Etwas anderen Plektren...

Gurte, Plektren, Sensationen - alles rund um die Gitarre, was nicht Gitarre, Amp oder FX ist

Etwas anderen Plektren...

Beitragvon Magman » Montag 24. November 2014, 14:15

Ich spiele seit langen Jahren Dunlop Ultex 427 Jazz III. Ab und an probiere ich immer mal andere Picks aus und bekomme auch immer wieder mal was zum testen zugeschickt. Bislang konnte aber keines "meinen" Jazz III das Wasser reichen.
Ein guter Freund legte mir kürzlich nah doch mal diese Chicken Picks zu testen. Es gibt sie in drei Größen. Also habe ich mir mal welche in der Größe vergleichbar mit den Jazz III bestellt. Das kommt auch in etwa hin, aber sie sind noch einiges fetter - nämlich satte 3,5 Millimeter! Dieses Modell nennt sich "The Shredder". Das Pick liegt sehr gut in der Hand und fühlt sich ebenso gut an. Aber viel wichtiger ist wie es denn klingt, bzw zum Klang beiträgt?

Der Hersteller schreibt:

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Quelle: http://www.chickenpicks.com

Der Ton ist selbst bei trocken angespielter Gitarre so fett wie das Pick selbst. Insgesamt sehr viel Attack mit reichlich Treble und präsenten Mitten. Auch verstärkte Bassanteile stellte ich sofort fest. Von allem insgesamt mehr als mit dem Jazz III. Das Duroplast aus dem diese Pleks gefertigt sind hat also schon mal besondere Klangeigenschaften, sehr gute sogar. Es soll außerdem äußerst stabil sein, es fühlt sich fast an wie Knochen und klingt wenn man es auf die Tischplatte fallen lässt ähnlich wie ein Schildpatt Plek. Davon besitze ich eines und das ist sozusagen mein Referenz Pick welches ich allerdings aus überzeugten Gründen nicht spiele. Ich mag Schildkröten lieber lebendig!

Mal sehn wie lange das Chicken Pick hält, ich habe durch meinen extrem harten Anschlag sonst sehr viel Verschleiß. Die Spitze des Chicken Pick lässt viele Klangnuancen zu und reagiert unglaublich gut auf dein Spiel. Es lässt sich damit je nach Haltung auch ein Picking-ähnlicher Sound erzeugen, ganz wunderbar. Ich hatte bereits nach einer viertel Stunde das Gefühl als spielte ich dieses Plek schon seit langer Zeit. Der Grip ist auch ausgezeichnet und sehr angenehm. Mal sehn wie das ist wenn ich mal wieder so richtig ins schwitzen komme. Seit dem ich allerdings gut 50 Pfund abgespeckt habe kommt das nicht mehr so oft vor an den Händen.

Also alles in allem bin ich nun doch sehr überrascht und auch angetan und werde wohl auch vorerst mal bei diesen Pleks bleiben. Man bekommt sie bei Gregor Hilden wo ich sie bestellt habe im Shop in drei Größen. Drei Stück kosten 15,90 Euro. Man kann sich dort ein Testset ordern eben mit den drei verschiedenen Chicken Picks. Ich mag aber eh nur kleine Pleks und deshalb viel bei mir die Wahl gleich auf das "The Shredder". Wenn sie lange halten sind sie das Geld dicke wert. Hoffentlich verliere ich die nicht so schnell wie all die andern :roll:

Also wer sein Spiel variabel gestaltet durch Anschlagtechnik sollte dieses Pick mal probieren. Vielleicht gefällt es ja so gut wie mir selbst 8-)

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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon Wizard » Montag 24. November 2014, 15:27

Sehr interessant. Ich werde mir nächste Woche mal so ein Set bestellen. Ich spiel schon sehr lange die lilafarbenen 1,5mm Dunlop Delrin Picks.
Kann machen was ich will: Unter 1,5mm geht bei mir gar nix mehr. Früher ungefähr 0,79; heute undenkbar.
Wenn ein Pick beim Anschlag nachgibt, hat es bei mir schon verloren. Freu mich immer über neue (gute) Plektrum Tipps :thumbsup03:
Gruß Peter

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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon Magman » Montag 24. November 2014, 19:56

Ja Peter mach mal. Wenn du eh gerne harte kräftige Picks spielst dürfte dir das ChickenPick sicherlich gefallen. Du wirst es uns sicherlich hier mitteilen. Viel Spaß beim testen ;)
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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon Keef » Montag 24. November 2014, 20:25

Thänx für den Tipp. Wird getestet...

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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon partscaster » Montag 24. November 2014, 20:58

Hört sich interessant an. Kommen auf die Liste! :thumbsup03:

Ich wechsle immer wieder mal zwischen diversen Picks aus meiner umfangreichen "Sammlung" und komme mittlerweile auch mit diversen Typen gut klar, aber wenn es um Präzision und einen richtig dicken und runden Ton geht, sind kleine, harte Picks IMHO unschlagbar! Selbst bei der Akustik mag ich das - besonders live - sehr gern, weil ich mit einem Pick über 1mm Dicke für Soli einen druckvollen, durchsetzungstarken Ton erzeugen kann - ganz ohne Bodentreter.
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Aabye Kierkegaard)
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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon FretNoize » Montag 24. November 2014, 23:06

Ich hab die auch mal beim Gregor mitgenommen und war wie er auch erst begeistert. Man kann einen richtig kräftigen Ton aus der Gitarre holen. Aber ich bin mittlerweile wieder davon ab. Warum?
Beim Anschlag bildet sich manchmal ganz kurz ein heller Ton, ein bischen plastikmäßig. Man hört das ganz extrem, wenn man mal eine Akustikgitarre damit spielt (wofür sie natürlich nicht gedacht sind, bevor mir das jetzt einer vorwirft). Ungefähr so, als ob man einen Bottleneck aufsetzt. Einmal dadurch auf diesen Ton aufmerksam geworden, hört man ihn auch beim E-Gittenspiel raus. Hier z.B. bei 16s Spielzeit spielt er einen Lauf von drei Tönen, der letzte hat dieses Quietschen sehr deutlich und bei den anderen ist es nicht viel schwächer: http://youtu.be/Qa0knm76MLo?t=16s

Abgesehen sind sie mir für schnelleres Spiel auch zu groß, aber das ist eine persönliche Vorliebe. (http://www.thomann.de/de/dunlop_nylon_m ... _nylon.htm spiel seit einem Jahr am häufigsten)
Aloha,
Holger

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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon Garry » Dienstag 25. November 2014, 09:09

Das ist ja unglaublich mit was für fetten Picks ihr da spielt. Ich habe mir bis jetzt nie Gedanken gemacht über diese kleinen Dinger. Meine Wahl viel immer auf 1,0 mm, das ist für mich ok , nich zu dünn nicht zu dick und wenn die noch ein bischen angeraut sind für den besseren Halt dann ist das ok.
Aber diese fetten Dinger, 3 mm :kopf_kratz01: sollte ich ja spaßenshalber mal testen wie sich das auswirkt auf Ton und Treffsicherheit :smoke01:

VG
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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon bluesation » Dienstag 25. November 2014, 09:37

Fünf Euro für ein (in Zahlen: 1) Pick finde ich schlichtweg eine Frechheit. Versand kommt ja noch dabei. :thumbsdown01: Und bei Picks ist Langlebigkeit nun wirklich kein Argument.
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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon Magman » Dienstag 25. November 2014, 10:14

bluesation hat geschrieben:Fünf Euro für ein (in Zahlen: 1) Pick finde ich schlichtweg eine Frechheit. Versand kommt ja noch dabei. :thumbsdown01: Und bei Picks ist Langlebigkeit nun wirklich kein Argument.


Eine Frechheit? 5 Euro ist gar nicht mal so teuer wenn ein Pick zu einem solch guten Ton beiträgt und eben auch lange hält. Schau mal nach Edelstein-Pleks, o.ä. was die kosten. Ein normales 1mm Standard Plek kostet etwa 50 Cent und es hält bei mir grade mal ne halbe Stunde, von daher ist für mich auch Langlebigkeit ein starkes Argument....

Spiel mal eins dann reden wir nochmal ;)

Schau auch mal hier: http://www.tone-toys.com/de/Druck/Custom-Picks.html
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Re: Chicken Picks - die etwas anderen Plektren

Beitragvon Beppo » Dienstag 25. November 2014, 15:45

Magman hat geschrieben: Ein normales 1mm Standard Plek kostet etwa 50 Cent und es hält bei mir grade mal ne halbe Stunde,....

:shock: Meine Güte, Magman, du schreibst ja öfters mal, dass du nen harten Anschlag hast, aber das ist schon heavy.
Ich habe noch nie ein Pleck runtergespielt, immer vorher verloren :mrgreen: !
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