Maple vs. Rosewood Strat

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Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Duke » Freitag 13. Juli 2018, 12:47

Tach zusammen,

hab mir ja seit ewiger Zeit mal wieder eine Maple-Strat zugelegt. Eigentlich wollte ich eine Schwarz, jetzt hab ich eine Weiße - egal. :lol:

Gebrauchtangebot in Kölle, klasse Preis, fetter Hals, genau die Specs die ich wollte, war natürlich trotzdem kritisch, also hingefahren, Gitarre angespielt, alles (mehr als) perfekt, mitgenommen ... :)

Krass ist, dass ich mich sofort wohl auf der Gitarre fühle. Klingt sie jetzt anders als meine Rosewood Strat?
Klar, tut sie, jede Gitarre klingt ja letztlich anders. :kopf_kratz01:
Beide Gitarren spielen letztlich auf gleichem, sehr hohem Niveau.

Die Maple ist irgendwie anders, direkter, der Ton entfaltet sich anders, ich fühle mich sofort wohl.

Wäre mir nicht mal sicher, ob man das auf einer Aufnahme direkt hört.
Gefühlt ist es aber definitiv ein rießen Unterschied.

Kennt ihr das?
LG
Uwe
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Rainer Mumpitz » Freitag 13. Juli 2018, 13:22

Hi Uwe,

Bin in einer ähnlichen Situation - ich konnte beim lokalen Händler zwei Gitarren, die ich nicht wirklich gespielt hab, gegen eine Fender Japan-Strat mit Ahorngriffbrett, vintage Halsradius und kleinen Bundstäbchen eintauschen. Alles Merkmale, die eigentlich überhaupt nicht mein Ding sind, aber ich hab mich trotzdem gleich auch absolut wohl mit der Gitarre gefühlt. Und sie hat auch einen für japanische Strats ziemlich fetten Hals, der einem beim spielen schon entgegenkommt. Ich hatte noch einen Satz CS 54 Pickups da, die ich dann prompt eingebaut hab und das Ergebnis ist eine wunderbar resonante, gut klingende und schöne Strat mit Vintage-Flair!

Bild

:banana03:
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Diet » Freitag 13. Juli 2018, 13:53

Moin,

bei mir ist es immer anders herum, ich fühle mich bei Rosewood Hälsen immer wohler.
Z.B. auch bei meinen Teles.
Das "direkt" passt gut, finde ich. In den Mitten passiert bei Maple mehr, das geht mehr nach vorn.
Rosewood ist irgendwie etwas mehr in Richtung Badewannen-Eq. Jedenfalls für mich ganz subjektiv.
Ich hab auch den Eindruck, dass Maple schlicht und einfach lauter ist und sich das bei gleichen Pickups
ähnlich eingestellt gegenüber Rosewood auch elektrisch so auswirkt.
Bei meinen beiden Mex Teles ist das ziemlich heftig. Die hatten anfangs die gleichen Pickups und
die Maple war deutlich lauter. Ist sie immer noch, obwohl ich in meiner Rosewood einen Stegpickup mit
deutlich mehr Output habe.
Eigentlich sollte das ja besser sein, lauter, wahrscheinlich durchsetzungsfähigere Mitten...
aber ich mag trotzdem Rosewood lieber :kopf_kratz01:

Ist natürlich nur das, was ich dabei höre ;)

Beiseway kommt mir der Gedanke: Wieso gibt es eigentlich kaum bis gar keine Akustiks mit Mapleneck? :kopf_kratz01:

Gruß Diet
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Batz Benzer » Freitag 13. Juli 2018, 14:15

Diet hat geschrieben:Moin,

bei mir ist es immer anders herum, ich fühle mich bei Rosewood Hälsen immer wohler.
Z.B. auch bei meinen Teles.
Das "direkt" passt gut, finde ich. In den Mitten passiert bei Maple mehr, das geht mehr nach vorn.
Rosewood ist irgendwie etwas mehr in Richtung Badewannen-Eq. Jedenfalls für mich ganz subjektiv.
Ich hab auch den Eindruck, dass Maple schlicht und einfach lauter ist und sich das bei gleichen Pickups
ähnlich eingestellt gegenüber Rosewood auch elektrisch so auswirkt.


Sehr spannend; ich empfinde es komplett konträr: Maple-Necks haben für mich ein Loch in den Mitten, das durch einen Esche-Korpus noch verstärkt wird; Rosewood-Hälse sind in den Mitten stärker ausgeprägt, was durch einehn Erle-Korpus noch verstäürkt wird.

:prost: ,

Batz.
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Diet » Freitag 13. Juli 2018, 20:16

Batz Benzer hat geschrieben:
Diet hat geschrieben:Moin,

bei mir ist es immer anders herum, ich fühle mich bei Rosewood Hälsen immer wohler.
Z.B. auch bei meinen Teles.
Das "direkt" passt gut, finde ich. In den Mitten passiert bei Maple mehr, das geht mehr nach vorn.
Rosewood ist irgendwie etwas mehr in Richtung Badewannen-Eq. Jedenfalls für mich ganz subjektiv.
Ich hab auch den Eindruck, dass Maple schlicht und einfach lauter ist und sich das bei gleichen Pickups
ähnlich eingestellt gegenüber Rosewood auch elektrisch so auswirkt.


Sehr spannend; ich empfinde es komplett konträr: Maple-Necks haben für mich ein Loch in den Mitten, das durch einen Esche-Korpus noch verstärkt wird; Rosewood-Hälse sind in den Mitten stärker ausgeprägt, was durch einehn Erle-Korpus noch verstäürkt wird.

:prost: ,

Batz.



:D ;)
Jeder Jeck hört anders :banana02:
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Vintage Deluxe » Samstag 14. Juli 2018, 00:47

Diet hat geschrieben:
Batz Benzer hat geschrieben:
Diet hat geschrieben:Moin,

bei mir ist es immer anders herum, ich fühle mich bei Rosewood Hälsen immer wohler.
Z.B. auch bei meinen Teles.
Das "direkt" passt gut, finde ich. In den Mitten passiert bei Maple mehr, das geht mehr nach vorn.
Rosewood ist irgendwie etwas mehr in Richtung Badewannen-Eq. Jedenfalls für mich ganz subjektiv.
Ich hab auch den Eindruck, dass Maple schlicht und einfach lauter ist und sich das bei gleichen Pickups
ähnlich eingestellt gegenüber Rosewood auch elektrisch so auswirkt.


Sehr spannend; ich empfinde es komplett konträr: Maple-Necks haben für mich ein Loch in den Mitten, das durch einen Esche-Korpus noch verstärkt wird; Rosewood-Hälse sind in den Mitten stärker ausgeprägt, was durch einehn Erle-Korpus noch verstäürkt wird.

:prost: ,

Batz.



:D ;)
Jeder Jeck hört anders :banana02:



Vielleicht wäre es hilfreich, wenn ihr jeweils mal definieren könntet, was Ihr mit "Mitten" meint. :kopf_kratz01:
Viele Grüße,
Thomas
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon heiko7471 » Samstag 14. Juli 2018, 08:29

Hm,

Ich hab ausschliesslich Rosewoodnecks und alle Maple Neck Gitarren hab ich früher oder später wieder verkauft,
große klangliche Differenzen habe ich keine ausmachen können ...

Was mich vielleicht (unbewiesen) stört sind die lackierten Griffbretter bei Maple-Necks ... definiely maybe!?
... ich bin morgens immer müde ... *gähn*
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon telly45 » Samstag 14. Juli 2018, 08:36

Deswegen ist es bei meiner Staufer T-Caster geölt statt lackiert, dann funzt das auch mit Ahorn :thumbsup03:
Gruß Rainer
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon Mintage » Samstag 14. Juli 2018, 09:58

Moin,

Maplenecks klingen für mich knalliger, "spritziger" - das mag ich clean und
bei blusigem Verzerrungsgrad. Kommt Highgain hinzu, dann gefällt mir
das Klangbild weniger im Mittenbereich.
Deswegen hat meine Hauptstrat ein Palisandergriffbrett ;-)

@ Diet

Acoustics haben aufgrund der Konstruktion mit Fichtendecke u. Palisanderkorpus
bereits Höhen ohne Ende. Diese werden "gedämpft" durch den Mahagonyhals
mit Ebenholzgriffbrett.
Bei einem Ahornhals würde das Klangbild derart höhenlastig/zirpig sein,
das der Gitarrist mit Grauen abwinkt ( Sitar - Klänge ) ;-)

Grüße
Rainer
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Re: Maple vs. Rosewood Strat

Beitragvon tommy » Samstag 14. Juli 2018, 10:06

Moin,


ich hatte auch schon knallige RW Strats und lahmarschige MN Strats in den Fingern. So richtig konnte ich eindeutige Unterscheidungsmerkmale noch nicht feststellen. Ok, es gibt wohl schon Tendenzen, aber die sind m.E. nicht in Stein gemeißelt.
RW Hälse finde ich insofern prima, dass man Bünde, Bundenden und Griffbrettkanten gut und gefahrlos nachbearbeiten kann. Zumindest im Vergleich zu lackierten Griffflächen von reinen Maplehälsen.
Auch eine Neubundierung ist beim Gitarrenbauer weniger aufwändig und somit preisgünstiger.
LG Tommy


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