Quartersawn Necks

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Re: Quartersawn Necks

Beitragvon partscaster » Donnerstag 18. Mai 2017, 11:03

Mintage hat geschrieben:Interessant ist doch, das die Vintage -Fender (vor 1965) der guten, alten
Zeit mit quartersawn nix am Hut hatten... - und deren Hälse sind äußersts
stabil ;-)


Aber da gab es doch noch das gute Zauberholz! :cool01:
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Re: Quartersawn Necks

Beitragvon Magman » Donnerstag 18. Mai 2017, 11:44

Mintage hat geschrieben:Interessant ist doch, das die Vintage -Fender (vor 1965) der guten, alten
Zeit mit quartersawn nix am Hut hatten... - und deren Hälse sind äußersts stabil ;-)


Das stimmt schon. Aber überlege mal wie wenig Gitarren damals gebaut wurden und welche Hölzer es da noch gab - also die Guten. Außerdem waren die Hälse gut (dick) lackiert und somit gut gegen alle Äußerlichkeiten geschützt. Der Hals von Thomas Blugs 61er Strat ist fast so hart geworden wie ein Eisenträger. Das macht die Gitarre eben auch so gut und schnell im Ton, was für ihn wiederum mit zum Sound und Tone gehört. Neue Quatersawn Hälse sind von Anfang an härter - nicht so verwindbar - als andere. Also haben wir ein relativ ähnliches Verhalten wie bei Thomas No1.
Weist du wie viele Probleme diese ganzen Relic CS Strats machen, deren Hälse hinten völlig nackt sind? Wenn man die nicht regelmäßig bespielt saugen die förmlich die Feuchtigkeit auf und arbeiten dann selbstständig! Aber Hauptsache es sieht saugeil alt aus ;) Aber das ist ein ganz anderes Thema.
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Re: Quartersawn Necks

Beitragvon setneck » Donnerstag 18. Mai 2017, 12:44

Walter Kraushaar hat seinerzeit mal Experimente dazu gemacht:

http://www.kraushaar-gitarren.de/cms/biegefestigkeit.html
Schöne Jrööss,
Thomas
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Re: Quartersawn Necks

Beitragvon Mintage » Donnerstag 18. Mai 2017, 12:51

Magman hat geschrieben:
Mintage hat geschrieben:Interessant ist doch, das die Vintage -Fender (vor 1965) der guten, alten
Zeit mit quartersawn nix am Hut hatten... - und deren Hälse sind äußersts stabil ;-)


Das stimmt schon. Aber überlege mal wie wenig Gitarren damals gebaut wurden und welche Hölzer es da noch gab - also die Guten. Außerdem waren die Hälse gut (dick) lackiert und somit gut gegen alle Äußerlichkeiten geschützt. Der Hals von Thomas Blugs 61er Strat ist fast so hart geworden wie ein Eisenträger. Das macht die Gitarre eben auch so gut und schnell im Ton, was für ihn wiederum mit zum Sound und Tone gehört. Neue Quatersawn Hälse sind von Anfang an härter - nicht so verwindbar - als andere. Also haben wir ein relativ ähnliches Verhalten wie bei Thomas No1.
Weist du wie viele Probleme diese ganzen Relic CS Strats machen, deren Hälse hinten völlig nackt sind? Wenn man die nicht regelmäßig bespielt saugen die förmlich die Feuchtigkeit auf und arbeiten dann selbstständig! Aber Hauptsache es sieht saugeil alt aus ;) Aber das ist ein ganz anderes Thema.


Moin,

wenig Gitarren hat Gibson damals von der Les Paul gebaut, von der Stratocaster gab es Tausende bis zum
Baujahr 1965. Nur die Besitzer einer solchen glauben, das es wenige davon gäbe ;)

Die Hälse waren vergleichbar dünn lackiert ( zu der Zeit ab CBS, als einfach fett Polyester draufkam) - und zwar mit echtem
Nitro-Lack: das alles gibt es seit Ende der 60er nicht mehr bei Fender, da verboten.

Das die Holzqualität eine völlig andere war, ist ja der Grund, warum diese alten Hälse stabil sind und so gut klingen: sie waren gut abgelagert - und jeder war quasi eine Einzelanfertigung nach Laune u. Tagesform des Arbeiters.

Nach 12 Jahren 52er Reissue-Tele und Eric Johnson-Strat-Erfahrung ist meine Beobachtung, das beide Hals-Holzarten gleich
stabil, verzugs- und korrigierfrei sind - aber das sind auch meine beiden Ur-Fenders (aus der Neugründungszeit), die vergleichsweise dünne Hälse haben.

Die Relic-Hälse sind doch auch hinten lackiert und werden anschließend auf alt runterpoliert - offenes Holz kann ich da
nicht erkennen :kopf_kratz01: Ich vermute eher, das auch der Customshop viel zu viele Gitarren zu schnell produziert - und
somit die gleichen Probleme haben kann, die Gibsons Customshop serienmässig heimsuchen 8-)

Grüße
Rainer
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Re: Quartersawn Necks

Beitragvon Magman » Donnerstag 18. Mai 2017, 14:53

Mintage hat geschrieben:Die Relic-Hälse sind doch auch hinten lackiert und werden anschließend auf alt runterpoliert - offenes Holz kann ich da
nicht erkennen
Grüße
Rainer


Doch Rainer, sonst hätte ich es nicht geschrieben! Das gibt es so und so ;)
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Re: Quartersawn Necks

Beitragvon THB » Donnerstag 18. Mai 2017, 20:20

Ich finde die spannende Frage ist, ob früher alles -oder zumindest die Holzqualität- besser war? Abgesehen von Thema Ablagerung (bin gespannt was ein BWLer dazu zu sagen hätte) ist zumindest mein Eindruck -basierend auf den Erfahrungne mit Birke-Multiplex- dass die Holzqualität sich in den letzten 30 Jahren verschlechtert hat..., und da die Aufwachsbedingungen für Hölzer ähnlich sind....
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Everyone's approach to what can come out of six strings is different from another person, but it's all valid. "
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