Das akustische Mysterium

Klampfen mit ohne Strom

Das akustische Mysterium

Beitragvon Bencaster » Dienstag 2. Juni 2015, 13:50

Einen schönen guten Tag zusammen,

ich möchte mir in naher Zukunft eine A-Gitarre mit zulegen. Problem ist nur, ich hab von A-Gitarren NULL Plan. Ich kenne die gängigen Formen und einige namhafte Hersteller.
Persönlich gespielt im Laden habe ich einige Taylors, Takamines und Yamahas von 600 bis 2000 Euro. Meistens waren das Dreadnoughts, hier und da war eine Jumbo dabei.

Ergebnis:

- Ich mag beide Konstruktionsvarianten.
- Richtig gut fand ich von ca 15 getesteten Gitarren gerade mal 2. Eine war eine teure helle Taylor Dreadnought aus keine Ahnung was und die andere war eine Takamine aus Mahagoni für ca750 Euro. Die Takamine fand ich toll, liegt es vielleicht am Mahagoni?
- Negativ fiel mir auf das ich mich auf den restlichen 13 Gitarren überhaupt nicht wohlfühlte. Alleine vom Greifgefühl der linken Hand her. Viel zu schwergängig.

Meine Anforderung:

Eine leicht bespielbare A-Gitarre für max. 1500 Euro. Tonabnehmer brauch ich nicht.

Tja, was gibt's noch zu sagen...Was mir generell positiv auffällt ist der Klang von Martin Gitarren. Egal wo ich eine höre, es gefällt mir.
Testen konnte ich bislang leider keine. Macht Martin irgendwas anders als Taylor, Takamine und Co?

Ich wäre sehr dankbar wenn sich ein Akustik-Guru meldet und Licht ins Dunkel bringen kann :)

Danke
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon 75Deluxe » Dienstag 2. Juni 2015, 16:10

Ja, Martin macht vieles anders als Takamine, Taylor und co!
Z.B. Das, dass Martin mittlerweile viel "neumodische" Verbundwerkstoffe verbaut, es am Ende aber doch immer nach Martin klingt - selbst bei den günstigsten Modellen!
Taylors klingen aber eigentlich eher wie das Gegenteil einer Martin - Taylor sehr brillant, Martin sehr voll vereinfacht gesagt. Eines der Taylor-Merkmale ist tatsächlich, dass sie sich fast schon so gut wie eine E-Gitarre spielen, da sind sie schon weit vorne, wobei du natürlich jede Gitarre ähnlich gut spielbar hinbekommen solltest.

Wenn dir Martins so gefallen, dann teste doch mal einige - bei deinem Budget von 1500 € findest du auf jeden Fall eine gute!
Nutze und mag u.a.: Fender Blues Junior III (gemoddet), Boss GT-10, Eigenbau-Strat, Gibson Les Paul DeLuxe, Rickenbacker 660/12, Gretsch 5422 TDC, Taylor 456 ce 12string, Taylor GS Mini e-Koa, Recording King Lapsteel, Washburn Mandoline, ...
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon Beppo » Dienstag 2. Juni 2015, 16:37

Da für dich das Akustikgitarren-Universum recht unbekannt ist, hast du die einmalige Chance, ohne Ansehen der Marke dir die rauszusuchen, die dich anspringt. Insofern machst du das schon richtig: anspielen, anspielen, anspielen.
Mit dem Budget 1.500 € ohne PU solltest nur was sehr anständiges bekommen. Wenn du sagst, eine Martin Dread gefällt dir gut: damit machst du keinen Fehler. Eine D-16 oder eine gebrauchte D-18 könnte da drin sein. Ich spiele eine D-16 RGT (Rosewood Glosstop) und die ist fantastisch.
Leichte Bespielbarkeit sagt man generell Taylors nach, wie hier schon gesagt. Mir gefallen auch Matons in dieser Hinsicht, aber die liegen über dem Budget.
Aber damit wirst du schon wieder latent auf bestimmte Marken eingenordet. Daher: geh raus zum Spielen :mrgreen: !
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon akustikgitarrist » Dienstag 2. Juni 2015, 22:30

Sehr wichtig wäre zu wissen, welche Art Musik Du spielen willst. Songbegleitung, Bluesiges, Fingerstyle, Celtic?!?!?
Für mich ist eine OM immer eine Allroundgitarre. Die Kombi Fichte/Mahagoni geht eher in RIchtung Erdig/Bluesy und Fichte/Palisander eher in eine offenere orchestraler Richtung. Man kann auf einer guten OM alles spielen, selbst Celtic oder Songbegleitung. Sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis haben Larrivee - da ist z.B. die OM3 Klasse fürs Geld ca 1400 Euro - oder Furch. In den Ebay Kleinanzeigen wandert gerade eine Martin OM 18 umher.
Ach ja die 000 Triples O Gitarre habe normalerweise eine verkürzte Mensur von 630mm, während OMs 64x mm besitzen. Die 000 sind daher etwas müheloser zu spielen.

Ausserdem habe ich Dir mal ne PM gesendet :)
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon Bencaster » Mittwoch 3. Juni 2015, 05:32

Guten Morgen,

vielen Dank für Eure Antworten - das hat mich schon etwas aufgeschlaut ;)

Ich resümiere:

Taylor gelten allgemein als leicht bespielbar und klingen meist brillianter als z.B. Martin, welche eher dunkler tönen.
Martin ist generell gut, OM-Serie ein guter Allrounder, 000-Serie kurze Mensur.
Larrivee sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Es kam die Frage "was für ein Stil denn gespielt wird". Guter Punkt...Ich werde wohl zu 90% Singer/Songwriter-Style ausüben. Die restlichen 10% würde ich gerne dem Fingerstyle widmen, gerne auch mehr davon da mich dieser Stil immer mehr interessiert. Die ganzen Künstler von "Candyrat Records" wie Andy McKee, Antoine Dufour etc. find ich klasse.
Mein Favorit ist derzeit Luca Stricagnoli mit seiner Interpretation von Thunderstruck, Wahnsinn.
Diesen Igor Presnyakov find ich auch klasse, hat irgendwie Unterhaltungswert und kommt einfach sympathisch rüber.

Deren Gitarren klingen auch wahnsinnig gut, sind bestimmt sau teure Nobelgitarren.
Braucht man für Fingerstyle ne bestimmte Art Akustik Gitarre? Ihr merkt schon, ich hab da echt keinen Plan von. Das soll sich aber ändern :)

Besten Dank
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon akustikgitarrist » Mittwoch 3. Juni 2015, 07:13

Braucht man für Fingerstyle ne bestimmte Art Akustik Gitarre?


Jein, erstmal bevorzugen Fingerstyle etwas breitere Griffbretter. Manche 46-48mm, kommt aber auf die Größe der Hände an!
Dann sollte eine Fingerstyle Gitarre eine gute Trennschärfe besitzen und schnell ansprechen. Wenn Du wie die genannten Künstler perkussiv spielen willst, ist eine Verstärkung fast zwingend, weil die Perkussion-Elemente ohne Amp oder Nachbearbeitung recht schwach ausfallen.



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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon Bencaster » Mittwoch 3. Juni 2015, 08:43

akustikgitarrist hat geschrieben:
Dann sollte eine Fingerstyle Gitarre eine gute Trennschärfe besitzen und schnell ansprechen.


Das wünsche ich mir von jeder Gitarre, egal ob A oder E ;)
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon Beppo » Mittwoch 3. Juni 2015, 08:59

oha, da habe ich dich in die falsche Schublade gesteckt :oops: . Ich dachte, du brauchst ne Akustik überwiegend für Akkord Strumming für Rock bis Folk, als Campfire Instrument und gelegentliches Picking.
Jetzt lese ich, dass du ein Faible für komplexes Fingerstyle-Spiel, Tapping und Percussion hast, also für einen sehr speziellen Stil und Zweck. Ok, dann ziehe ich meinen Rat zu einer Martin Dread zurück. Dann würde ich auch zu kleineren Bodyformen raten, die schneller und perkussiver ansprechen, also OM, Concert, 000 oder wie die alle heißen. Und zu einem Pickup.
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon Beppo » Mittwoch 3. Juni 2015, 09:02

Bencaster hat geschrieben:
akustikgitarrist hat geschrieben:
Dann sollte eine Fingerstyle Gitarre eine gute Trennschärfe besitzen und schnell ansprechen.


Das wünsche ich mir von jeder Gitarre, egal ob A oder E ;)


naja, das sind Nuancen der Tonentfaltung und subjektives Spielgefühl. Einer Tele sagt man nach, dass sie spritziger ist als andere Typen. So ähnlich ist das bei den Akustiks auch.
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Re: Das akustische Mysterium

Beitragvon Bencaster » Mittwoch 3. Juni 2015, 10:24

Beppo hat geschrieben:oha, da habe ich dich in die falsche Schublade gesteckt :oops: . Ich dachte, du brauchst ne Akustik überwiegend für Akkord Strumming für Rock bis Folk, als Campfire Instrument und gelegentliches Picking.
Jetzt lese ich, dass du ein Faible für komplexes Fingerstyle-Spiel, Tapping und Percussion hast, also für einen sehr speziellen Stil und Zweck. Ok, dann ziehe ich meinen Rat zu einer Martin Dread zurück. Dann würde ich auch zu kleineren Bodyformen raten, die schneller und perkussiver ansprechen, also OM, Concert, 000 oder wie die alle heißen. Und zu einem Pickup.


JEIN. Ich habe ein Faible für Fingerstyle ja, aber meine eigenen Fähigkeiten bzgl. dieses Spielstils gehen gegen null - ich fange damit erst an. Sollte die Entwicklung nicht so voranschreiten wie ich mir das vorstelle - bleibe ich beim "Rock/Folk-Strumming mit gelegentlichem Picking". ;)

Mit einer OM-Style wäre ich wohl am besten dran oder?

Gruß
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