Der Amp - mein bester Freund

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Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Mintage » Donnerstag 28. Dezember 2017, 13:01

Moin,

ich möchte diesen Thread dem Teil widmen, der am unspektakulärsten ist, da er immer im Hintergrund steht:
dem Gitarrenverstärker !

Ohne ihn läuft gar nichts !
Wir können die spektakulärste, handgedengelte Gitarre umhängen haben - ohne ihn werden wir nicht gehört, ohne ihn
"klingen" wir nicht.

Trotzdem ist das Hauptaugenmerk immer auf der Gitarre, diese wird permanent optimiert, Pickups bis zur Bewußtlosigkeit
getauscht - dabei sorgt der Verstärker im Endeffekt dafür, wohin die klangliche Reise geht...!

Probleme an der Gitarre können meistens schnell gelöst werden (lassen wir den finalen Kopfplattenbruch kurz vor dem Gig
mal außen vor ), der Verstärker ist da hingegen etwas empfindlicher - wenn er nicht rundläuft, brauchen wir den Gig
gar nicht erst anzutreten, da er diesen evtl. nicht durchhalten wird.

Deswegen interessieren mich in diesem Thread Eure Erfahrungen mit demjenigen Eurer Amps, auf den Ihr Euch immer
verlassen könnt/konntet. War es das Highend-Teil oder ein Großserien-Amp, der bis heute läuft und läut. Der vielleicht
nicht am allerbesten klingt aber dennoch auf der Bühne das leistet, womit Ihr Eure Klangvorstellungen live realisieren könnt.

Ich mache mal den Anfang:

Ende der Nuller-Jahre stieg ich wieder in einer Unterhaltungs/Coverband ein. Da die Gig-Dauer im Schnitt 5-6 Stunden
beträgt, brauchte ich vor allem einen Amp, der einen stabilen, kräftigen Cleansound hat, der aber auch mit Trampelkisten
high-gainiges überzeugend darstellt.
Der JTM45 fiel raus, da er einfach zu laut ist. Der Deluxe Reverb gefiel mir in rockigeren Gefilden nicht.
Also kam ich auf den Amp zurück, den ich seit Jahren wg. der schlechten Internet-Kommentare komplett ignoriert hatte -
den Fender Supersonic60. Als Topteil, da mir der Combo zu schwer war und ich meine TAD 2x12er mit Celestion Century
Vintage Speaker in allen musikalischen Bereichen begeistert spiele.

Was soll ich sagen, dieser Amp ist seit Jahren quasi ununterbrochen gelaufen: er hat jetzt die fünfte Saison hinter sich,
d.h. ca. 20 Gigs a 6 Stunden jährlich ( 600 Stunden Gig-Lautstärke), dazu kommt, das er zu Hause fast täglich ca. 2
Stunden läuft ( oftmals mehr, jährlich noch mal ca. 500 Stunden, macht 2.500 Stunden gesamt nur zu Hause ) - und das
alles ohne (!) jedwede (!) Probleme :shock:
Der Klang ist, wie er soll, die Lautstärke/Leistung immer vorhanden, "verkehrte" Nebengeräusche fehlanzeige (er hat von
meinen Amps das lauteste Grundrauschen - aber das ist weg sobald man die Saiten anschlägt ).

Er ist zu meinem musikalisch besten Kumpel geworden - sogar die Originalröhren habe ich das komplette erste Jahr dringelassen, da ich mit dem Klang zufrieden war. Selbst der Ruhestrom (Bias) war ab Werk "richtig" eingestellt (der beim
Deluxe Reverb völlig daneben lag...).

Ich habe Amps, die akzentuierter klingen (was live untergeht), die ein "höheres standing" haben ( interessiert nur die
Musikerpolizei) die "Kult" sind ( der Tonemaster sorgt für Staunen, da selten in freier Wildbahn angetroffen ) - aber der
Supersonic ist der Amp, mit dem ich auf der Bühne alles gestalten kann - und den ich nicht mehr missen möchte !

Das hätte ich beim Neukauf Ende 2012 nicht gedacht, war doch der letzte Ampkauf meinerseits der Deluxe Reverb RI (2005)
gewesen.

Welcher Amp ist bei Euch derjenige, der Euch ähnlich ans Herz gewachsen, bei dem Ihr wißt, er läßt Euch nicht im Stich ?
Oder ist es ein Amp, der immer wieder muckt - der Euch aber klanglich so begeistert, das Ihr ihm alles verzeiht ;)

Ich würde mich freuen, von Euren Erfahrungen zu hören ;)

Grüße
Rainer
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Hideaway » Donnerstag 28. Dezember 2017, 13:28

Mensch Rainer,
DAS ist ja jetzt mal genau mein Thema, vielen Dank schon mal dafür und dazu später mehr von mir! :prost:

Doch die wichtigste Frage vorab: DU HAST EINEN TONEMASTER??????????!!!!!!!!!!!!! :shock: :shock: :shock: :pray02:
Bitte erzähl' mir/uns mehr!

Lieben Grutz vom Lutz
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Kershaw » Donnerstag 28. Dezember 2017, 14:04

Bei mir ist das ganz klar mein Egnater Rebel 30, den ich hier im Forum erworben habe. Das ist der verlässlichste Amp, den ich bisher hatte und er hat bisher mit jeder Gitarre gut geklungen. Ich nutze nur den Clean-Kanal mit Pedalen und bekomme gerade bei Gigs gern mal Komplimente für meinen Ton.
Zuletzt geändert von Kershaw am Donnerstag 28. Dezember 2017, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Diet » Donnerstag 28. Dezember 2017, 14:05

Moin,

ich mag es gar nicht sagen, ist ja digital :tuete01:

Aber mir fällt dazu mein Zentera Combo incl. passendem Z-Board ein.
Seit so ungefähr 10 Jahren ist das mein Arbeitsamp mit dem ich alle Proben und Auftritte absolviere.
Er hat alles, was ich an Sounds (inklusive Effekte, ich brauch keine Pedale mehr) brauchte und brauche intus
und zwar immer so, dass ich damit völlig zufrieden bin und meine Mitstreiter ebenso.

Er klingt überall und immer gut, egal ob laut oder leise, draußen oder drinnen, Sommerwarm oder Winterkalt, mit jeder Gitarre...
Und er werkelte die Jahre bisher ohne jegliche Mucken oder irgendeine Störung vor sich hin.
Völlig unspektakulär und zuverlässig, für mich das perfekte Arbeitsgerät.
Seit ich den habe bin ich deutlich entspannter :D

Ich hab noch einen Silverface Deluxe Reverb und einen Marshall Bluesbreaker Combo. Die machen das, was sie können
einen in der Praxis untergehenden kleinen Tick besser als der Zentera, aber eben nur das.
Der Zentera kann dagegen einfach alles und das mehr als gut genug.

Der einzige Nachteil ist seine Transportfreundlichkeit. Die ist so ca. Fender Twin Liga und das ist ganz schön
hart manchmal :?
Aber das rede ich mir schön...
dafür fällt ja z.B. ein Stressbrett weg :D

Morgen muss er übrigens wieder ran bei einem Firmenevent :banana03:

Gruß Diet
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Mintage » Donnerstag 28. Dezember 2017, 14:24

Hideaway hat geschrieben:Mensch Rainer,
DAS ist ja jetzt mal genau mein Thema, vielen Dank schon mal dafür und dazu später mehr von mir! :prost:

Doch die wichtigste Frage vorab: DU HAST EINEN TONEMASTER??????????!!!!!!!!!!!!! :shock: :shock: :shock: :pray02:
Bitte erzähl' mir/uns mehr!

Lieben Grutz vom Lutz


Moin Lutz,

ich Wahnsinniger hatte sechs Jahre lang sogar zwei Tonemaster im Gebrauch,
wovon einer im Proberaum stand, da sein Gewicht mich dazu zwang ;-)
Tatsache ist, das ich mich von dem verbliebenen niemals trennen werde -
und wenn ich ihn alle paar Monate mal anwerfe, wird dieses Gefühl auch
immer wieder bestätigt ;-)

Aber diesem Amp würde ich einen eigenen Thread widmen ;-)

Grüße
Rainer
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Magman » Donnerstag 28. Dezember 2017, 14:38

Ja, das ist ein sehr interessanter Thread, danke dafür Rainer ;)

Nun in der Zeit, in der ich sehr viel spielte (25-30 Gigs pro Jahr) mit der Jump- und Chicago Blues Combo spielte ich meist meinen H&K Zenamp mit Z-Board. Für mich selbst ein Winner, weil gute Bluessounds, samt sehr guten Effekten an Bord. Hab ich immer noch und würde ich auch nicht wieder hergeben. Ich besitze noch einige sehr gute Amps, wie den Puretone Combo, den Fender ProJunior, oder auch den H&K Tubemeister5. Mit letzterem habe ich auch viele Gigs gespielt in kleinen Kneipen. Für mich selbst auch einer der robustesten kleinen Tubeamps ever!

Tja und dann eigentlich seit etwa 2 Jahren und weit über 60 Gigs meinen PCL Vintage Amp Stagemaster60, ein Amp, zu dem ich sozusagen auch immer wieder neu zurückkehre, weil er so unproblematisch ist und für mich einfach nur super klingt in allen Lautstärken. Ich mag JCM800 und besonders Dumble Sounds und die kann er für mich alle richtig gut. Ich habe mit dem Amp mittlerweile auch meinen ganz eigenen Sound gefunden. Für mich bietet dieser SolidState Amp eigentlich nur Vorteile. Er ist sehr leicht, leistungsstark und extrem robust, ja eigentlich unkaputtbar. Ich muss oft nach dem Gig sofort die Bühne frei machen. Das ist für Tube Amps meist Gift. Der Amp ist noch nicht abgekühlt, gerade jetzt bis zu 60-70 Grad Temperaturunterschiede, dann etwas unsanft ins Auto geschubst und dann kann es passieren: Platinenrisse, Röhrendefekte ecpp. Innerhalb 2 Jahren leider 3x erleben müssen. Ich habe mich nun von den Röhren verabschiedet, nicht aber von dem Feel und Sound eines solchen, denn der Stagemaster bietet es mir. Ich besitze einen SM60 Combo und ein SM60 Ministack.
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon heiko7471 » Donnerstag 28. Dezember 2017, 15:49

Amp1 ...

Einfach zu bedienen, flexibel, zuverlässig, leicht, etc. pepe ... live ist der Amp1 meine Bank, zu Hause spiel ich über Guitar Rig am Rechner, da brauch ich keinen Verstärker.

Alles was ich an Verstärkern davor hatte ( Peavey Rage, Line6 Spider III, Flextone III, Acoustic 165, Marshall 1959, JTM45, Fender Hot Rod, Bogner Alchemist, Eleven Rack, Marshall 2554, Fender Blues Junior Clone) war auf seine Weise auch toll, aber eben auch irgendwie "aber" ... seit ich den Amp1 spiele bin ich ohne "aber" ...
... ich bin morgens immer müde ... *gähn*
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon telly45 » Donnerstag 28. Dezember 2017, 15:59

Für mich ist der Amp ein sehr wichtiges Glied in der Kette. Und da experimentiere ich schon eine ganze Zeit rum, auch mit verschiedenen Konzepten (Stichwort all-in-a-box vs. Einkanaler). Der für mich bislang überzeugendste Amp war mein JTM45 Klon, den ich als Combo hatte. Leider viel zu laut, da wo er Spaß gemacht hat, und ich hatte auch noch den saulauten Emince Wizard als Speaker drin :irre01: .

Jetzt habe ich vor einiger Zeit ja Tweed-Amps getestet, und da war er, der Sound den ich mir immer vorgestellt hatte. Ich hatte den nur nie mit Tweed in Verbindung gebracht. Also habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und mir einen Tweed Super Amp mit 2x10 Bestückung bauen lassen. Das soll jetzt mein bester Freund werden, da bin ich sehr optimistisch, weil ich ihn a) sehr lange und ausführlich und mehrfach getestet habe und b) ich mittlerweile auch genügend Erfahrung mit diversesten Amps und Konzepten habe. Deswegen hat der Tweed Super auch ein PPIMV bekommen, das getesteterweise super funktioniert (sollte bei einem Super Amp ja auch so sein ;) ), so dass ich trotz der 35 Watt Leistung den Amp "artgerecht" betreiben kann.
Gruß Rainer
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Roger X » Donnerstag 28. Dezember 2017, 18:31

Hi,
mein Hauptamp seit fast 10 Jahren ist ein Suhr Badger 30, läuft über eine 2 x 12 mit einem Celestion Alnico Gold und einen alten Vintage 30.
Der Amp begeistert mich immer noch durch seinen absoluten Wohlklang, und er hatte noch nie einen Defekt, hat sogar schon Regen auf der
Bühne überlebt.
Weil ich Geld ausgeben mußte, hab ich mir vor 3 Jahren noch einen Toneking Combo zugelegt ("Skyking")
Er hat den Vorteil, daß ein Kanal (ist ein Zweikanaler) wie ein rotziger Tweed klingen kann, der andere Kanal hat
Fender Deluxe Gene.
Bei größeren Gigs spiele ich gerne beide Amps gleichzeitig, was natürlich der reine Overkill ist, aber riesig Spaß macht.
Ich kann mir zur Zeit nicht vorstellen, noch einen anderen Amp zu kaufen.

Grüße
und ein guds Neues :mosh:
roger
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Re: Der Amp - mein bester Freund

Beitragvon Duke » Donnerstag 28. Dezember 2017, 18:50

Für mich ist ja der Speaker bzw. die Box das wirklich letzte Glied in der Kette und IMO auch fast am wichtigsten - aber ein anderes Thema. :kopf_kratz01:

Röhrenamps, die mich lange begleitet haben waren ein Marble Roadking 4x10 (Bassman-Clone mit Reverb) und ein Morgan DAG bzw. RG 15 (eigentlich ein sehr guter AC 15 mit perfektem Scaling).
Beide haben mich ungefähr gleich lang begleitet, waren und sind tolle Amps und haben nie Probleme gemacht bei allen möglichen Gegebenheiten. Der Morgan war halt deutlich flexibler und und auch handlicher - perfekter Amp.

Gleiches gilt aber auch für mein Axe bzw. AX8, dass ich mittlerweile ebenfalls lange spiele. Beide haben für mich auch immer sehr gut funktioniert, wenn kein zweiter Gitarrist am Start war.

Heute habe ich einen Baldringer Amp, der in der mir als Prototyp vorliegenden Version, perfekt JTM, JMP und JCM800 kann. Meine finale Version, auf die ich mittlerweile seit über einem Jahr warte hat dann nur JTM und JMP ist aber auch deutlich handlicher.
Ist ein Transistoramp, den ich seit ich seit 3 - 4 Monaten täglich an diversen Boxen benutze. Macht für meinen Geschmack mehr Spaß als ein Axe, wobei ich das AX8 gerne als Multieffektgerät benutze.
Der Amp liefert für mich in jeder Lautstärke genau das, was ich brauche. Am liebsten benutze ich den JMP-Modus.
Das Thema Amp ist damit für mich durch. 8-)

Durch das AX8 hab ich auch immer Redundanz, falls etwas ausfällt. Wenn das AX8 ausfällt brauche ich eigentlich nur noch einen Zerrer / Fuzz und ein Delay.
LG
Uwe
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