Der Strat Liebhaber Thread

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Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon Magman » Mittwoch 7. September 2016, 22:03

Schon komisch, eigentlich ist die Strat ja DIE EGitarre schlechthin. Für alles zu gebrauchen und Sounds on Masse. Hier im Forum führt sie fast ein Schattendasein, oder irre ich mich da?

Ich hatte genau diese Fender Strat da unten mal für ne Woche zuhause und hab sie kürzlich mal wieder gespielt im Laden. Ich hatte kaum ne bessere Strat in Händen in all den Jahren. Die hat wirklich diesen einzigartig Charme und Tone einer alten Fender Strat. Und ich finde sie immer noch absolut geil in dieser Farbe, vor allem mit dem wunderschönen Maple Neck!

Hier ein neues Video davon. Den Spieler kennen sicherlich noch einige hier ;)

[youtube]http://youtu.be/gBZMSGKMOFw[/youtube]
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon Dreamrider » Mittwoch 7. September 2016, 22:48

Auf diesen Thread habe ich schon gewartet, lieber Martin. Er fehlte bisher. :thumbsup03:

Meine drei Generationen "American-Standard-Stratocaster":
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Von links nach rechts: EIne 2015 HSS "Shawbucker", in der Mitte eine frühe 1971 Fender Stratocaster (noch die alte Serie mit
Halsstabverstellung unten, 4-fach geschraubter Halsbefestigung und der großen Kopfplatte mit der Aufschrift "with synchronized Tremelo), rechts die "Fender Stratocaster USA" von 1993 in schwarz, Ausführung Erle/Ahorn Hals und Griffbrett.

Das Schöne ist, alle drei klingen nach Strat und doch auf ihre Art recht unterschiedlich. Am wärmsten, zurückhaltesten, dynamischsten (und damit vielleicht "am originalsten") klingt die 71er, mit ihrem alten Erle Body und dem "Rosewood"-Griffbrett. Stempeldatum des Halses ist der 22. März 1971. Die Halsform ist ein schmales "C" und am besten für normal-große bis kleinere Hände geeignet. Sie war und ist und bleibt, trotz derzeit verführerischem Wertzuwachs in Richtung fünfstellig, meine erste elektrische Gitarre, aus erster Hand gekauft im Sommer 1973. Am brillantesten klingt (typisch American Strat Anfang der neunziger) die schwarze Strat mit ihrem Ahorn-Griffbrett. Sie ist Erstbesitz aus 1993 und für mich, von der Spielbarkeit her, der Favorit mit ihrer "gemäßigtem "D"-Halsform und einer phantastischen Seitenlage. Am ausgewogensten, durch den Esche-Body mit mächtig Sustain und Dampf zugleich versehen, die HSS, die ich im letzten Jahr neu gekauft habe. Ich habe sie in Berlin, sofort nach dem Erwerb, bei Jörg Kuhlo pleken lassen. Auch sie ist sehr gut spielbar, klingt mit dem Halspickup allererste Sahne und ist mit ihrem "Shawbucker" Brücken-Pickup dazu noch der "Missing Link" von Fender Stratocaster zu Gibson Les Paul. Sie setze ich auch am häufigsten bei Produktionen ein.

Grüße Sven :prost:
Zuletzt geändert von Dreamrider am Samstag 24. September 2016, 21:40, insgesamt 9-mal geändert.
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon Butterkräm » Donnerstag 8. September 2016, 05:41

Jo, warum gibt es den jetzt erst? :kopf_kratz01: ;)

Die Strat ist auch mein Arbeitsmittel, weil am vielseitigsten, und der Hals-PU ist einfach mein Lieblingssound. Ich wünschte oft, die Tele könnte so klingen wie die Strat, weil ich sie konstruktionsbedingt so oft viel kuhler fand, das ändert sich aber in letzter Zeit erheblich. Ich spiel eigentlich nur Strat, ganz selten mal Tele, kann sich natürlich auch wieder ändern, aber die Jahre über zeichnet sich das doch so ab. Und meine drei Strats klingen alle anders! Am liebsten und meisten die Squier Simon Neil, die ich hier aus dem Forum oder war es noch Guitarworld für 120 Euronen gekauft habe, allerdings jetzt mit Rockinger-Neck. Ich reiche mal ein Foto der drei Damen nach...
SAYEE ist Geschichte...!

Jetzt ist JETZTER:
https://youtu.be/VNsS6tfkrzk
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon telly45 » Donnerstag 8. September 2016, 06:23

Hier kommt meine, mittlerweile einzige Strat.

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Eine Blade Panama aus Anfang der 90er, umfangreich modifiziert durch Martin mit einem Set Leosounds Red House und einem Growl Dog HB am Steg auf neuem Pickguard. In der Mittelstellung sind Hals und gesplitteter Steg zusammen geschaltet. Treble Bleed, Lockingmechaniken und das sehr gute Tremolo ergeben zusammen ein tolles Arbeitsgerät, das schon so manchen Vergleich im Fender CS Raum standgehalten hat, sprich mich hat noch keine andere so angesprochen, dass ich Tauschbedürfnisse gehabt hätte. Das I-Tüpfelchen war dann der hervorragende Fretjob (Neubundierung mit Halsabrichtung) von Andre Waldenmaier von Staufer Guitars. Sie ist jetzt wieder perfekt bespielbar.

Die perfekte Bühnengitarre, aber augenblicklich bin ich wieder voll auf dem Teletrip und schätze den rauhen ungehobelten Sound der Tele gegenüber dem doch glatteren wohlgefälligeren Sound der Strat.
Gruß Rainer
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon BB Kassel » Donnerstag 8. September 2016, 07:53

Recht hast Du Martin, Jimi Hendrix hat hier bisher gefehlt. Was eine Schande!!
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Ein Gitarrenforum ohne Strat geht ja gar nicht.
.....
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon Dreamrider » Donnerstag 8. September 2016, 08:01

BB Kassel hat geschrieben:Recht hast Du Martin, Jimi Hendrix hat hier bisher gefehlt. Was eine Schande!!
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Ein Gitarrenforum ohne Strat geht ja gar nicht.


Weiß ist für mich, als alter Hendrix-Fan DIE Farbe (auch wenn er, historisch korrekt gesehen, fast immer mit maple neck unterwegs war)
Leider habe ich es nie geschafft, eine brauchbare/bezahlbare weiße aus dieser Zeit zu finden.

Grüße
Sven :prost:
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon Gutmann » Donnerstag 8. September 2016, 08:36

Ich bedaure es sehr, aber bei mir und den Strats will der Funke nicht so recht überspringen. Meine blaue G&L ist wirklich toll, sieht mega gut aus, ging dipurch Martins Wunderhände. Aber so viel Aufmerksamkeit wie sie verdient hat sie leider nicht. Ich hoffe das sich das mal ändert aber die Tele hat Vorrang.

Ist komisch - ich will ja. Hatte letztens Besuch vom Jochen (J's guitarshop) und er hatte eine fantastische realguitars-Strat im Schlepptau und die klang sowie ich ne Strat hören möchte in allen Facetten. Allerdings nicht in meinen Händen :(

Liegst an mir? Bin ich Stratinkompatibel? Stratophob gar?

Ich versuch's weiter!

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Zuletzt geändert von Gutmann am Donnerstag 8. September 2016, 09:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon Batz Benzer » Donnerstag 8. September 2016, 08:58

Mein dynamisches Duo:

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Ich hatte wirklich viel an Strats, auch Custom Shop und so, aber diese beiden Ladies mit ihren extrem dicken Hälsen sind es, die bleiben durften, und das jetzt schon so lange, dass ich mich nicht wundern würde, wenn sie mich dauerhaft durchs Leben begleiten werden.

Die obere hat eine 69er/69er/Texas Special-Bestückung, die untere komplett Texas Special; beide haben das sog. "Gilmour-Wiring", welches das Zuschalten des Hals-PU per Puhs-Pull erlaubt, so dass z.B. alle drei Pickups oder auch nur die beiden äußeren genutzt werden können.

Das überlackierte Pseudo-Aging hatte ich mit dem Dremel nachgearbeitet.

Lieben Gruß,

Batz. :smoke01:
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- George Martin
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon uwich » Donnerstag 8. September 2016, 09:38

Ich bin definitiv Stratspieler, auch wenn ich eine Fender-Tele, eine Tokai-Paula, eine PRS-Kopie und eine ES 335-Kopie besitze. Die behalte ich auch, damit ich immer mal wieder testen kann, ob ich nicht doch? Oder vielleicht auch? Ach nee.......

Auf der Strat fühle ich mich wohl, der Hals ist meiner und mein Bauch passt perfekt in den dafür gemachten Ausschnitt. Habe 3 Fender USA, 1 Fender Japan, eine Tokai und eine Bastelstrat und spiele meist auf der (Trommelwirbel!!!!!): Bastelstrat. Auch beim Auftritt. Ist aber auch eine Bastelstrat mit edlen Komponenten. Die anderen sind aber auch alle gut.
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Re: Der Strat Liebhaber Thread

Beitragvon Magman » Donnerstag 8. September 2016, 10:03

Ich besitze nur noch eine einzige Strat. Nicht weil ich immer seltener Solidbodys spiele, sondern weil es für mich in allen belangen die perfekte Strat ist. Als ich sie zum ersten mal sah und spielte war mir klar, entweder die grüne '56 Fender CS Strat (oben aus dem Video), oder eben diese Nick Page "61er Classic Sixties" Strat. Sie stammt noch aus den Beginnerzeiten von Nick, eben aus den Zeiten, wo er sich gegen die ganz Großen behaupten wollte. Er hatte damals sehr gutes Holz aufgetrieben, woraus er u.a. auch diese Strat gebaut hat. Insgesamt gibt es drei dieser Strats, welche sich nur durch unterschiedliche Pickups unterscheiden.

Ihr Tone ist einzigartig für mich und kommt vor allem aus dem Hals, dem Herzstück dieser Gitarre. Sie hat einen sehr kräftigen Quarter Sawn Maple-Neck, mit einem fast schwarzen Palisander Griffbrett mit 9,5 Zoll Radius und Dunlop 6105er Bünden. Der Body ist aus leichter, einteiliger Erle gefertigt und in der schönen Farbe candy apple red lackiert. Mit 3,3 Kilo Gesamtgewicht hängt sie auch leicht am Gurt. Bestückt ist sie mit klassischen Gerold Pickups. Die Ansprache dieser Strat ist sehr schnell und direkt, wohl wegen des ausgesuchten Fretboards und dem kräftigen Maple-Neck. Auch die Bässe und Tiefmitten kommen bei ihr nicht zu kurz. Über das komplette Griffbrett ist sie offen und ausgeglichen, eben so, wie auch ein Original klingen würde aus dieser Zeit. Kollegen von mir sind sehr begeistert, weil sie den authentischen Gallagher Sound zelebriert und das kann sie wirklich sehr gut.

Das einzige, was ich an ihr veränderte war der Einbau eines Treble Bleed Networks. Immer wenn ich sie am Amp habe gibt es ne kleine Gänsehaut :cool01:

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