Griffbrettradius

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Griffbrettradius

Beitragvon Roger X » Dienstag 5. Januar 2016, 18:03

Was habt Ihr für Meinungen zum optimalen Griffbrettradius ?

Meine Beobachtung :
Lange Zeit war ich ausschließlich "Gibson-Spieler", ich mochte den flachen Radius und finde den kräftigen und schmalen Hals meiner alten
ES optimal.Der Hals meiner derzeitigen Les Paul ist etwas breiter, aber mir noch angenehm.
Vor einigen Jahren kam ich durch eine glückliche Fügung in den Besitz einer alten (64) Strat mit Palisander Griffbrett, 7,25'' Radius und
"Spaghetti" Bünden. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich umgewöhnt hatte, ich habe keine besonders große Hände (kann keinen Würgegriff mit
Daumen auf der tiefen E-Saite), aber es wurde, und es wurde immer besser.
Da mir noch eine Telecaster fehlte, kaufte ich mir eine Thinline Tele aus der American Vintage Serie mit Ahornhals, 7,25'' Radius und auch den
dünnen Spaghetti Bünden. Diesen Hals finde ich jetzt optimal, Griffwechsel flutschen, die Fingerchen laufen flott, alles bestens :banana03:

Prs Hälse liegen mir überhaupt nicht, und so schön ich auch N.Page Gitarren finde, mit dem breiten Hals konnte ich nicht warm werden.

Auch die oft gelobten hohen und breiten Jumbo Bünde sind für mich kein Gewinn.
Das sind alles nur subjektive Eindrücke, keine Wertungen.
Bestimmt gibt's hier Jungs und Mädels, die ganz andere Eindrücke und Erfahrungen haben.
Bin gespannt

roger
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon Duke » Dienstag 5. Januar 2016, 22:34

9,5 mit guten 9105-er Bünden finde ich für mich optimal. Kann gerne in den höheren lagen in Richtung 10 gehen.

Bei 7,25-er Radius hab ich bei höherer Saitenlage, die ich gerne spiele, i. d. R. das Problem, dass sich meine Fingerkuppen der linken Hand unter die darüberliegenden Saiten schieben.
Fand ich immer ätzend. Passiert bei dünnen Bünden nicht so schnell, die mag ich aber fürs Fingervibrato nicht so gerne.
Ist mir auf die Dauer zu anstrengend ständig über das Griffbrett zu reiben.

Der Eindruck hängt aber von vielen weiteren Details ab, hatte auch schon sehr gut eingestellte Gitarren in den Fingern, bei denen auch bei kleinerem Radius alles fein war. :kopf_kratz01:
LG
Uwe
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon telly45 » Mittwoch 6. Januar 2016, 00:11

Also die Vintage Radien und Bünde mag ich auch nicht so gerne. Lieber so um die 10", und mit Modern C komme ich genau so gut klar wie mit einem Wide Fat von PRS. :thumbsup02:
Gruß Rainer
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon partscaster » Mittwoch 6. Januar 2016, 04:26

Irgendwie hat ja jeder Radius so seine Vorzüge. Für Hendrixsches Spiel z.B. finde ich den 7,25er Radius sehr angenehm, beim Sliden macht es einem die Paula mit ihren 12"-Zoll-Radius schon viel einfacher. Der PRSsche 10er ist ein sehr gutes Mittelding und IMHO angenehmer als 9,5". Aber nach ein wenig Eingewöhnung ist der Radius und die Griffbrettbreite bei mir gar nicht mehr so relevant, was für mich gar nicht geht, sind zu fette Bünde - Jumbo-Bünde wie sie z.B. von LTD/ESP verbaut werden sind am Schlimmsten). Das fühlt sich grauenvoll an und ich bekomme Probleme mit der Intonation. Mir gefallen "Vintage"-Bünde auf jeden Fall besser, die sind eben schneller "durch". Mit den viel verbauten 6105 komme ich auch noch gut klar.

Lieben Grüß
Michael
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon Manuel » Mittwoch 6. Januar 2016, 09:39

Moin!

Ich mag gerne flache Radien (12" - 16") und hohe Jumbo-Frets.
Auch den 10" auf 16" Compound Radius der Warmoth-Hälse empfinde ich als sehr angenehm.

Ich komme aber auch mit dem 9,5er (Modern Fender) klar, nur den Vintage Fender mit 7,25 finde ich nicht so toll ...
Grusz,

Manuel

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Re: Griffbrettradius

Beitragvon SilviaGold » Mittwoch 6. Januar 2016, 09:48

Griffbrettradius hängt kann man von Halsdicke ja nicht ganz trennen... das kommt immer beides zusammen..finde ich.
Und beides ist für mich auch sehr wichtig beim Gitarrespielen. Der Hals ist ja das eigentliche Spielfeld!

Wenn ich mich hier so umschaue habe ich hier mehr Gitarren mit recht flachem Radius.
Auch keine fetten Jumbobünde oder dünnste Spagettis.

Ich habe mit der Zeit wohl die Instrumente rausgesucht die irgendwie besser passen, aber auch gelernt mich etwas besser auf die Griffbretter einzustellen.Da war auch lange ein innerer Kampf dabei irgendwie :?

Als nach Jahren meine 1. Les Paul kam war der schmale Hals sehr ungewohnt - das hat sich aber komplett gelegt.
Die Casino die ich nun hier habe lässt sich sogar so gut spielen, dass ich ich mich an die Leichtigkeit gewöhnen könnte und so das Handhaben der Strat und Akustik, mit deren etwas dickeren Hälsen etwas zu verlieren.

Aber so wechsel ich dann nungezwungenermaßen wieder öfter hin und her, aber lasse mich inspirieren.
Jedoch finde ich es besser nicht so oft zu tauschen damit sich die Muskelbewegung quasi einspielt und ich mich drangewöhnen kann.
Momentan mache ich die Auswahl allerdings aus Tageslaune herraus.

Eine Allroundhals, -radius, -gitarre habe ich nicht.
Es gibt auch keine Allroundhände und so wird jeder seine ureigene Erfahrung damit machen.
Da mag es dann auch Spieler geben die, durch ihre Anatomie, die durchschnittlich üblichen Größen besser bedienen können.

Probieren, probieren, probieren :)

LG Andrea
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon bluesation » Mittwoch 6. Januar 2016, 10:09

In meinem Fuhrpark ist das eine Ende eine Gibson Mensur, min. 12 Radius, evtl. mehr, mit Mini-Spaghetti Bünden und am anderen Ende eine Fender Mensur, 7,5 Radius. Darauf hab ich mir vor vielen Jahren die breitesten Bünde machen lassen, die es damals gab, waren glaub für Bass gedacht. Heute gibt es wahrscheinlich noch extremere Ausprägungen.

Auf allen Gitarren komme ich gut zurecht. Einen echten Favoriten habe ich nicht. Am unanstrengensten ist die Gibson Mensur, 12er Radius, Medium Jumbo. Am meisten jedoch spiele ich die Fenders, mit 7,5 und 9,5 Radius. Das liegt aber an der Gitarre insgesamt, welchen Anteil am Wohlbefinden nun die Halsbeschaffenheit oder gar der Radius hat, vermag ich nicht zu beziffern.
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon Ugorr » Mittwoch 6. Januar 2016, 11:21

Moin.
"Gibson" Mensur Mensch hier!
Ich komme mit 12" Gitarren Super klar und fühle mich da zu Hause. CortM600, LesPaul, Ibanez Artcore, die HarleyBenton Tele im Proberaum: Alles ähnliche Radien am Hals, meine Lieblingsakustik geht ebenfalls in die Richtung.
Bei Fenderradien muss die Gitarre dazu stimmen. Jazzmaster(9,5") ist gar kein Problem, Tele auch nicht. Aber mit Strats habe ich Probleme. Was aber nicht nur am Hals liegt. Die Strat ist einfach das unergonomischste Gitarrengerät überhaupt. Obwohl: die 80er Jahre Flitzefingerstrats finde ich noch schlimmer.
7,25"er Gitarren empfand ich oft als "sperrig". Was natürlich immer auch an Gewöhnung liegen könnte.
Gruß
Ugorr
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon Guitarthunder » Mittwoch 6. Januar 2016, 12:10

Hi
ich hatte letztens meine Vorg/Pearl Tele aus den 80ern beim Bünde abrichten. Die hat sogar nur einen 6,5" Radius.Der Gitarrenbauer sagte das er das auch noch nicht hatte. Die hatte ich jahrelang nur für Bottleneck benutzt. Aber man kann sich dran gewöhnen.

Gruß Michael
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Re: Griffbrettradius

Beitragvon Magman » Mittwoch 6. Januar 2016, 12:26

Das ist schnell beantwortet:

9,5" oder lieber noch 10" bis 16" Compound Radius, Dunlop 6105 Jumbo-Bünde und einen Fat C-Profil Hals mit mindestens durchgehenden 24 mm wie bei meinen beiden Nick Pages. Darauf fühle ich mich pudelwohl und kann auch relativ ermüdungsfrei spielen :thumbsup03:
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