Hense Guitar Picks aus Milchstein

Gurte, Plektren, Sensationen - alles rund um die Gitarre, was nicht Gitarre, Amp oder FX ist

Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon Magman » Samstag 12. Dezember 2015, 15:02

Da ich mittlerweile wieder auf Triangle Picks umgestiegen bin habe ich mal geschaut was es so alles gibt auf dem Markt. Ich spiele die weißen Chicken Picks mit großer Begeisterung seit nun fast einem Jahr bin aber immer offen für Neues.
Ich besitze noch einige dieser sehr raren Picks aus echtem Schildpatt (Schildkrötenpanzer) welche seit vielen Jahren mit Recht verboten sind. Ihr Sound allerdings ist bislang unerreicht. Ab und an nehme ich wieder mal eins in die Hände und spiele ein wenig und vergleiche auch den Ton mit meinen. Da ist schon ein deutlicher Unterschied zu hören.

Von Hense gibt es Picks die nicht nur genau so aussehen wie Schildpatt sondern sich auch so anfühlen und so klingen sollen. Diese sind aus Milchstein, auch Galalith genannt. Das ist ein sehr harter Kunststoff in der Art wie Horn. Wurde 1897 eher durch Zufall entwickelt.
Martin Hense der seine Firma Happyturtle nennt stellt seine Plektren genau aus diesem Material her. Sie haben wunderschöne Farben, dürfen aber nicht gewaschen oder in Wasser gelegt werden da sie sonst in Mitleidenschaft gezogen werden. Handschweiß oder sonstiges macht ihnen aber gar nichts aus. Sie sind extrem robust und spielen sich so gut wie nicht ab. Man sagt, ein Pick würde ein ganzes Jahr und länger standhalten. Das wird sich zeigen, denn ich habe mir zwei zum Test gekauft. Da dieses Material schwer zu verarbeiten ist und es regelrecht kleine Kunstwerke sind verlangt man für ein Plektron satte 14,50 Euro. Dafür bekommt man sonst ein Dutzend bunter Picks. Aber keine die so gut aussehen und so gut klingen! Für Gitarristen die ihren Ton samt Spiel verbessern möchten sind diese Plektren allerdings sehr interessant. Bislang hatte ich kein Pick welches so nah an dem original Sound von Schildpatt lag. Eigentlich hört man keinen Unterschied mehr. Auch fassen sie sich genau so an. Wirklich verblüffend!

Es gibt mehrere Formen und Stärken dieser Milchstein Plektren. Hier geht's zum Blog von Martin Hense: http://www.happyturtlepick.de

Vielleicht hat ja jemand von hier Interesse mal eins zu testen. Gregor Hilden hat welche und auch Martins Musikkiste (Martin Hense) von welcher meine stammen.

So sieht mein Triangle Pick aus. Ich wünschte es mir allerdings ein bisschen kleiner. Es hat eine Größe von 32mm. 25mm wären für mich ideal denn so sind meine Chicken Picks von der Größe her. Vielleicht erhört man mich ja ;)

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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon Diet » Samstag 12. Dezember 2015, 17:35

Magman hat geschrieben:Da ich mittlerweile wieder auf Triangle Picks umgestiegen bin habe ich mal geschaut was es so alles gibt auf dem Markt. Ich spiele die weißen Chicken Picks mit großer Begeisterung seit nun fast einem Jahr bin aber immer offen für Neues.
Ich besitze noch einige dieser sehr raren Picks aus echtem Schildpatt (Schildkrötenpanzer) welche seit vielen Jahren mit Recht verboten sind. Ihr Sound allerdings ist bislang unerreicht. Ab und an nehme ich wieder mal eins in die Hände und spiele ein wenig und vergleiche auch den Ton mit meinen. Da ist schon ein deutlicher Unterschied zu hören.

Von Hense gibt es Picks die nicht nur genau so aussehen wie Schildpatt sondern sich auch so anfühlen und so klingen sollen. Diese sind aus Milchstein, auch Galalith genannt. Das ist ein sehr harter Kunststoff in der Art wie Horn. Wurde 1897 eher durch Zufall entwickelt.
Martin Hense der seine Firma Happyturtle nennt stellt seine Plektren genau aus diesem Material her. Sie haben wunderschöne Farben, dürfen aber nicht gewaschen oder in Wasser gelegt werden da sie sonst in Mitleidenschaft gezogen werden. Handschweiß oder sonstiges macht ihnen aber gar nichts aus. Sie sind extrem robust und spielen sich so gut wie nicht ab. Man sagt, ein Pick würde ein ganzes Jahr und länger standhalten. Das wird sich zeigen, denn ich habe mir zwei zum Test gekauft. Da dieses Material schwer zu verarbeiten ist und es regelrecht kleine Kunstwerke sind verlangt man für ein Plektron satte 18 Euro. Dafür bekommt man sonst ein Dutzend bunter Picks. Aber keine die so gut aussehen und so gut klingen! Für Gitarristen die ihren Ton samt Spiel verbessern möchten sind diese Plektren allerdings sehr interessant. Bislang hatte ich kein Pick welches so nah an dem original Sound von Schildpatt lag. Eigentlich hört man keinen Unterschied mehr. Auch fassen sie sich genau so an. Wirklich verblüffend!

Es gibt mehrere Formen und Stärken dieser Milchstein Plektren. Hier geht's zum Blog von Martin Hense: http://www.happyturtlepick.de

Vielleicht hat ja jemand von hier Interesse mal eins zu testen. Gregor Hilden hat welche und auch Martins Musikkiste (Martin Hense) von welcher meine stammen.

So sieht mein Triangle Pick aus. Ich wünschte es mir allerdings ein bisschen kleiner. Es hat eine Größe von 32mm. 25mm wären für mich ideal denn so sind meine Chicken Picks von der Größe her. Vielleicht erhört man mich ja ;)

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Hi,

das ist ja riesig :shock:
Für mich ist das nix.
Ich spiel schon ewig die ganz kleinen ;)
http://www.guitartest.de/Das%20Plektrum,%20dass%20ich%20benutze.htm

Gruß Diet
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon Pommes Spezial » Sonntag 13. Dezember 2015, 13:30

Danke für den Tipp!

Ich persönlich kann ja gar nicht nachvollziehen, warum Picks nicht mehr Beachtung finden, wenn es um den eigenen Ton geht. Hier haben wir ein Teil, das physikalisch den Klang startet und so zwangsläufig einen Einfluss auf den Klang hat - ganz ohne Voodoo und vom anderen Spiefgefühl durch unterschiedliche Pleks mal ganz zu schweigen.

Daher freue ich mich, hier nochmals etwas ausprobieren zu können. :banana02:
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon Magman » Sonntag 13. Dezember 2015, 14:11

Das ist absolut kein Voodoo, aber anderseits für viele auch nicht wirklich nachvollziehbar. Es ist immerhin nur ein Plektron :roll: :P
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon bluesation » Sonntag 13. Dezember 2015, 14:18

Pommes Spezial hat geschrieben:Ich persönlich kann ja gar nicht nachvollziehen, warum Picks nicht mehr Beachtung finden, wenn es um den eigenen Ton geht. Hier haben wir ein Teil, das physikalisch den Klang startet und so zwangsläufig einen Einfluss auf den Klang hat - ganz ohne Voodoo und vom anderen Spiefgefühl durch unterschiedliche Pleks mal ganz zu schweigen.


+1
Hab ja ständig eine Auswahl von min. 12 Picks griffbereit. Je nach Lust und Laune und ggf. Gitarre greife ich dann zu. Durch die Auswahl des Picks läßt sich schnell mal der Sound in die eine oder andere Richtung schieben. Vom Spielgefühl mal abgesehen. Bei mir ist es so, dass je kleiner das Pick, desto weiter vorne packe ich es und desto größer weiter hinten, was natürlich auf den Sound wirkt.

Im Thread zu den ChickenPicks sagte ich es bereits, solche Butiekpreise gebe ich aber nicht für 1 Pick aus.
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon partscaster » Sonntag 13. Dezember 2015, 14:29

Magman hat geschrieben:Das ist absolut kein Voodoo, aber anderseits für viele auch nicht wirklich nachvollziehbar. Es ist immerhin nur ein Plektron :roll: :P


Die sind aber ja näher am Geschehen und an der Ton(e)erzeugung, als jedes Pedal, Kabel... :mrgreen: Ich habe ne große Kiste mit Plektren in allen möglichen Formen, Stärken, Größen und kaufe regelmäßig andere um die auszuprobieren. Da kann man schon viel mit erreichen.

Mit Dunlop Nylons z.B. klingt jede Gitarre dunkler und runder, mit harten Picks kann man gezielt mehr Höhen rausholen, mit den Tortex Standards verändert sich IMHO das Mittenspektrum. Ganz bewusst einsetzen tue ich das bei der Akustikgitarre, da wechsle ich Live zwischen 3-4 verschiedenen Picks und Fingerstyle. Bei einem etwas Gypsy-Jazz angehauchten Stück spiele ich das Solo mit einem ganz harten, dickeren Pick, was, finde ich, diesen speziellen, etwas "harten" Ton bringt. Und bei einer fragilen Strumming-Ballade im Set spiele ich gern ein ganz dünnes Dunlop Nylon, weil das so ein ganz leises, weiches und ausgeglichens Klangbild gibt.
Sicher alles nur "gröbere Nuancen", aber es macht Spaß. :mrgreen:

Da ist so ein Tipp sehr willkommen! :thumbsup03:

Edit: Noch eine interessante Sache: Während ich auf einer Fender-Mensur auch mit ganz dünnen/medium Picks so ziemlich alles machen kann, habe ich bei kürzeren Mensuren Probleme bei der Kontrolle durch die geringere Saitenspannung. Das Problem lässt sich bei mir durch ein dickeres Plektrum komplett kompensieren. Wer also Probleme hat mit z.B. schnellen Anschlägen, sollte ruhig mal experimentieren.

Lieben Gruß
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon telly45 » Sonntag 13. Dezember 2015, 15:38

Ich habe da auch ewig rumprobiert und mittlerweile mein Pick gefunden, das Black Ice von Planet Waves. Und die Soundunterschiede sind teilweise schon erheblich, insofern lohnt sich das Testen.
Gruß Rainer
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon Magman » Sonntag 13. Dezember 2015, 18:12

partscaster hat geschrieben:Da ist so ein Tipp sehr willkommen! :thumbsup03:


Pommes Spezial hat geschrieben:Danke für den Tipp!


Danke, ich dachte schon ich schreibe für mich selbst :roll:

Anderseits hat wohl hier noch niemand ein echtes Schildpatt Plektron gespielt, oder? Der Sound ist tatsächlich unerreicht. Blackmoore oder auch Thomas Blug spielen die u.a. in Pentagon Form und es ist mit ein Stück ihres besonderen Sounds. Schildpatt bekommt man nur noch auf dem "Schwarzmarkt" und teils gehen Picks für über 50 Euro pro Stück über den Tisch :roll:

Die Hense klingen wirklich genau so und die armen Schildkröten werden verschont :thumbsup03:
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon partscaster » Sonntag 13. Dezember 2015, 18:46

Magman hat geschrieben:

Anderseits hat wohl hier noch niemand ein echtes Schildpatt Plektron gespielt, oder?


Nee, bisher nicht. Die Schildkröten, die mir bisher begegnet sind, lebten alle noch. Die wären also etwas unkomfortabel gewesen. Und man sollte gereizte Schildkröten nicht unterschätzen... glaub ich :shock: :lol: Wie würdest du denn den Unterschied zu Kunststoff beschreiben?

Lieben Gruß
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Re: Hense Guitar Picks aus Milchstein

Beitragvon Chief Wiggum » Sonntag 13. Dezember 2015, 19:50

Anderseits hat wohl hier noch niemand ein echtes Schildpatt Plektron gespielt, oder? Der Sound ist tatsächlich unerreicht. Blackmoore oder auch Thomas Blug spielen die u.a. in Pentagon Form und es ist mit ein Stück ihres besonderen Sounds.


Das ist für den Tierschutz jetzt wenig hilfreich.
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