Epiphone - Gibson, ein Vergleich

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Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon DocBrown » Sonntag 30. August 2015, 16:19

Gut, ich gebe zu:
Im Grunde genommen komme ich jetzt hier mit "ollen Kamellen", denn Vergleich zwischen den Produkten dieser beiden Firmen gibt es ja auch zu Hauf im Netz.
Dennoch hat mich meine neuste Erfahrung in dem Bereich ziemlich umgehauen... :shock:

Eines vorweg: Ich bin definitv kein LP-Spieler und werde wahrscheinlich, auch nie zu einem werden. Wenn ich die typischen LP Sounds oder zumindest ähnliche Sounds benötige, greife ich nach wie vor zu meiner Düsenberg Starplayer Special.
Von daher weiß ich auch bis heute nicht so recht, was denn einen "wirklich guten" LP-Sound ausmacht oder ausmachen soll. Egal, welche LP Gitare ich bisher in Händen hielt, so richtig angemacht hat mich das nie und ich hatte immer das Bedürfnis, die Höhen nachzuregeln... :kopf_kratz01:

Aber nun gut, meine persönlichen Vorlieben habe ich mal beiseite geschoben und einen kleinen Vergleich gemacht.

Ein Schüler von mir, Mitte 40, fortgeschrittener Anfänger, kam vor ein paar Monaten stolz mit einer originalen Gibson LP-Standard in Sunburst und wollte natürlich, dass ich die Gitarre anspiele.
Nun, die Gitarre war okay, nicht mehr und nicht weniger. Die Verarbeitung war mittelmäßig, aber noch verträglich, das Handling der Gitarre weitestgehend in Ordnung, Sound auch eher mittelmäßig. Kein kompletter Totalausfall mit viel Mulm und Matsch, aber auch nicht übermäßig "breit" in den Frequenzen aufgestellt. Die Gitarre war relativ nüchtern. Ich persönlich würde dafür keine 2.400 € ausgeben, dafür erachte ich die Qualität einfach als zu "banal".
Die FGN Paula, die ich vor kurzem in Händen hielt, war da ein gan anderes Kaliber und hat über 1.000 € weniger gekostet.

Dann kam ein neuer Schüler zu mir und zeigte mir seine Epiphone LP. Der Fairness halber muss man sagen, dass er die Epi mit Original Gibson HB aufgerüstet hat.

So und jetzt kommts: Ich habe die Gitarre in die Hand genommen und dachte nur: "Wow, was für eine tolle Verarbeitung !" Keine Grate an den Bünden, tolle Lackierung, gut laufende Stimmechaniken, stimmstabil und Top-Bespielbarkeit !
Auch die Art und Weise, wie der Hals lackiert war, fand ich toll. Die Lackierung wirkte sehr dünn und nicht so "schmierig". Der Hals war richtig angenehm zu umfassen und zu spielen.
Der erste Trockentest war spitze ! Breiter Sound mit Bässen, Höhen und Mitten, die allesamt sehr ausgewogen klangen. Sogar ein bisschen "Draht" im Ton war zu vernehmen und der unverstärkte Sound war auch recht laut.
Ich war total hin und weg... Wie gesagt: Eigentlich mag ich keine LPs... Aber "eigentlich", gibt es ja kein "eigentlich"...

Versärkt war die Gitarre dann eine Offenbarung: Sing, Schwing, Drück, Schieb.... Typisch LP und das OHNE Matscherei im Sound. Gut, die PUs werden natürlich ihren Anteil zu dem Klangbild beigetragen haben, aber in der Gesamtheit war das eine tolle und gut klingende Gitarre, die selbst bei mir einen gewissen "Haben wollen" -Faktor auslöste...

Kaufpreis: 399 € plus neue PUs für 180 €.
Das Ding rockt !!! :mosh:

Ich habe noch NIE (!) eine so gute LP gespielt... Manchmal ist es wirklich "erschreckend", oder...?
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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon Magman » Sonntag 30. August 2015, 17:11

Tja, ich hab ähnliches zu Hauf erlebt, besonders in den letzten 2 Jahren. Epi hat nen super Run derzeit und Gibson hinkt schwer hinterher und verdient fast nur noch mit sauteuren CS und Relics seine Gelder. Anders ausgedrückt, Musiker spielen und kaufen Epiphone, Sammler und Homeplayer kaufen Gibson 8-)

BTW: Falls du mal die Gelegenheit hast spiele mal eine Tandler Beauty oder eine Schwarz St.Helens Summit an. Das ist LP Tone vom allerallerfeinsten! Kostet halt!
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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon Wizard » Sonntag 30. August 2015, 18:40

Es ist leider leider so: Ich würde heutzutage nur noch eine Custom Shop von Gibson kaufen (egal ob LP oder SG) ... ;) :|
Gruß Peter

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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon CuChulainn » Montag 31. August 2015, 10:25

Vor einigen Wochen habe ich mir eine Epiphone Joe Bonamassa PB zugelegt ( ja es ist die Epi, die Martin verkauft hat).
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Die Epi musste sich hier gegen zwei Gibson LP Studios aus den Jahren 94 und 95 und gegen eine Standard von 2012 behaupten.
Und was soll ich sagen, sie hat sie hervorragend geschlagen. Die Verarbeitung ist top und der Sound sogar mit den Burstbuckern klasse.
Nachdem ich die BB gegen AGL/Häussel Wild Honeys getauscht habe, die ich auch in den anderen Paulas habe, war die Epi fast gleichwertig. Nur die bescheidenen Potis sind ein wenig nervig, da ich meine Sounds mit den Potis verändere.
Aus diesem Grund geht es am Freitag zu ACY und es werden Potis, Bridge, Stoptail und Toggleswitch gegen hochwertigere getauscht. Danach sollte die Epi locker mit meinen anderen Paulas mithalten können.
Und bevor hier Rufe erschallen ich müsste ja 500 Euro investieren um die Epi auf das Level meiner Gibson Paulas zu bringen, diese Veränderungen habe ich bis auf Bridge, Stoptail und Toggleswitch auch an meinen Gibson Paulas vorgenommen. Das umrüsten der Epi kostet mich also ca .150 - 200 Euro mehr als bei den Gibson Paulas.
Aufgrund der tollen Qualität der Epi lohnt sich diese Investition auf jeden Fall.

Weiterer Bericht folgt in in absehbarer Zeit (sowas kann bei mir immer etwas dauern :tuete01: )
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Gruß Uwe
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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon Duke » Montag 31. August 2015, 16:51

Magman hat geschrieben:...
BTW: Falls du mal die Gelegenheit hast spiele mal eine Tandler Beauty oder eine Schwarz St.Helens Summit an. Das ist LP Tone vom allerallerfeinsten! Kostet halt!


Ist halt wie immer: Was richtig Feines kostet auch richtig Kohle. :kopf_kratz01:

Muss man für sich entscheiden, ob man das braucht, gerne hat etc.

Ist aber halt auch ein Fakt, das günstigere Gitarren vernünftig i. S. v. da kann man alles mit spielen klingen können.

Hatte letztens im Store mal eine Epi Paula im Gothik Style mit EMGs am Kabel. Klang wie es sollte, war leicht, schönes Handling, eigentlich alles perfekt.
Lag preislich so um die 500 €, wenn ich mich richtig erinnere und man brauchte IMO nichts weiter verbessern.

Die Farbe (Gothik-Style halt) war halt nicht meine und ich hab auch alles, was ich an Paulas brauche. Gut war die Gitarre trotzdem.

Was Gibson da im Highprice-Segment anbietet ist z. T. eine Lachnummer.
Wobei es auch hier Ausnahmen gibt. Die R9 von nem Kumpel ist echt supi. Zudem hatte ich letztens mal ne Bonamassa 335 und eine Billie Gibbons Paula am Gurt, die waren schon tierisch.

Aber, bei den Preisen und der Streuung kann man sich schon Gedanken machen.
Zuletzt geändert von Duke am Montag 31. August 2015, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.
LG
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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon Mintage » Montag 31. August 2015, 20:46

DocBrown hat geschrieben:Gut, ich gebe zu:
Im Grunde genommen komme ich jetzt hier mit "ollen Kamellen", denn Vergleich zwischen den Produkten dieser beiden Firmen gibt es ja auch zu Hauf im Netz.
Dennoch hat mich meine neuste Erfahrung in dem Bereich ziemlich umgehauen... :shock:


Eines vorweg: Ich bin definitv kein LP-Spieler und werde wahrscheinlich, auch nie zu einem werden. Wenn ich die typischen LP Sounds oder zumindest ähnliche Sounds benötige, greife ich nach wie vor zu meiner Düsenberg Starplayer Special.
Von daher weiß ich auch bis heute nicht so recht, was denn einen "wirklich guten" LP-Sound ausmacht oder ausmachen soll. Egal, welche LP Gitare ich bisher in Händen hielt, so richtig angemacht hat mich das nie und ich hatte immer das Bedürfnis, die Höhen nachzuregeln... :kopf_kratz01:

Aber nun gut, meine persönlichen Vorlieben habe ich mal beiseite geschoben und einen kleinen Vergleich gemacht.

Ein Schüler von mir, Mitte 40, fortgeschrittener Anfänger, kam vor ein paar Monaten stolz mit einer originalen Gibson LP-Standard in Sunburst und wollte natürlich, dass ich die Gitarre anspiele.
Nun, die Gitarre war okay, nicht mehr und nicht weniger. Die Verarbeitung war mittelmäßig, aber noch verträglich, das Handling der Gitarre weitestgehend in Ordnung, Sound auch eher mittelmäßig. Kein kompletter Totalausfall mit viel Mulm und Matsch, aber auch nicht übermäßig "breit" in den Frequenzen aufgestellt. Die Gitarre war relativ nüchtern. Ich persönlich würde dafür keine 2.400 € ausgeben, dafür erachte ich die Qualität einfach als zu "banal".
Die FGN Paula, die ich vor kurzem in Händen hielt, war da ein gan anderes Kaliber und hat über 1.000 € weniger gekostet.

Dann kam ein neuer Schüler zu mir und zeigte mir seine Epiphone LP. Der Fairness halber muss man sagen, dass er die Epi mit Original Gibson HB aufgerüstet hat.

So und jetzt kommts: Ich habe die Gitarre in die Hand genommen und dachte nur: "Wow, was für eine tolle Verarbeitung !" Keine Grate an den Bünden, tolle Lackierung, gut laufende Stimmechaniken, stimmstabil und Top-Bespielbarkeit !
Auch die Art und Weise, wie der Hals lackiert war, fand ich toll. Die Lackierung wirkte sehr dünn und nicht so "schmierig". Der Hals war richtig angenehm zu umfassen und zu spielen.
Der erste Trockentest war spitze ! Breiter Sound mit Bässen, Höhen und Mitten, die allesamt sehr ausgewogen klangen. Sogar ein bisschen "Draht" im Ton war zu vernehmen und der unverstärkte Sound war auch recht laut.
Ich war total hin und weg... Wie gesagt: Eigentlich mag ich keine LPs... Aber "eigentlich", gibt es ja kein "eigentlich"...

Versärkt war die Gitarre dann eine Offenbarung: Sing, Schwing, Drück, Schieb.... Typisch LP und das OHNE Matscherei im Sound. Gut, die PUs werden natürlich ihren Anteil zu dem Klangbild beigetragen haben, aber in der Gesamtheit war das eine tolle und gut klingende Gitarre, die selbst bei mir einen gewissen "Haben wollen" -Faktor auslöste...

Kaufpreis: 399 € plus neue PUs für 180 €.
Das Ding rockt !!! :mosh:

Ich habe noch NIE (!) eine so gute LP gespielt... Manchmal ist es wirklich "erschreckend", oder...?


Moin,

Kein Wunder, das Dir die Epiphone gefällt: kein Mahagony-korpus, kein Mahagony-Hals, keine massive 15 mm dicke Ahorndecke (alles nur "verwandte" Hölzer bzw. Furnier) - folglich kann sie ja auch nicht nach Les Paul klingen!

Dafür bekommt man einen Sound, der sehr vielen gefällt - bis man plötzlich eine gut klingende Les Paul hört, und dann geht die klangliche Frustration richtig los ;-)

Grüsse
Rainer
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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon CuChulainn » Montag 31. August 2015, 23:28

Mintage hat geschrieben:Moin,

Kein Wunder, das Dir die Epiphone gefällt: kein Mahagony-korpus, kein Mahagony-Hals, keine massive 15 mm dicke Ahorndecke (alles nur "verwandte" Hölzer bzw. Furnier) - folglich kann sie ja auch nicht nach Les Paul klingen!

Dafür bekommt man einen Sound, der sehr vielen gefällt - bis man plötzlich eine gut klingende Les Paul hört, und dann geht die klangliche Frustration richtig los ;-)

Grüsse
Rainer


Aha, dann bin ich ja mal auf meine klangliche Frustation gespannt. :mad01:
Ich weiss ja nicht, wo du deine Informationen her hast und welche Epis du mit welchen Gibsons verglichen hast, aber Fakt ist, dass eine gute Epi den Vergleich mit doppelt so teuren Gibsons nicht unbedingt scheuen muss. Wenn du natürlich ne Epi für 250 Euro mit einer Gibson für 2000 Euro oder mehr vergleichst, kann der Vergleich natürlich nur für die Gibson ausgehen.
Mit dem Mahagony ist es auch so ne Sache. Es gibt ca 50 Gattungen mit etwa 1400 Arten und ich glaube nicht, dass bei Gibson immer das teuerste und beste Mahagony verwendet wird. Das ist warscheinlich nur den CS Modellen vorbehalten. Als ich mir 2012 meine Gibson Les Paul Standard gekauft habe, waren beim Testen zwei heftige Gurken bei. Ob das nun am Mahagony oder an sonst was gelegen hat kann und möchte ich nicht beurteilen. Aber bei Gitarren für 2400 Euro kann man eigentlich eine gleichbleibende Qualität erwarten.
Ich für meinen Teil bin mit meiner Epi zufrieden weil sie gut klingt, gut verarbeitet ist, gut aussieht und vor allem kein G Force Tuning System, keinen Nullbund und keine Platine drin hat, bei der man weder die Potis tauschen, noch das Wiring verändern kann. Und die Specs der Epi können sich auch sehen lassen :
Body:
Mahogany body
Carved hard maple cap
Neck:
Set Mahogany neck with 1959 Rounded "D" shape
Deep-set Long tenon heel
Rosewood fingerboard with Trapezoid inlays.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich rede hier nicht von Epis für 250 Euro sondern von Epis die in einer Preisregion sind, in der Gibson auch Les Paul Modelle anbietet ( z.B. LPJ ).
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Gruß Uwe
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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon Magman » Dienstag 1. September 2015, 08:52

Diese Bonamassa LP ist ne sehr tolle Gitarre die vor allem wirklich gut verarbeitet ist. Gebaut aus guten Zutaten und vom Gewicht her exakte Vorgaben. Will heißen die wiegen alle gleich viel. Somit sind sie aus selektierten Hölzern gebaut. Pickups und Schaltungen sind immer Geschmacksache, die tauscht man bei Gitarren von 300, sowie 3000 Euro nach Belieben aus.
Zum typischen Les Paul Tone kann ich selbst sagen das der extrem verschieden sein kann. Für den einen ist es eher die Richtung Bonamassa, oder Gary Moore, oder Slash, oder der extrem kehlige Ton eines Peter Green. Und ja, es gibt auch LP die einige von diesen Sounds ausdrücken können in den richtigen Händen.
Eine der besten LP die ich je spielte war nicht die original 59er bei Guitarpoint sondern eine die in deutschen Landen gebaut wurde von Gerhard Schwarz. Allerdings muss man dafür auch fast 5000 Euro hinblättern. Wäre ich der LP Player würde ich sie mir wohl kaufen müssen. Allerdings fand ich einen sehr sehr naheliegenden Tone bei einer Epiphone '56 Goldtop die sich ein Freund gekauft hat. War es ein Glücksgriff in die Auswahl einer Seriengitarre? Vielleicht :) Man kann also auch bei Epiphone seinen LP Tone finden.
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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon Manuel » Dienstag 1. September 2015, 10:19

Moin!

Epiphone hat wirklch ein paar gute Phasen gehabt, z.B. die frühen Koreaner oder die Zeit,
als die Gitarren für den europäischen Markt in Tschechien gebaut wurden. Die waren auch richtig klasse!

Momentan ist wohl wieder so eine Phase. Epiphone scheinen ihr Qualitätsmanagement gut im Griff zu haben.
Wo kommen die etwas besseren Modelle den zur Zeit her? Korea, Indonesien oder China?

Hat jemand schon mal eine Prophecy LP Custom in der Hand gehabt? Die finde ich auch sehr interessant ...
Grusz,

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Re: Epiphone - Gibson, ein Vergleich

Beitragvon Mintage » Dienstag 1. September 2015, 11:34

CuChulainn hat geschrieben:
Mintage hat geschrieben:Moin,

Kein Wunder, das Dir die Epiphone gefällt: kein Mahagony-korpus, kein Mahagony-Hals, keine massive 15 mm dicke Ahorndecke (alles nur "verwandte" Hölzer bzw. Furnier) - folglich kann sie ja auch nicht nach Les Paul klingen!

Dafür bekommt man einen Sound, der sehr vielen gefällt - bis man plötzlich eine gut klingende Les Paul hört, und dann geht die klangliche Frustration richtig los ;-)

Grüsse
Rainer


Aha, dann bin ich ja mal auf meine klangliche Frustation gespannt. :mad01:
Ich weiss ja nicht, wo du deine Informationen her hast und welche Epis du mit welchen Gibsons verglichen hast, aber Fakt ist, dass eine gute Epi den Vergleich mit doppelt so teuren Gibsons nicht unbedingt scheuen muss. Wenn du natürlich ne Epi für 250 Euro mit einer Gibson für 2000 Euro oder mehr vergleichst, kann der Vergleich natürlich nur für die Gibson ausgehen.
Mit dem Mahagony ist es auch so ne Sache. Es gibt ca 50 Gattungen mit etwa 1400 Arten und ich glaube nicht, dass bei Gibson immer das teuerste und beste Mahagony verwendet wird. Das ist warscheinlich nur den CS Modellen vorbehalten. Als ich mir 2012 meine Gibson Les Paul Standard gekauft habe, waren beim Testen zwei heftige Gurken bei. Ob das nun am Mahagony oder an sonst was gelegen hat kann und möchte ich nicht beurteilen. Aber bei Gitarren für 2400 Euro kann man eigentlich eine gleichbleibende Qualität erwarten.
Ich für meinen Teil bin mit meiner Epi zufrieden weil sie gut klingt, gut verarbeitet ist, gut aussieht und vor allem kein G Force Tuning System, keinen Nullbund und keine Platine drin hat, bei der man weder die Potis tauschen, noch das Wiring verändern kann. Und die Specs der Epi können sich auch sehen lassen :
Body:
Mahogany body
Carved hard maple cap
Neck:
Set Mahogany neck with 1959 Rounded "D" shape
Deep-set Long tenon heel
Rosewood fingerboard with Trapezoid inlays.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich rede hier nicht von Epis für 250 Euro sondern von Epis die in einer Preisregion sind, in der Gibson auch Les Paul Modelle anbietet ( z.B. LPJ ).


:kopf_kratz01:

Mein Beitrag bezog sich nicht auf die Spezial-Epiphöner der gehobenen Preisklasse sondern auf die des Bereiches bis 500,- Euro !
Das ist durch das vorangegangene Zitat klar ersichtlich - und wurde von Dir ja bereits einen Satz später bzw. in Deinem Schlußsatz bemerkt 8-)

Und diese haben mit einem Les Paul-Sound nix zu tun - und ich bewerte hier den Zeitraum von 1998 bis Heute !

Das jeder seinen eigenen Les Paul-Lieblingssound hat, ist auch verständlich - und macht das Ganze ja auch so interessant (Fender hat es da bei Strat u. Tele aufgrund ihrer Konstruktion und ihrer im Vergleich günstigen Zutaten deutlich einfacher ;) ).

Regelmässig habe ich 68er u. 69er Goldtops in der Hand, die mich klanglich absolut kaltlassen. Diese klingen aber immer noch besser, als die meisten 70er die ich bis dato gespielt habe.

Der Bereich der 88er bis 92er Les Pauls ist insofern interessant, da zu es zu dem Zeitpunkt noch keinen Custom Shop gab, und Gibson deshalb richtig viel Augenmerk auf Verarbeitung und Zutaten legte. Aber im Zeitalter des "Gewichtswahns" werden diese ca. 4,3 kg schweren Gitarren als "bleischwer" abgetan - jedoch weit entfernt von den über-5kg-Teilen der Siebziger...!
Diese Gitarren liegen z.Zt. bei ca. 2.000,- Euro, sind jeder USA-Serien-Paula klanglich total überlegen - und machen auch neben einer Serien (!) -Customshop-Paula R8/R9/R0 eine gute Figur.

Das Gibson mit seinem Collectors Choice-Wahn (bzw. den neuen "True Historics") so richtig preislich abdreht, läßt mich auch nur noch den Kopf schütteln, da ganz nebenbei die "Serien-Customshop-Paulas" schlampiger werden - und das bei den Hammerpreisen.

Bei Gibson gilt seit 1968: möglichst viele antesten, aus verschiedenen Preisregionen u. Produktionsstätten - dann findet man seinen Lieblings-Paula-Sound.
Aber das wird eben etwas dauern.

Grüsse
Rainer
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