer zufrieden macht ist meine Mexico 60´s Classic Tele.
Die passt eigentlich immer, das ist eine Allroundwaffe.
Eine maple 50s Tele hab ich auch, die ist wiederum eher nur für Aufnahmen gut.

Dabei geht es, so wie ich das empfinde nicht um Dynamik, Ansprache, Tonentfaltung oder so. Das sind alles klasse Gitarren, deshalb hab ich sie.
Es geht einfach um den Klang an sich :kopf_kratz01:

Ist wohl der Bereich Esotherik und vielleicht liegts einfach nur an mir :? :D

Gruß Diet
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Re: Gitarren und recording

Beitragvon Duke » Sonntag 26. Februar 2017, 23:47

Esoterik - glaub ich irgendwie nicht. :kopf_kratz01:
Sehr interessantes Thema, fraglich ob es auf Interesse stößt - aber mal schauen...

Hatte sicherlich seinen Grund, warum Page mit seiner Tele und dem Supro aufgenommen hat und nicht mit ner Paula und nem 100 Watt Plexi.

Ist bei einer Aufnahmersession halt nicht förderlich, wenn die Scheibe zum "Regieraum" anfängt Risse zu bekommen und der Putz von den Wänden bröckelt. ;)

Gitarrenaufnahmen sind halt schwierig. :shock:
Mit meiner Epi geht das relativ leicht von der Hand.
Meine anderen Gitarren klingen allesamt auch sehr gut. Gerade meine Paula sogar immer überragend. Es sind aber halt Bühnengitarren und nach den für mich wichtigen Kriterien, die eher das Handling und die Dynamik betreffen ausgewählt.
Man muss halt für Aufnahmen immer etwas schrauben, insbesondere halt beim Thema Dynamik.

Bei der EPI hab ich das Gefühl, die würde schon einfach ins Pult gespielt ordentlich klingt. Liegt sicherlich am etwas komprimierteren, griffigen und vollen Ton, den sie produziert. Das komprimierte ist gar nicht negativ gemeint, sondern einfach bauartbedingt.
Live würde ich sie, glaube ich zumindest, nicht spielen wollen, es sei des es ist ein eher akustisches Umfeld, also in meinem Fall nie. ;)

Live, mit einem dynamischen Drummer, bleib ich dann doch lieber beim Bewährten...
LG
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Re: Gitarren und recording

Beitragvon partscaster » Montag 27. Februar 2017, 12:30

Es gibt in allen Bereichen Instrumente, Verstärker, Mikrofone, die fürs Aufnehmen einfach besser funktionieren als andere. Es ist ja auch ganz und gar nicht unüblich, dass Instrumente ausschließlich im Studio eingesetzt werden.

Auch Drummer haben oft Snares, Becken oder sogar ganze Sets, die live nicht unbedingt taugen, aber "auf Band" großartig funktionieren.

Das ist schon nachvollziehbar und ein Grund mehr, alles zu horten... :mrgreen:

Grüße
Michael
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Re: Gitarren und recording

Beitragvon Manuel » Montag 27. Februar 2017, 12:39

partscaster hat geschrieben:Es ist ja auch ganz und gar nicht unüblich, dass Instrumente ausschließlich im Studio eingesetzt werden.


..oder sogar extra dafür gebaut wurden, siehe Les Paul Recording.
Grusz,

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Re: Gitarren und recording

Beitragvon Duke » Montag 27. Februar 2017, 22:34

Manuel hat geschrieben:
partscaster hat geschrieben:Es ist ja auch ganz und gar nicht unüblich, dass Instrumente ausschließlich im Studio eingesetzt werden.


..oder sogar extra dafür gebaut wurden, siehe Les Paul Recording.


Ummh, war das nich damals eher Maketing, also so nach dem Motto, "Wenn keiner hinschaut, also im Studio, kann man auf die ganzen schönmachenden, wertigen Merkmale verzichten"? :kopf_kratz01:

Bei ner Casino ist es ja auch kein Glücksspiel, ob man einer gute bekommt oder nicht und eine Sheraton spielt man auch nicht nur bei Easy-Listening-Jazz in der Hotellobby... :lol02:
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Re: Gitarren und recording

Beitragvon setneck » Dienstag 28. Februar 2017, 06:44

Hatte die LP Recording nicht aktive PUs - wie die Personal, die der Namensgeber in ähnlichen Varianten tasächlich gespielt hat?
Dem war Optik als alter Bastler wohl bis zu einem gewissen Grad wurscht.
Schöne Jrööss,
Thomas
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Re: Gitarren und recording

Beitragvon Manuel » Dienstag 28. Februar 2017, 08:03

Duke hat geschrieben:Ummh, war das nich damals eher Maketing, also so nach dem Motto, "Wenn keiner hinschaut, also im Studio, kann man auf die ganzen schönmachenden, wertigen Merkmale verzichten"? :kopf_kratz01:


Das war die Studio, nicht die Recording.

setneck hat geschrieben:Hatte die LP Recording nicht aktive PUs - wie die Personal, die der Namensgeber in ähnlichen Varianten tasächlich gespielt hat?
Dem war Optik als alter Bastler wohl bis zu einem gewissen Grad wurscht.


Jepp, aktive PUs und optischwar die wirklich nicht so der große Wurf.

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