Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon Pommes Spezial » Dienstag 27. Februar 2018, 13:58

Was mich gewundert hat, war das Abkopfen des Korpus auf die Resonanztonhöhe.
Hat das irgend einen realen Hintergrund oder war das heiliges Wasser?
Eigentlich gehe ich davon aus, dass der Hals klangprägender als der Kopus ist.
Den hat er aber zumindest im Film nicht abgeklopft - und dann müssten doch Hals und Korpus noch aufeinander abgestimmt werden, was erst recht nicht gezeigt wurde.
Für mich sieht das damit eher nach geheimen Ritualen zum Beeindrucken der Kunden aus, als nach wirklich relevanten Prüfungen.

Wie seht ihr das?

Auch ein bisschen Voodoo wäre ja ok, mich interessiert halt, wie eine gute Klampfe wirklich gebaut wird....
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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon setneck » Dienstag 27. Februar 2018, 14:58

Pommes Spezial hat geschrieben:Was mich gewundert hat, war das Abkopfen des Korpus auf die Resonanztonhöhe.
Hat das irgend einen realen Hintergrund oder war das heiliges Wasser?
Eigentlich gehe ich davon aus, dass der Hals klangprägender als der Kopus ist.
Den hat er aber zumindest im Film nicht abgeklopft - und dann müssten doch Hals und Korpus noch aufeinander abgestimmt werden, was erst recht nicht gezeigt wurde.
Für mich sieht das damit eher nach geheimen Ritualen zum Beeindrucken der Kunden aus, als nach wirklich relevanten Prüfungen.

Wie seht ihr das?

Auch ein bisschen Voodoo wäre ja ok, mich interessiert halt, wie eine gute Klampfe wirklich gebaut wird....


Ja, da hab ich auch geschmunzelt - obwohl der Meister ja zugibt, dass der mittlere Teil des Korpus der wichtige ist. Warum dann ein Ton aus dem Korpus?
"Irgendwas zwischen C und E" - also etwa 41% aller für uns relevanten Töne...
Wie sich die Eigenresonanz dann verhält, wenn ein Hals angeleimt ist, wird nicht verraten. Bisschen Berufsgeheimnis muss sein.
Trotzdem nett, den Bau einer Gitarre mal dem Volke nahe zu bringen. Ob die Nennung des Preises vielleicht als taktischer Zug zu interpretieren ist? So in etwa: wo jetzt jeder weiß, dass eine Anfertigung nach Kundenwunsch 5000 Schleifen kostet, freut sich jeder, der sie für nur 4500 erhascht? Die Riege der Gitarrenbauer applaudiert.
Schöne Jrööss,
Thomas
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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon tommy » Dienstag 27. Februar 2018, 16:47

Pommes Spezial hat geschrieben:Was mich gewundert hat, war das Abkopfen des Korpus auf die Resonanztonhöhe.
Hat das irgend einen realen Hintergrund oder war das heiliges Wasser?
Eigentlich gehe ich davon aus, dass der Hals klangprägender als der Kopus ist.
Den hat er aber zumindest im Film nicht abgeklopft - und dann müssten doch Hals und Korpus noch aufeinander abgestimmt werden, was erst recht nicht gezeigt wurde.
Für mich sieht das damit eher nach geheimen Ritualen zum Beeindrucken der Kunden aus, als nach wirklich relevanten Prüfungen.

Wie seht ihr das?

Auch ein bisschen Voodoo wäre ja ok, mich interessiert halt, wie eine gute Klampfe wirklich gebaut wird....



Ich spinne mal ein bischen rum:

Die Gesamt- Resonanzfrequenz aus Body UND Hals bestimmt die Amplitude, die die Saitenschwingung insgesamt gesehen am stärksten beeinflusst (zum Teil "vernichtet").
Eine tiefe RF des Holzes dürfte später einen eher helleren, eine hohe RF einen tieferen verstärkten Gitarrensound bewirken. Dieser Effekt dürfte um so stärker ausfallen, je lebhafter das Holz resoniert.
Den Body zu testen wäre schon mal eine grobe Referenz in Bezug auf die Übertragungsseite "Steg" (ohne Beeinflussung des Halses).

Hach, Klugscheissen macht Spaß! :mrgreen:
LG Tommy


Der "heisseste Scheiß" für Saitenhexer: "Nasentapping"!
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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon Duke » Dienstag 27. Februar 2018, 20:09

Pommes Spezial hat geschrieben:...
Für mich sieht das damit eher nach geheimen Ritualen zum Beeindrucken der Kunden aus, als nach wirklich relevanten Prüfungen.

Wie seht ihr das?
...


Tja, wie soll man das sehen, wenn er nach Klopfen, Schleifen, Fräsen, Klopfen den Korpus "gestimmt" hat, zufrieden und wissend in die Kamera guckt, und danach aber noch ein rießen Elektrofach reinfräßt. :lol:
LG
Uwe
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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon Batz Benzer » Dienstag 27. Februar 2018, 20:12

Er sagte doch, derlei Phänomene bereits einkalkuliert zu haben. ;)
"Lennon was the soul of the Beatles, Harrison was the spirit, Paul was the heart, and Ringo was the drummer."

- George Martin
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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon Magman » Dienstag 27. Februar 2018, 21:04

Übrigens, den Kunden betreffend schrob:

Uwe Schölch hat geschrieben:Ich muss eine Lanze für Leon brechen. Der ist 19 und musste unter Zeitdruck vor der Kamera sprechen/spielen und war furchtbar aufgeregt...


Was das Abklopfen und „Stimmen“ des Bodys angeht, das machen einige erfahrene Meister, so auch Jörg Tandler. Das mag für viele Laien vielleicht etwas Voodoo sein, gehört aber zum Berufswissen. Das Abklopfen geht bereits bei der Auswahl des Holzrohlings los.
Bild

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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon THB » Dienstag 27. Februar 2018, 21:13

Der Kunde ist 19 und legt 5 Schleifen für ne Custom made hin?
"Let me explain something about guitar playing.
Everyone's got their own character.
Everyone's approach to what can come out of six strings is different from another person, but it's all valid. "
Jimmy Page
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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon Batz Benzer » Dienstag 27. Februar 2018, 21:16

Das nahm mich beim Gucken auf ein wenig wunder. :prost:
"Lennon was the soul of the Beatles, Harrison was the spirit, Paul was the heart, and Ringo was the drummer."

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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon M. L. Schwan » Dienstag 27. Februar 2018, 21:47

Pommes Spezial hat geschrieben:Für mich sieht das damit eher nach geheimen Ritualen zum Beeindrucken der Kunden aus, als nach wirklich relevanten Prüfungen.

Wie seht ihr das?

.


ähnlich wie Du :D
Viele Grüße
- Der Schwan -
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Re: Die Entstehung einer E-Gitarre in Bild und Ton

Beitragvon SilviaGold » Dienstag 27. Februar 2018, 22:05

Wer würde denn nicht auf das Holz klopfen wenn er davon ein Musikinstrument bauen will :kopf_kratz01:
Ist ja wohl das normalste von der Welt. ...und dann den Klang beurteilen die erstmögliche Schlussfolgerung :)

Man muss ja auch nicht überall den Wurm drin suchen. :rofl:

LG Andrea
Die Erde ist relativ flach. Der Ton ist relativ rund. Die Liebe ist relativ gesund.
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