Tune the matic - war: Pimp die Paula

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Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon Vintage Deluxe » Donnerstag 12. März 2015, 12:26

Bonjour,

mich würde mal interessieren, welche Erfahrungen Ihr mit den diversen Austauschteilen für die Tune-o-matic Brücke und das Stop-Tailpiece gemacht habt?

Also, Tonespros, Gotoh (Tonespros=Gotoh), Faber (made by?), Schaller, ABM, Callaham,...

Alu, Stahl, Messing, Zamac, Titanium, Kryptonite,...

Saitenreiter aus Zamac, Messing, Stahl, Nylon, Tusc, Graphtech, Holz, Knochen,...

Normale Studs/Posts/Scharuben, locking studs, Unterlegscheiben,...

Overwrapped, underwrapped,...

Lasst hören Ihr Tune-o-matic Spieler wo findet Ihr den Gral?
:bb:


Edit: Ich habe den Titel geändert, nachdem mir auffiel, dass er unabsichtlich einen grossen Teil der Tune-o-matic spielenden Gitarristen ausschloss. ;)
Zuletzt geändert von Vintage Deluxe am Donnerstag 12. März 2015, 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße,
Thomas
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Re: Pimp die Paula

Beitragvon Roger X » Donnerstag 12. März 2015, 12:54

Hi,

bis vor kurzem besaß ich eine R7 Goldtop, der hatte ich eine Callaham Brücke spendiert (cold rolled steel, you know what i mean, Jon Snow) , um sie im Klang etwas aufzuhellen.
Funktionierte sehr gut, die Gitarre wurde aber verkauft, weil ich eine bessere fand.
Das Callaham-Teil habe ich noch, die neue Les Paul ist aber so gut, daß sie keinerlei "Gepimpe" braucht.
grüße
roger
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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon Batz Benzer » Donnerstag 12. März 2015, 13:12

Ich hatte mal bei einer Gretsch die Spritzguss-"Tune-O-Matic" gegen was Edles aus kalt gewalzten Jungfrauen getauscht - das Ergebnis war das Fehlen des Twangs.

Hatte ich dann ganz schnell wieder zurückgebaut und mir gemerkt: Never change a winning team. :thumbsup03:

Lieben Gruß,

Batz.
"Lennon was the soul of the Beatles, Harrison was the spirit, Paul was the heart, and Ringo was the drummer."

- George Martin
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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon tommy » Donnerstag 12. März 2015, 14:26

Batz Benzer hat geschrieben:Ich hatte mal bei einer Gretsch die Spritzguss-"Tune-O-Matic" gegen was Edles aus kalt gewalzten Jungfrauen getauscht - das Ergebnis war das Fehlen des Twangs.

Hatte ich dann ganz schnell wieder zurückgebaut und mir gemerkt: Never change a winning team. :thumbsup03:

Lieben Gruß,

Batz.



Genau mein Ansatz! Man sollte nur zielgerichtet vorgehen, wenn einem irgendwas fehlt. Ich habe bei einer LP Junior nur mal so das olle Guss Wraparound gegen feinstes Mars Rover Radnaben Aluminium ausgetauscht. Die Axt klang vorher gut und hinterher kacke! Wurde wieder zurückgebaut.

Meine Tokai Les Paul Custom klang mir hingegen definitiv etwas zu dumpf im Hals PU Cleansound. Da habe ich dann das Stoptail mit solchen Faber Hülsen festgesetzt. Das hat etwas gebracht. Allerdings war sie hinterher bei Distortion nicht mehr ganz so wuchtig. Der Tausch des Hals PU wäre hier sinnvoller, weil ausschließlich nur er auch Zicken macht. Das wäre zielgerichteter.
LG Tommy


Ich wünsch' mir einen Dudelsack!
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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon Mintage » Donnerstag 12. März 2015, 15:26

Bei meiner 1990 neu gekauften Les Paul Standard wechselte ich 10 Jahre später die ab Werk montierte - historisch korrekte - ABR1Brücke, da mir die "historisch korrekte" Rappelfeder darauf tierisch auf den Nerv ging (zu Hause war das Rasseln immer hörbar!).
Seitdem ist die Schaller Nashville Bridge drauf - und diese funktioniert u. klingt derart, das ich gar nicht auf den Gedanken käme, diese gegen andere von Callaham etc. auszutauschen.

Im Jahr 2000 hörte noch keiner den Unterschied zwischen den Materialien der Haltebolzen oder gar der Rändelschrauben :twisted:
Allerdings tauschte ich 2010 das originale, verchromte Gußtailpiece gegen eines aus Alu ein.

Was den Klang meiner Les Paul hauptsächlich optimierte war der Wechsel zu Fralin-Pickups und ein relativ hoch (!) eingestelltes Tailpiece: dieses hat den gleichen Effekt wie ein "Saiten-Wraparound", denn die Dynamik gewinnt dadurch enorm.
Seitdem spiele ich die Paula sogar sehr gerne mit Clean-Sounds ! (eine Les Paul hat aufgrund ihrer Konstruktion Sustain ohne Ende - ein Runterdrehen des Tailpieces bis auf die Decke bewirkt noch mehr Sustain und das ist klanglich oft kontraproduktiv... ich wäre jedoch selbst nie auf diese Einstellung gekommen, Jörg Tandler machte dies. Und seitdem habe ich mehrere "Traum-R9-Customshop-Kauf-Anläufe" nach kurzer Zeit abgebrochen, da diese nicht mal in die Nähe dieses Klangs kamen ;) ).

Da bis Heute eh kein Anbieter in der Lage ist, das "historisch korrekte" Material der ABR1-Bridge auf die Reihe zu bekommen, ist quasi erlaubt, was gefällt (die Bridge bestand aus einem Zink-Aluminium Gemisch, was anschließend vernickelt wurde. Die darauf befindlichen Böckchen (!) waren aus Messing (!) und wurden ebenfalls anschließend vernickelt ).
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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon Manuel » Donnerstag 12. März 2015, 18:16

Ich habe bis jetzt immer nur aus rein mechanischen Gründen die Bridge getauscht.
Zum einen wegen einer nervenden Rappelfeder und zum anderen bei erhöhtem Saitenreissen wegen zu spitzen Reitern.
Ich wechsel in diesem Fall z.B. auch gegen eine Roller Bridge und habe dabei noch nie einen Sustain-Verlust gehört.

Beim Austausch von defekten oder mechanisch schlechten Brücken greife ich gerne auf die recht günstigen Gotoh-Teile zurück.
Reicht, alles andere ist meiner Meinung nach Voodoo. Ich bin da sehr pragmatisch ...
Grusz,

Manuel

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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon BruderM » Donnerstag 12. März 2015, 18:44

Ich habe mehrere paula-artige Gitarren (Hamer, Vox, Framus, PRS, Yamaha) und stelle grade fest, daß keine echte Tuneomatic dabei ist, meist Variationen zum Einteilersteg..... :oops:

Bei der Yamaha habe ich ein Bigsby von Duesenberg mit der ABM-Rollenbrücke nachgerüstet und muss sagen, da ist Sustainverlust kein Thema. Auf meiner Framus Tennessee habe ich das Ding auch drauf und das ist schon von der Materialanmutung/Gewicht meilenweit entfernt von diesern Standardteilen. Dazu komme die seitliche Arretierbarkeit so daß da nix wackeln kann und keine Schwingungsenergie in ungewollte Bewegung umgesetzt wird.
Ich kann durchaus empfänglich sein für günstige Lösungen, aber das Teil empfehle ich uneingeschränkt auch und grade allen Rollensattelablehnungsbeauftragungssachbearbeitern.

LG
Marc ;)
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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon Vintage Deluxe » Samstag 14. März 2015, 13:28

Mintage hat geschrieben:Allerdings tauschte ich 2010 das originale, verchromte Gußtailpiece gegen eines aus Alu ein.


Und, hast Du eine Veränderung gehört?
Viele Grüße,
Thomas
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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon Diet » Samstag 14. März 2015, 14:00

Hi,

es geht ja hier eigentlich um Paulas, aber eigentlich doch wiederum nur um das Material der Hardware.
Daher etwas subjektives aus anderen Lagern:
Bei meiner Classic 60s Strat hat der Tausch des Guß-Tremblocks gegen einen Stahlblock deutlich mehr
Höhenluftigkeit (ich nenne das mal so) und Twang gebracht.

Bei meinen Teles habe ich viel mit den Saitenreitern/Böckchen rumexperimentiert
und für mich festgestellt, dass Stahl am meisten Luft und Twang bietet.

Ich glaube daher, dass unterschiedliches Stegmaterial bei Paulas auch eine Menge bewirkt.

Gruß Diet
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Re: Tune the matic - war: Pimp die Paula

Beitragvon Magman » Samstag 14. März 2015, 19:00

Also man hat ja öfters mal Paulas die gerade auf dem Halspickup wummern. Ich mag das ja gar nicht, ich mag's lieber etwas kehlig, drahtig da oben. Meine Erfahrung war die, das ein hochwertiges Faber Alu Stoptail in sofern genau das brachte was ich mir erwünschte. Umgekehrt hatte ich das allerdings auch schon. Eine Paula die eher schwach auf Brüsten ist kommt mit schweren Stoptails oft besser rüber. Muss man einfach probieren, generell zu sagen das klingt besser stimmt nicht!
Eine gute Paula sollte sich eigentlich auch nie verstimmen. Tut sie es doch werden die Mechaniken gegen bessere ausgetauscht. Ich mag besonders Grover Mechaniken auf der LP.

Also kommt es immer darauf an welche LP da gerade vor einem liegt und wo die Schwachstellen dieser sind. Nicht immer sind aber die Pickups schuld!
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