Altes Holz - Erfahrungen

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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Duke » Mittwoch 26. Juli 2017, 22:23

Ach, ich muss nächste Woche mal ein paar Bilder machen. Je länger ich so drüber nachdenke, ja, musste wohl so sein.

Wobei mein "alter" Bass schon sehr geil eigentlich sogar in jeder Beziehung perfekt war, genau wie meine anderen auch eher neueren Gitarren.

Aber, mit den Vintage-Schätzchen ist halt irgendwie anders und ja, auch irgendwie cooler. :kopf_kratz01:

HaWe: Sehr cool, wusste ich gar nicht, wir müssen die mal nebeneinander stellen.
LG
Uwe
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Batz Benzer » Donnerstag 27. Juli 2017, 09:55

Ich glaube, dass da zwei Phänomene ineinander spielen:

Auf der einen Seite ist da das Holz und dessen Schwingungseigenschaften. Die bringt Holz einerseits mit, erwirbt sich, so es denn viel gespielt wird und darauf auch reagiert, mit den Jahren zusätzliche Schwingungseigenschaften. Diese können das Klangbild bereichern, müssen das aber nicht. Analog zum Whisky: Der Alterungsprozess im Fass setzt Holzaromen frei, die aber je nach Fass nicht nur positiv sein müssen, es dann aber doch meist sind.

Auf der anderen Seite gibt es da den Nimbus der Antiquität, des Gegenstandes mit Geschichte; die spezielle Haptik und der Geruch machen uns an. Die Aufmerksamkeit im Detail, die Verwendung authentischer Zutaten, die generelle Liebe, mit der solch ein Instrument hergestellt wird - all das begeistert uns ebenfalls, aber auf einer anderen Ebene. Hier kaufen wir "den Vibe einer anderen Zeit", die wir romantisch mit Gefühlen aufgeladen haben.
Kommen diese beiden Faktoren zusammen, macht es Peng! in unseren kleinen, mickrigen Gitarristenhirnen. :panic:

Liebe Grüße,

Batz.
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Wizard » Donnerstag 27. Juli 2017, 10:50

Wow Batz, das hast du nicht nur schön sondern auch sehr treffend beschrieben :thumbsup03:

Was mir erneut auffiel: Wir Autofahrer vergleichen ja vieles gerne mit dem Auto. Du als Whisk(e)y-Trinker und nicht Autofahrer ziehst gerne
Vergleiche mit altem Whisk(e)y. Sehr originell und meistens passend :mrgreen:
Gruß Peter

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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Roger X » Donnerstag 27. Juli 2017, 11:34

Hi,
ich denke auch, daß mehrere Faktoren in die "Magie" von alten Instrumenten einfließen.
Meine alte Strat (von 1964) war in einem erbarmungswürdigen Zustand als ich sie bekam:
lag 30 Jahre in einem Pappkarton ungespielt auf einem Speicher,
Hals war verzogen
Bünde mit Kerben, als hätte jemand mit dem Hammer die Saiten auf die Bünde gehauen
die alte Sunburst Lackierung teilweise abgeschmirgelt und mit weißem Autolack aus der Sprühdose überlackiert
Pickguard zerbrochen, Halstonabnehmer defekt

und trotzdem klang schon der erste Ton magisch nach alter Strat, trotz der langen Ruhephase.
nachdem sie restauriert war mit neuen Bünden, der Hals gerichtet, Tonabnehmer ersetzt, neues Pickguard, Lack habe ich gelassen,
klingt sie einfach nur gut, obwohl ich sie leider nur selten spiele,
ich mag halt meine Les Paul noch mehr :oops:
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Gurkenpflücker » Dienstag 1. August 2017, 19:15

Also, ich habe das große Glück, ein paar gute alte und ein paar gute neue(re) Gitarren zu besitzen ... sowohl elektrisch als auch akustisch.
Meiner Erfahrung nach sind ALLE guten alten Gitarren einer Bauart/Gattungsgleichen guten neuen Gitarren überlegen.. egal ob Stange onder Customshop. Allerdings offenbart sich diese Überlegenheit oft nicht auf Anhieb, da alte Gitarren in den seltensten Fällen überwältigend spektakulär sind (Das ist die Aufgabe von PRS und Taylor, klingt aber nach kurzer Zeit i.d.R. wieder ab ;-)). Oft bemerkt man die herausragenden Qualitäten erst, wenn man eine Beziehung zu dem Instument entwickelt hat. Zudem heisst es nicht automatisch, dass gute alte Gitarren alles besser können. Oft sind sie speziaisierter als gute neue Allrounder.

Mein bestes Beispiel: Meine 67er Tele, die ich in unberührtem Originalzustand vom Erstbesitzer gekauft habe, ist so gut, dass ich keine andere Tele mehr spielen wollte und nach und nach alle verkauft habe. Dazu habe ich willentlich und wissentlich den Sammlerwert ruiniert, indem ich die unberührten Lötstellen geöffnet und die komplette Schaltung+Pickups durch neues Material ersetzt habe, um diese Gitarre uneingeschränkt Bühnentauglich zu machen ...und das obwohl der Hals für meinen Geschmack einfach viel zu dünn ist und die Bünde viel zu niedrig. ;)

Die alten Gitarren haben mich meinen Bestand jedenfalls ordentlich ausdünnen lassen... Ich stehe drauf.

Gruß
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Diet » Dienstag 1. August 2017, 22:39

Gurkenpflücker hat geschrieben:Also, ich habe das große Glück, ein paar gute alte und ein paar gute neue(re) Gitarren zu besitzen ... sowohl elektrisch als auch akustisch.
Meiner Erfahrung nach sind ALLE guten alten Gitarren einer Bauart/Gattungsgleichen guten neuen Gitarren überlegen.. egal ob Stange onder Customshop. Allerdings offenbart sich diese Überlegenheit oft nicht auf Anhieb, da alte Gitarren in den seltensten Fällen überwältigend spektakulär sind (Das ist die Aufgabe von PRS und Taylor, klingt aber nach kurzer Zeit i.d.R. wieder ab ;-)). Oft bemerkt man die herausragenden Qualitäten erst, wenn man eine Beziehung zu dem Instument entwickelt hat. Zudem heisst es nicht automatisch, dass gute alte Gitarren alles besser können. Oft sind sie speziaisierter als gute neue Allrounder.

Mein bestes Beispiel: Meine 67er Tele, die ich in unberührtem Originalzustand vom Erstbesitzer gekauft habe, ist so gut, dass ich keine andere Tele mehr spielen wollte und nach und nach alle verkauft habe. Dazu habe ich willentlich und wissentlich den Sammlerwert ruiniert, indem ich die unberührten Lötstellen geöffnet und die komplette Schaltung+Pickups durch neues Material ersetzt habe, um diese Gitarre uneingeschränkt Bühnentauglich zu machen ...und das obwohl der Hals für meinen Geschmack einfach viel zu dünn ist und die Bünde viel zu niedrig. ;)

Die alten Gitarren haben mich meinen Bestand jedenfalls ordentlich ausdünnen lassen... Ich stehe drauf.

Gruß
Gurki


Moin,

ich denke ja auch oft an sowas wie diesen Satz von Dir: Oft bemerkt man die herausragenden Qualitäten erst, wenn man eine Beziehung zu dem Instument entwickelt hat.
Und ich habe etwas den Verdacht, dass man sich mit alten Gitarren eben einfach mehr beschäftigt und sich mehr auf sie einlässt und auch intensiver in sie "reinhört",
wenn man dann eben mal eine solche alte hat. Weil es eben alte Gitarren sind und das grundsätzlich schon mal irgendwie "geiler" ist.

Das macht man mit einer neuen nicht so, weil immer der Gedanke im Hinterkopf bleibt: Die ist neu.
Und bei "neu" ist immer irgendwo der Gedanke dabei, dass da noch was gehen muss. Es wird doch z.B. bei fast jeder neuen Gitarre heutzutage an einen
Pickupwechsel gedacht. Da wird heute eher erst mal geschraubt, als sich längere Zeit damit zu beschäftigen und sich rein zu fühlen und zu hören.
Es ist bei neuen sehr schwer, sich da mal "angekommen" zu fühlen.

Bei einer "alten" geht aber nichts mehr. Bei einer Tele aus dem Jahr 62 wechselt man nicht erst mal die Pickups, denn die können und dürfen ja eigentlich nicht schlecht sein.
Da zieht auch der Gedanke des Einspielens nicht so richtig, wenn sie nicht gerade 40 Jahre ungespielt im Koffer lag.
Da will man zwangsläufig dann auch mehr hören und fühlen, weil alte Gitarren ja irgendwie geil sind. Und da der Mensch nun mal immer irgendwie gesteuert ist,
ob er es will oder nicht, tut er das dann vielleicht auch.

Das ist alles wohlgemerkt nur Spekulation und Gedankenspielerei :D ;)
Ich hab nämlich keine Erfahrung mit wirklich alten Gitarren und kann es daher nicht wissen :?

Gruß Diet
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Batz Benzer » Mittwoch 2. August 2017, 07:58

Moin!

Ich habe ein wenig Erfahrung mit alten Instrumenten, die sich aber wohl nicht mit Gurkis messen kann; aus dieser Erfahrung bislang würde ich Dir, Diet, uneingeschränkt recht geben wollen.

Zumindest hatte ich auch schon "Vintage-Schätzchen", die ich wirklich grausam fand und nur genommen hätte, um sie zu verkaufen und gescheite Instrumente anzuschaffen. :mrgreen:

Habt einen schönen Tag,

Batz. :thumbsup03:
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Duke » Mittwoch 2. August 2017, 22:52

Gurkenpflücker hat geschrieben:... Oft bemerkt man die herausragenden Qualitäten erst, wenn man eine Beziehung zu dem Instument entwickelt hat...


Glaube ich auch, würde aber auch für neue gute bzw. sehr gute Instrumente gelten, also die, mit denen man alt werden möchte. :kopf_kratz01:
Auf der anderen Seite konnte ich mal eine fifties Tele spielen, die war schon deutlich besser als meine, und das beim ersten Anspielen, allerdings auch mehr als 15x so teuer... :shock:

Für mich war / ist mein Beatles-Bass ein echt krasse Erfahrung. Wenn ich hier den direkten / frischen, also gerade vollzogenem Vergleich zu z. B. den neueren Varianten gleicher Bauart ziehe, kostet der gebrauchte Alte halt ein, sagen wir mal, Drittel im Vergleich zu den Top-end-Bässen und ca. ca. das 2 - 3-fache der Low-budget-Variante.

Wenn jetzt jemand argumentiert, ihm wäre der Preisaufschlag zwischen Low- und High-end-Variante zu hoch ist, und er könnte den Mehrwert nich sehen, könnte ich das grundsätzlich nachvollziehen. Hab schon ein paar günstige Bässe in der Hand gehabt, die gut waren.

Beim Vergleich mit den alten Bässen funktionieren die Argumente nicht. Wenn man für einen relativ geringen Mehrpreis unbeschreiblich mehr an Wert bekommt, dann ist es nicht wirklich klug sich anders zu entscheiden...

Aber, zum Glück trifft man die Entscheidungen zu Instrumenten ja eh mehr aus dem Bauch heraus - ich zumindest. ;-)
LG
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Gurkenpflücker » Mittwoch 2. August 2017, 23:48

Diet hat geschrieben:Und ich habe etwas den Verdacht, dass man sich mit alten Gitarren eben einfach mehr beschäftigt und sich mehr auf sie einlässt und auch intensiver in sie "reinhört",
wenn man dann eben mal eine solche alte hat. Weil es eben alte Gitarren sind und das grundsätzlich schon mal irgendwie "geiler" ist.


Sicherlich spielt der Mojo einer alten Gitarre auch eine Rolle, vor allem eine emotionale. Tatsächlich bin ich aber jetzt nicht so der verklärte Vintage Romantiker und gehe auch an diese Baustelle mit dem nötigen Pragmatismus dran. Grundsätzlich ist es mir erstmal egal wie alt oder neu, billig oder teuer eine Gitarre ist. Meine olle Tele hat allerdings mehrere wirklich gute Instrumente verdrängt, die ich teilweise mit viel Zeit, Geld und Akribie nach meinen Bedürfnissen zusammengestellt habe und die locker auf Custom Shop Niveau mitspielten und ich mitunter schon einige Jahre hatte. Diese Tele hat einfach etwas, das ich seitdem bei jeder neuen Tele vermisst habe. Einen gewissen X-Factor, wenn man so will ;). Es hat aber etwas gedauert, bis ich den ergründet habe. Trotzdem musste ich auch ein bisschen was ändern. Der Steg Pickup klang zwar großartig, war aber leicht mikrofonisch und der Neck Pickup klang mir etwas zu belegt. Dem konnte ich allerdings mit einem Satz Kloppmännern Abhilfe schaffen.
Es gibt aber natürlich auch viele alte Instrumente, die nicht besonders großartig sind. Man muss halt wirklich die guten finden, und das sind dann mitunter noch nichtmal die teuren.

Bei Akustikgitarren finde ich den Effekt übrigens noch viel dramatischer. Es gab da ein paar, von denen ich mich anfangs ein bisschen gewundert habe, was daran so besonders sein soll, die ich aber nach ner Stunde nie wieder aus der Hand geben wollte.
Bei einer akustischen kann man sich allerdings leicht durch frische Saiten blenden lassen. Meiner Meinung nach offenbart eine wirklich gute Akustikgitarre ihre wahren Qualitäten erst, wenn die Saiten schon eine ganze Weile (ein paar Wochen oder sogar Monate) eingespielt sind. Vor allem beim Recording. (Nicht umsonst verwahren viele Studio Cracks in Nashville ihre alten Saiten.... ;)) Spielt man dann aber ein ähnliches Modell mit ganz frischen Saiten dagegen, klingt dieses auf Anhieb fast immer erstmal attraktiver.

Aber es stimmt natürlich auch, dass es genau so herausragend gute neue Instrumente gibt. Ich habe mir mal bei einem Freund eine relativ eherkömmliche SG ertauscht (und ich habe SGs immer gehasst). Die ist so gut und so besonders, dass ich mir schwer vorstellen kann, jemals eine zweite zu finden, die mir so gut gefällt. Mit der macht es mir sogar nichts aus, beim Slide spielen wie ein Derek Trucks Ripoff auszusehen... ;)
Andersrum gibt es aber auch immer wieder sehr gute neue Gitarren, die auf Anhieb mit einem wirklich schönen und ausgewogenen Sound imponieren, die dann aber nach einer Weile eine gewisse Kühle und Langeweile ausstrahlen, da ihnen vor lauter Perfektion irgendwie der Charakter fehlt. Das ging mir z.B. schon ganz oft bei PRS, Duesenberg und Taylor so...

Gruß
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Re: Altes Holz - Erfahrungen

Beitragvon Magman » Donnerstag 3. August 2017, 06:38

Gurkenpflücker hat geschrieben:Andersrum gibt es aber auch immer wieder sehr gute neue Gitarren, die auf Anhieb mit einem wirklich schönen und ausgewogenen Sound imponieren, die dann aber nach einer Weile eine gewisse Kühle und Langeweile ausstrahlen, da ihnen vor lauter Perfektion irgendwie der Charakter fehlt. Das ging mir z.B. schon ganz oft bei PRS, Duesenberg und Taylor so...

Gruß
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Hmmm, aber was ist das, frage ich mich oft? Die sind doch aus wirklich guten Komponenten gebaut, ja manche fast makellos und perfekt! Letztes Beispiel war die Duesenberg 52 Senior Goldtop P90. Für mich immer noch eine der hübschesten Gitarren ever. Die war auch echt klasse, aber ich wurde einfach nicht warm damit und ich gebe zu, ich hab sie erst mal wegen der Optik gekauft und das Angebot war echt gut. Das Mojo fehlt mMn, diese Gitarren klingen steril. Du klingst damit nicht nach dir, sondern bekommst irgendwie einen Stempel aufgedrückt, so zumindest meine Erfahrung damit.

Und was das alte Holz betrifft, so kann ich da gut mitfühlen. Einige Besuche bei Detlef im Maintal bestätigen das. Die besten Gitarren die ich je spielte hingen alle dort. Dort fand ich zB eine 67er Tele, für mich ein Traum einer Gitarre. Ich hätte sie damals eigentlich kaufen müssen, aber ich weigerte mich soviel Geld dafür zu bezahlen. Keine der Masterbuilds die ich je spielte ( und die teils deutlich teurer waren) kamen auch nur einen Deut da dran. Aber ihr kennt ja die Geschichte....


...es ist definitiv was dran an dem alten Holz :smoke01:

BTW: Altes Holz, aber halt keine Vintagegitarre ist die 84er Fender Paisley Japan Strat. Ich weiß nicht was es ist, aber mit dieser Strat - wenn ich mal eine spiele - habe ich nen ganz anderen Ton als mit allen anderen die ich hatte. Und das obwohl mir der Hals ganz und gar nicht passt, er ist zu dünn und hat dazu auch noch diese Spaghetti-Bündchen. Aber ich glaube, es passt trotzdem zum Thema da oben. Sehr viel gespielt, echtes Relic, echte Spuren des Kampfes. Das ist definitiv nicht zu ersetzen!
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