Marshall Origin

Vorangekündigte und noch unbekannte Objekte der Begierde, Vorsicht: Kann Spuren von G.A.S. enthalten!

Re: Marshall Origin

Beitragvon Ingolf » Sonntag 25. Februar 2018, 12:48

Oldman hat geschrieben:... Heiko, wenn dem so wäre, würde Marshall nicht die EL34 verwenden.
Die Endstufenröhren haben schon Einfluss auf den Klang.

Ich glaube nicht, dass er das Ernst gemeint hat.
Auch wenn Endstufenröhren noch nicht übersteuern, färben sie natürlich den Klang, und zwar deutlich.
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Re: Marshall Origin

Beitragvon partscaster » Sonntag 25. Februar 2018, 13:19

Ingolf hat geschrieben:
Oldman hat geschrieben:... Heiko, wenn dem so wäre, würde Marshall nicht die EL34 verwenden.
Die Endstufenröhren haben schon Einfluss auf den Klang.

Ich glaube nicht, dass er das Ernst gemeint hat.
Auch wenn Endstufenröhren noch nicht übersteuern, färben sie natürlich den Klang, und zwar deutlich.



Im Tone-Talk Podcast auf YouTube (u.a. mit Dave Friedman, Mike Soldano, Bruce Egnater, John Suhr... ) klingt immer mal wieder durch, dass die Amp-Bauer eher dem Design der Schaltung und der Vorstufe den Löwenanteil am Klang und Verhalten zuschreiben. Zuverlässige EL34 sind wohl aktuell auch sehr, sehr selten. Daher wird stellenweise sogar schon laut über eine Ausmusterung nachgedacht. Die Videos sind ziemlich lang, aber sehr interessant.

Grüße
Michael
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Magman » Sonntag 25. Februar 2018, 13:21

Bei guten Single Ended Amps machen die Endstufen den Sound. Bei meinem Dörrer Sumo Ozeki waren das krasse Unterschiede!
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STOMPIN' HEAT Rough Blues made in germany
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Re: Marshall Origin

Beitragvon partscaster » Sonntag 25. Februar 2018, 13:26

Magman hat geschrieben:Bei guten Single Ended Amps machen die Endstufen den Sound. Bei meinem Dörrer Sumo Ozeki waren das krasse Unterschiede!


Klar! Bei solchen Amp-Designs ist die Endstufe ja auch fast alleine für die ganze Arbeit zuständig.

Grüße
Michael
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Ingolf » Sonntag 25. Februar 2018, 15:52

Kleine Faustregel: Je moderner der Amp (gleichbedeutend mit je mehr der Sound in der Vorstufe geformt wird), desto weniger ist die Endstufe für den Klang verantwortlich.
Theoretisch!
Trotzdem ist es nicht egal, ob z.B EL 34 oder 5881 verwendet werden (den Marshall 6100, den ich 4 Mal besessen habe, immer mit EL 34 bestückt, gab es auch eine Zeit lang nur mit 5881).
Endstufenröhren sind immer ein Mastervoicing am Ausgang des Amps, und einige Boutiqueamps machen sich das ja auch zunutze, indem ohne Biasabgleich verschiedene Typen von Röhren in der Endstufe verwendet werden können.
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Stratspieler » Donnerstag 1. März 2018, 12:16

Ingolf hat geschrieben:...Endstufenröhren sind immer ein Mastervoicing am Ausgang des Amps...


*Ähem*

(Als jemand, der Röhrenamps wartet, repariert, restauriert und auch noch selbst baut...)

- Röhren selbst klingen erst einmal nicht, es sei denn, sie klirren aufgrund mechanischer Fehler ;)
- die Schaltungsumgebung der (End-)Röhren ist bestimmend für den Klang
- das Biasing der Endröhren, also quasi ihre Einstellung auf ihren Arbeitspunkt bestimmt das Übertragungsverhalten der Endstufe...
- ...dazu maßgeblich das Vorhandensein einer Gegenkopplung oder nicht, denn die wiederum bestimmt den Innenwiderstand des "Ausganges" der Endstufe
- die Anpassung und insbesondere die Art/Wicklung/Verschachtelung der Wicklungen/Anzapfungen ("Ultralinear")/Kerngröße des OT ist entscheidender für den Klang.

Gruß Michael
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Re: Marshall Origin

Beitragvon partscaster » Donnerstag 1. März 2018, 15:49

Stratspieler hat geschrieben:
Ingolf hat geschrieben:...Endstufenröhren sind immer ein Mastervoicing am Ausgang des Amps...


*Ähem*

(Als jemand, der Röhrenamps wartet, repariert, restauriert und auch noch selbst baut...)

- Röhren selbst klingen erst einmal nicht, es sei denn, sie klirren aufgrund mechanischer Fehler ;)
- die Schaltungsumgebung der (End-)Röhren ist bestimmend für den Klang
- das Biasing der Endröhren, also quasi ihre Einstellung auf ihren Arbeitspunkt bestimmt das Übertragungsverhalten der Endstufe...
- ...dazu maßgeblich das Vorhandensein einer Gegenkopplung oder nicht, denn die wiederum bestimmt den Innenwiderstand des "Ausganges" der Endstufe
- die Anpassung und insbesondere die Art/Wicklung/Verschachtelung der Wicklungen/Anzapfungen ("Ultralinear")/Kerngröße des OT ist entscheidender für den Klang.

Gruß Michael


Das stützt die erwähnten Aussagen aus den Podcasts. Schaltungsdesign > Röhrentyp. Geht man einmal davon aus, dass ein bestimmter Röhrentyp unter bestimmten Umständen auf seine eigene Art und Weise reagiert, kann man mit Sicherheit auch einem anderen Röhrentyp in einer angepassten Umgebung ein sehr ähnliches Ergebnis entlocken.

Grüße
Michael
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Re: Marshall Origin

Beitragvon tommy » Donnerstag 1. März 2018, 16:27

partscaster hat geschrieben:
Stratspieler hat geschrieben:
Ingolf hat geschrieben:...Endstufenröhren sind immer ein Mastervoicing am Ausgang des Amps...


*Ähem*

(Als jemand, der Röhrenamps wartet, repariert, restauriert und auch noch selbst baut...)

- Röhren selbst klingen erst einmal nicht, es sei denn, sie klirren aufgrund mechanischer Fehler ;)
- die Schaltungsumgebung der (End-)Röhren ist bestimmend für den Klang
- das Biasing der Endröhren, also quasi ihre Einstellung auf ihren Arbeitspunkt bestimmt das Übertragungsverhalten der Endstufe...
- ...dazu maßgeblich das Vorhandensein einer Gegenkopplung oder nicht, denn die wiederum bestimmt den Innenwiderstand des "Ausganges" der Endstufe
- die Anpassung und insbesondere die Art/Wicklung/Verschachtelung der Wicklungen/Anzapfungen ("Ultralinear")/Kerngröße des OT ist entscheidender für den Klang.

Gruß Michael


Das stützt die erwähnten Aussagen aus den Podcasts. Schaltungsdesign > Röhrentyp. Geht man einmal davon aus, dass ein bestimmter Röhrentyp unter bestimmten Umständen auf seine eigene Art und Weise reagiert, kann man mit Sicherheit auch einem anderen Röhrentyp in einer angepassten Umgebung ein sehr ähnliches Ergebnis entlocken.

Grüße
Michael


So geschehen beim Mesa Boogie Triple Crown. Der soll im Cleankanal fetten Fender Sound anbieten und das mit EL 34 Röhren.

Ich selbst besitze ein altes Winston/Echolette Top mit 4 x EL 34. Da kommt alles andere raus, als Marshall. Eher ein Zwischending aus Fender und Roland JC 120. Ok, es hat auch 2 Transistor Vorstufen.
LG Tommy


Der "neueste Scheiß" für Saitenhexer: "Nasentapping"!
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Ingolf » Donnerstag 1. März 2018, 20:29

Ähm, wir streiten hier über Semantik, schon klar, oder?
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Re: Marshall Origin

Beitragvon Batz Benzer » Donnerstag 1. März 2018, 20:40

Ich bin mir nicht sicher; wenn ich Stratspielers Michael richtig verstehe, sagt dieser: Nicht die Röhre selbst, sondern die Schaltungsumgebung, die die Röhre verlangt, sorgt für den Klangunterschied.

Das scheint mir hier verwechselt zu werden mit: Die Röhre ist nicht klangprägend.

Darauf müsste man in obigem Sinne antworten: Doch, aber nicht an und für sich, sondern weil sie die Schaltung dahingehen beeinflusst, dass diese einen Klangunterschied bewirkt.

Ich kann jedenfalls bestätigen: Mit anderen (gebiasten) Röhren kommt anderer Klang und anderes Spielgefühl. Das weiß ich, seitdem ich seinerzeit beim Sounddesign des Framus Cobras darum bat, mir jeweils einen Dragon-Amp (die klangliche Ausgangsbasis) mit EL34, 6L6, 5881 und KT88 zu versehen, um zu entscheiden, auf welcher Basis wir aufsetzen; die Unterschiede waren frapperiend!

Ob das nun am Huhn oder Ei liegt, ist mir ja bekanntermaßen herzlich wumpe... :tuete01:

:prost: ,

Batz.
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- George Martin
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