Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon partscaster » Samstag 27. Mai 2017, 15:26

Wizard hat geschrieben:Gegenfrage: Muss eine Opernsängerin zwangsläufig fett sein, um eine außergewöhnlich gute Stimme zu haben?

Abwegiger Vergleich? Nee, finde ich nicht ... :twisted:


Es ging aber doch gar nicht primär um den Klang. ;)


Antwort auf deine Frage:

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:smoke01:
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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon HaWe » Samstag 27. Mai 2017, 16:00

Hmmmm..........
Meine derzeit fast nurnoch gespielte Gitarre wiegt, laut der digitalen Küchenwaage, ganze 2,34 kg. :o
War mir bis eben gar nicht soooo bewusst. ;)

Es ist eine Hohlraumgitarre (Godin 5th Avenue Cw Kingpin II) und jedesmal, wenn ich eine meiner anderen Gitarren in die Hand nehme, fehlt mir irgendetwas, was die Gute mir gibt. :shock:
Sie lässt sich auf Grund ihrer Abmessungen zwar nicht so leicht spielen, wie die meisten anderen, das ist mir aber mittlerweile völlig egal :o :) .


Nur ..... darum ging es ja hier gar nicht. ;)
Für mich kann ich sagen: Grundsätzlich ist mir das Gewicht (fast) Wurscht, wenn der Klang stimmt.
Deshalb habe ich meine Gitarren auch noch nicht alle gewogen. ;)
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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon Diet » Sonntag 28. Mai 2017, 08:13

tommy hat geschrieben:Mich beschäftigt gerade Folgendes:

Mal vorausgesetzt, dass seriöse Hersteller bestimmtes, festgelegtes Holz verwenden (nehmen wir mal die Klassiker Erle, Mahagoni, Esche, Palisander und Ahorn), dann müsste man doch eigentlich davon ausgehen, dass langsam gewachsenes Holz das hochwertigere und somit auch schwerere Holz mit höherer Dichte ist.
Wie passt das mIt den teuren, meist leichteren Gitarren aus den Customshops zusammen?
Klar, innerhalb einer Gattung von bspw. Mahagoni gibt es verschiedene Arten. Aber ist nicht trotzdem immer der schwerere Baum derjenige, der langsamer gewachsen ist?
Oder hat die Dichte mit Wuchsdauer bzw. Wuchsdauer mit Qualität nichts zu tun?


So, jetzt mal etwas provokant:
Könnte es sein, dass Holzqualität eventuell bei E-Gitarren keine Relevanz bezüglich der Klangqualität besitzt sondern lediglich das Variieren verschiedener Arten, Dichten und Gewichte den Sound entscheidet? Unabhängig von Qualität?
Qualität hingegen lediglich wichtig für die Verarbeitung, Robustheit und Haltbarkeit der E-Gitarren ist?


Moin,

ich glaube, Du hast recht.

Hier geht es ja nur um das Holz, also ist der Resonanzkörper der Semis oder Akustiks außen vor.
(Dazu passt übrigens auch das Thema Opernsängerinnen :D ;) )

Ich denke mal schwerer und dichter ist gleichbedeutend mit härter, oder?

Leichter wäre dann zwangsläufig weniger dicht und hart.
Ich denke, je leichter und weicher ein Holz ist, desto mehr Schwingung wird aufgenommen, also kompensiert.
Je härter und schwerer das Holz desto weniger Schwingung nimmt es auf.

Für die größtmögliche Lautstärke und Klangbreite wäre theoretisch also härter und schwerer gleichbedeutend mit besser.
Am "besten" würde dann wohl rein theoretisch eine Gitarre aus Beton klingen. :kopf_kratz01:

Das wäre wohl die Theorie.
Die Praxis sieht da für mich ganz anders aus :D
Ist vielleicht ein bisschen wie Schulmedizin versus ganzheitlich und so.
An allem ist was dran und man muss die beste Kombination finden.

Ich vermute, dieses "Kompensieren" oder Verbraten der Schwingungen macht den spezifischen Klang einer Gitarre aus.
Je nach Holz und Dichte werden bestimmte Frequenzen mehr oder weniger sozusagen "gelöscht" und das ist dann
der Unterschied z.B. zwischen einem Hals aus Mahagoni oder einem aus Ahorn.
Klanglich am besten ist dann da wohl das am besten passende Verhältnis aller Komponenten.
Wobei da dann ja jeder so seine eigenen Vorlieben hat.

Qualitativ besser bezieht sich beim Holz für mich subjektiv eher auf gut abgelagert und nicht mehr zu viel arbeitend,
also nicht verziehend und so.

Jetzt hab ich im Grunde nur Dein posting in anderen Worten wiederholt, glaube ich :kopf_kratz01: :D ;)

Gruß Diet
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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon kiroy » Sonntag 28. Mai 2017, 09:07

Diet hat geschrieben:...Am "besten" würde dann wohl rein theoretisch eine Gitarre aus Beton klingen. :kopf_kratz01: ...
Ich erinnere mich, dass ich irgenwann Anfang der 80er Jahre mal gelesen habe, dass jemand eine "Stein-Gitarre" gebaut - ich glaube aus Granit - und diese auf einer Messe (in USA?) vorgestellt hat. Die hatte angeblich ein unwahrscheinliches Sustain.

Da braucht man auch kein Gigbag, eher 'nen Gabelstapler. :mrgreen:
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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon setneck » Sonntag 28. Mai 2017, 09:22

Erstmal: wir sind beim Gewicht, nicht beim Klang in Abhängigkeit von...
Aber davon abgesehen gehe ich z.T. mit tommy und Diet konform. Dummerweise ist die Variabilität (Varianz) bei Hölzern recht groß - auch innerhalb einer Art (oder Unterart)! Aber im Großen und Ganzen gibt es da natürlich die "bekannten" Eigenschaften.
Dichte (Masse pro Volumen) macht Gewicht, klar. Der Begriff "Härte" passt hier nicht so ganz - ich verweise nochmal auf Walter Kraushaars Ausführungen und Experimenten zu Biegesteifigkeit. Dichte und Steifigkeit sind nicht zwingend proportional zueinander, wer mal mit Balsa gearbeitet hat, weiß was ich meine (waren das nicht G, die seinerzeit der LP Custom eine Sandwichkonstruktion mit Balsa verpasst haben?).
Was bleibt, ist die Summe des Festkörpers "Gitarre", bei einer elektrisch zu verstärkenden möglichst wenig Eigenresonanz, und das auch noch in den "richtigen" Frequenzen (hier kommt die pers. Vorliebe ins Spiel) und dem "richtigen" Einschwingverhalten.
Diese Summe kann auch aus anderem Material als Holz erreicht werden. das ist a) nicht unbedingt einfach und b) ist die Akzeptanz bei einem so konservativem Völkchen wie Gitarristen nicht eben groß. Meine Flaxwood Rautia (erwähnte ich die schon?) war jedenfalls nahe dran. Aber auch ich spreche mich nicht frei von anderen (visuellen, haptischen...) Reizen gegenüber Instrumenten.
Und am Ende sind wir wieder bei "jedem Tierchen sein Pläsierchen". :banana02:
Schöne Jrööss,
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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon setneck » Sonntag 28. Mai 2017, 09:25

kiroy hat geschrieben:
Diet hat geschrieben:...Am "besten" würde dann wohl rein theoretisch eine Gitarre aus Beton klingen. :kopf_kratz01: ...
Ich erinnere mich, dass ich irgenwann Anfang der 80er Jahre mal gelesen habe, dass jemand eine "Stein-Gitarre" gebaut - ich glaube aus Granit - und diese auf einer Messe (in USA?) vorgestellt hat. Die hatte angeblich ein unwahrscheinliches Sustain.

Da braucht man auch kein Gigbag, eher 'nen Gabelstapler. :mrgreen:

Ja, das wäre ein Versuch in Richtung Null Eigenresonanz. Aber ob die "klingt"? :kopf_kratz01:
Les Paul hat seinerzeit (lange vor der gleichnamigen Gitarre) mit Eisenbahnschienen experimentiert. Nicht Dumm, der Bursche.
Schöne Jrööss,
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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon tommy » Sonntag 28. Mai 2017, 10:31

Um die Biege zum ursprünglichen Thema zu bekommen...haptische Vorlieben lassen sich m.E. nicht von Soundvorstellungen trennen (insofern schadet es m.E. auch nicht, wenn man Soundauswirkungen in diesem Thread mit einbezieht).

Wohl dem, der -so wie ich- seine Vorliebe, eher schwerere Gitarren vor der Wampe hängen zu haben, auch Musik präferiert, die zu diesem Umstand passt. Ich mache gerne fetten Rock, getragen von viel Sustain. Da ist es leichter die richtige Gitarre zu finden.
Ich könnte mir vorstellen, dass es größere Schwierigkeiten geben könnte, wenn ich ausschließlich nur mit sehr leichten Gitarren klar käme. Gott sei Dank könnte man dieses "Manko" einigermaßen gut durch eine entsprechende PU Wahl kompensieren. Zumindest, wenn man das Thema Sustain aussen vor lässt.
Insofern ist es von großem Vorteil, dass die PUs wohl mit den größten Anteil am Sound einer E-Gitarre haben. Sie geben einem die Möglichkeit, die Auswahl an Gitarren umfangreich zu halten.

@Martin, mich würde mal interessieren, ob Du aus heutiger Sicht, bei Deiner momentanen Musik, rein soundlich mit einer 4,5 kg Gitarre klarkommen würdest?
LG Tommy


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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon tommy » Sonntag 28. Mai 2017, 10:46

Da fällt mir gerade noch ein, dass es offensichtlich doch auch Probleme mit schweren Gitarren geben kann.
Meine 5kg LP Custom hat so viel Bumms, dass sie teilweise meinen Bluesbreaker in die Knie zwingt. Trotz voll rausgedrehter Bässe fängt er manchmal an zu "furzen". Der Sound ist nicht mehr richtig kompakt und stramm.

Es ist halt doch das Zusammenspiel aller Komponenten, welches schee Musik macht! :)

Aaalso.....bestimmt optimalerweise eventuell das Wohlfühlgewicht der Gitarre die Auswahl der restlichen Komponenten mit, oder verliere ich mich jetzt zu sehr in Esotherik? :tuete01:
LG Tommy


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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon Wizard » Sonntag 28. Mai 2017, 11:30

tommy hat geschrieben:
Es ist halt doch das Zusammenspiel aller Komponenten, welches schee Musik macht! :)


Du hast den Nagel versenkt Bild Bild
Gruß Peter

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Re: Ich mag keine zu leichten E-Gitarren...

Beitragvon HaWe » Sonntag 28. Mai 2017, 12:26

Wizard hat geschrieben:
tommy hat geschrieben:
Es ist halt doch das Zusammenspiel aller Komponenten, welches schee Musik macht! :)


Du hast den Nagel versenkt Bild Bild


Sowas in der Art (das mit dem Zusammenspiel aller Komponenten, die letztlich das gute Ergebnis ausmachen) wollte ich auch gerade schreiben. :thumbs: :)
Und dabei spielt das persönliche Empfinden eine nicht unerhebliche Rolle.
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