Gitarrengurte

Gurte, Plektren, Sensationen - alles rund um die Gitarre, was nicht Gitarre, Amp oder FX ist
kunstetter

Re: Gitarrengurte

Beitrag von kunstetter » Freitag 23. März 2018, 20:52

Wirklich chique. Ich habe sowas gerade in eher günstig beim t. geschossen:
"Planet Waves 50PLB06 Guitar Strap Tweed".

Cool ist das integrierte Locking System, das meinem eher sanften Behandlungsstil wohl genügt. Aber in puncto Eleganz kann es nicht mithalten, da ist das obige schon echt porno.

kunstetter

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setneck
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Gitarrengurt anpassen

Beitrag von setneck » Samstag 7. April 2018, 08:39

Hallo zusammen,

ich bin ein bekennender Freund von breiten Gitarrengurten aus schickem (klar, Geschmacksache) Leder. So weit, so gut.
Nun trage ich die Gitarren recht hoch. Neben dem Problem, gefallende Gurte zu finden, sind die meisten - auch in der kürzesten Einstellung - zu lang, es fehlen also Schlitze für die Schluppe (heißt da so?). Bis jetzt habe ich dann neue hinzugefügt, in dem ich mit einer Lochzange zwei Löcher gestanzt und dazwischen mit einem Teppichmesser möglichst gerade weggeschnitten habe. Funktioniert, sieht aber immer "gefrickelt" aus.
Hat hier jemand eine Idee, wo ich solche Schlitze professionell hinzufügen kann? Ich war mal bei einem Sattler, der sagte, er würde das genauso machen wie ich. Hab ich ihn machen lassen: sah genau so gefrickelt aus wie bei mir...
Weiß jemand was dazu?
Schöne Jrööss,
Thomas

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tommy
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Re: Gitarrengurte

Beitrag von tommy » Samstag 7. April 2018, 09:01

Moin Thomas,

ich würde ja irgendwie den unteren Riemen kürzen.
LG Tommy


Ich spiele gerne Gitarre! Gemüse hingegen ist nicht so mein Ding!

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setneck
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Re: Gitarrengurte

Beitrag von setneck » Samstag 7. April 2018, 10:08

tommy hat geschrieben:Moin Thomas,

ich würde ja irgendwie den unteren Riemen kürzen.
Ja, auch schon erwogen, aber die sind alle abgenäht (-gekettelt). Dann würde man die Naht unterbrechen. Verstellschlitze sind eh im Gurt, ein paar mehr oder weniger macht da nicht viel aus.
Bei einem Gurt habe ich die Schluppe (schwarzes Leder) gegen die eines anderen Gurtes getauscht, fällt kaum auf - hat man aber nicht immer eine passende.
Schöne Jrööss,
Thomas

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Re: Gitarrengurte

Beitrag von Magman » Samstag 7. April 2018, 13:20

Da ich auch eher kleinere Gurte benötige schneide ich den unteren Riemen immer abm ganz egal, ob umgarnt oder nicht. Man kann sich von Lars Richter aber auch einen Gurt auf sich zuschneiden lassen. Ich überlegte auch schon mal das zu nutzen. Ich mag ja auch gerne richtig gute Ledergurte.

Hab mir diesen hier mal kommen lassen in schwarz für meine Schwarz Challenger. Richtig tolles, wohlriechendes Leder und ne tolle Optik dazu. Den Preis wert! Aber nur für leichtere Gitarren empfehlenswert da nicht gepolstert. Den kann man sich auch passend machen (lassen) bei Lars.

[youtube]http://youtu.be/J7ahhApfFf4[/youtube]
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STOMPIN' HEAT Rough Blues made in germany

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tommy
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Re: Gitarrengurte

Beitrag von tommy » Samstag 7. April 2018, 13:24

setneck hat geschrieben:
tommy hat geschrieben:Moin Thomas,

ich würde ja irgendwie den unteren Riemen kürzen.
Ja, auch schon erwogen, aber die sind alle abgenäht (-gekettelt). Dann würde man die Naht unterbrechen. Verstellschlitze sind eh im Gurt, ein paar mehr oder weniger macht da nicht viel aus.
Bei einem Gurt habe ich die Schluppe (schwarzes Leder) gegen die eines anderen Gurtes getauscht, fällt kaum auf - hat man aber nicht immer eine passende.
Überschüssigen Zwirn vorher aufpörgeln, ohne abzutrennen, Leder abschneiden und dann mit dem übrig gebliebenen Zwirn neu vernähen (mit Lederahle vorstechen).
Ist ein gewisser Aufwand, aber für Korinthenkacker wie uns die eleganteste Lösung! :D
LG Tommy


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setneck
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Re: Gitarrengurte

Beitrag von setneck » Samstag 7. April 2018, 14:18

tommy hat geschrieben:
setneck hat geschrieben:
tommy hat geschrieben:Moin Thomas,

ich würde ja irgendwie den unteren Riemen kürzen.
Ja, auch schon erwogen, aber die sind alle abgenäht (-gekettelt). Dann würde man die Naht unterbrechen. Verstellschlitze sind eh im Gurt, ein paar mehr oder weniger macht da nicht viel aus.
Bei einem Gurt habe ich die Schluppe (schwarzes Leder) gegen die eines anderen Gurtes getauscht, fällt kaum auf - hat man aber nicht immer eine passende.
Überschüssigen Zwirn vorher aufpörgeln, ohne abzutrennen, Leder abschneiden und dann mit dem übrig gebliebenen Zwirn neu vernähen (mit Lederahle vorstechen).
Ist ein gewisser Aufwand, aber für Korinthenkacker wie uns die eleganteste Lösung! :D
Das klingt nach einer ähnlichen Plackerei wie neue Löcher machen, werde ich aber mal an einem gerade "inaktiven" ausprobieren. :thumbsup03:
Schöne Jrööss,
Thomas

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Re: Gitarrengurte

Beitrag von Lukethar » Samstag 7. April 2018, 22:14

Hi Thomas,

in der Blumenrather Straße ist ein Laden, der u.a. auch alles macht, was mit Leder zu tun hat, z.B. Schuhe reparieren, Patches aufnähen, etc.,
linksseitig vor der Einmündung Beethovenstraße, schräg ggü. von "La Calabria", versuchs doch da mal.............

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setneck
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Re: Gitarrengurte

Beitrag von setneck » Sonntag 8. April 2018, 08:34

Lukethar hat geschrieben:Hi Thomas,

in der Blumenrather Straße ist ein Laden, der u.a. auch alles macht, was mit Leder zu tun hat, z.B. Schuhe reparieren, Patches aufnähen, etc.,
linksseitig vor der Einmündung Beethovenstraße, schräg ggü. von "La Calabria", versuchs doch da mal.............
Den Laden kenne ich (fungiert auch als Paketablage von DPD oder Hermes oder so). Die Dame darin raucht derart viel, da werde ich hoffentlich nie wieder hinmüssen.
Aber danke für den Tipp!
Habe noch ein paar ähnliche Dienstleister auf meiner Liste, mal sehen, was sich da ergibt.

Außerdem habe ich Tommys Vorschlag mal ausprobiert - hat funktioniert, wenn auch mit recht amateurhaftem Ergebnis. Welches aber m.E. besser aussieht, als zusätzliche, selbstgefrickelte Langlöcher.
Schöne Jrööss,
Thomas

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Re: Gitarrengurte

Beitrag von HaWe » Sonntag 8. April 2018, 10:02

Die Langlöcher bekommst Du sauber hin, wenn Du statt des Messers ein breites, scharfes Stecheisen nimmst.
Gurt (mit den beiden vorgestanzten Löchern) auf ein Stück glattes Holz legen und fixieren.
Stecheisen tangetial an die Löcher anlegen und mit einem Hammerschlag durch das Leder treiben.
Danach die zweite Seite.
Das sollte dann aussehen, wie ausgestanzt.

Ps: ggf. vorher mal an einem alten Lederstück testen. ;-)
Gruß HaWe

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