Line 6 HX Effects

Zisch, Zerr, Blubber, Halllllllllllll, Echo... cho... ho... o

Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon muelrich » Donnerstag 11. Oktober 2018, 18:38

Was ich noch nicht schnalle - und RTFM hat auch nicht geholfen ... Kanalumschaltung am Amp.

Falls das einer der User hier macht, wäre ich für ne Stephan-by-Step Anleitung für Dummies sehr dankbar.
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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon tommy » Freitag 12. Oktober 2018, 08:36

Moin,

ein kleiner Eindruck, gestern aus dem Probenraum (s. Vorpost):

Ich konnte mein vorerst angestrebtes Hauptziel vollständig umsetzen. Nämlich die authentische Reproduktion meines bisher benutzten Pedalboards. Allerdings ohne die teils nervigen Begleiterscheinungen wie Rauschen und leichtes Pfeifen bei Overdrive Sounds.
Das Pedalboard beinhaltete (in gleicher Reihenfolge):
Boss TU2
Baldringer Dualdrive
MXR Carbon Copy Delay
Zoom MS 70 Multi für Tremolo, langes Delay und Chorus
MXR Linebooster

Ersetzt habe ich die Pedale durch die HX Blöcke:
Tunerfunktion
KWB für das Baldringer Kanal A (ein sehr vielseitiges Overdrive, wo man sogar die Transistoren virtuell tauschen kann) für Crunch
OCD Version 4 für das Baldringer Kanal B
Standardausführungen der Effekte Tremolo, Delay und Chorus
10 Band EQ als Linebooster (sehr geil!)

Ich erhielt ein zum Ursprungspedalboard absolut gleichwertiges Spielgefühl bis auf den Basssaiten Responce des Baldringer Kanal 2. Hier hätte ich mir beim virtuellen OCD einen umfangreicheren EQ gewünscht, um bei Palm Mutes die Basssaite mehr nach vorne zu bringen. Der OCD hat halt nur einen Tone Regler.

Bisheriges Fazit:
Sowohl klangtechnisch als auch vom Spielgefühl her empfinde ich das HX als ausgesprochen natürlich und organisch. Ich bin zwar nicht unbedingt ein Klanggourmet, aber ich konnte absolut nichts von dem feststellen, was digitalen Multiklangerzeugern früher so nachgesagt wurde (Latenzen, Kühle, mangelnde Interaktion mit Gitarre oder Amp). Vor allem die Verzerrer haben mich total überrascht!
Für mich ist das HX großes Tennis!
Bin schon sehr gespannt, wie es sich heute Abend mit der Band schlägt.
Ich werde berichten. :prost:



@Uli:
Ich kann Dir bei Deinem Anliegen leider auch nicht weiterhelfen. Bin selbst noch dabei, mich durch die Funktionen zu wühlen.
Im Moment versuche ich herauszufinden, wie man im Preset Mode ganze Blöcke kopieren kann. Ich möchte mir für jeden Amp, den ich besitze, ein eigenes Board basteln und habe keine Lust, jeden Effekt einzeln anfassen zu müssen.
LG Tommy


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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon Zwo5eins » Freitag 12. Oktober 2018, 09:44

@Tommy

diese erfreuliche Erkenntnis hatte ich beim Einsatz des Boss MS-3 auch. Ich konnte mein Board in weiten Teilen ersetzen. Immer wieder erstaunlich wie gut die Zerrer klingen.
Beim HX Effects sind ja die Möglichkeiten nochmal größer. Viel Spaß damit! :)
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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon Magman » Freitag 12. Oktober 2018, 10:56

Danke für deine Eindrücke Tommy, das liest sich gut :thumbs:

Ja, das mit den Zerrern aus dem HX hat mir auch ein guter Freund bestätigt, der so wie ich auf OCD steht. Aber auch der Minotaur Clone wäre schlichtweg genial ‚abgebildet‘. Ich glaube die digitale Zeit ist so langsam auch bei vielen Analogmenschen (so wie ich einer bin) angekommen. Beide Welten haben ihre Berechtigung und keine ist schlechter als die andere.
Ich werde das HX bald auch mal testen, im Moment habe ich keine Zeit dazu. Ich lese aber hier gespannt mit ;)
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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon tommy » Samstag 13. Oktober 2018, 15:50

Moin,

Abschlußbericht:

Gestern war Banprobe mit unserem Trio. Das bedeutet, dass ich als alleiniger Gitarrist sehr präsent sein und viel Spielen muss, das ganze auch noch in raumfüllender Art und Weise, ohne zu matschen. Ponyhof oder Verstecken ist nicht! Alles fand in zünftiger Rock Lautstärke statt.

Schwurbelei:
Das HX ist ein echter Bringer! Delay, Tremolo und Chorus sind schnell abgehakt. Das Beste und vielseitigste, dass ich bislang unter den Füßen hatte! Ich habe allerdings (immerhin) nur die Standardeffekte bemüht, das reicht mir und passt. Das HX gibt noch wesentlich mehr Facetten her, die habe ich gar nicht erst ausprobiert. Purple Rain, With Or Without You, Für immer und dich sowie weitere bei uns stark verschwurbelte Songs kamen mit großem raumfüllendem Pathos. Bad im Sound war angesagt, ohne überbetonte oder verbogene Frequenzen. Immer blieb der Grundsound präsent und knackig. Sehr geschmackvoll und trotzdem nie überladen....und das nur aus dem Bluesbreaker. Nix stereo oder abgenommen.

Verzerrer:
Für Crunch benutzte ich den Low Gain KWB Universal Overdrive. Viele Einstellmöglichkeiten machen ihn zu einem absoluten Chamäleon. Für mich muss er einen zarten, nicht kratzigen Chrunch erzeugen, ohne auch nur geringfügig den Sound des Bluesbreakers zu verbiegen. Macht er bravourös.....abgehakt.
Ein sattes Rockbrett, ebenfalls mit unverbogenen BB Genen ist dann Sache des OCD. Besonderheit: Hier lässt sich zwischen Version1 und 4 wählen. Dazu gibt es eine Peak Funktion. Beim Tweaken ohne Band gefiel mir die schön saftig fette Version 4 plus Peak am besten. Zusammen mit der Band war es dann aber zuviel des Guten (da hammas wieder! ;) ). Also raus mit "Peak" und die etwas trockenere Version 1 eingestellt. Perfekt!
Ggü. dem Baldringer DD noch einen Tick körniger, haariger, weniger zum Rauschen und Sägen (war beim DD immer eine ganz leichte Tendenz, wenngleich ich tonal immer noch sehr große Stücke auf ihn halte!) neigend. Durchsetzungsfähig und nur mit Anschlagstärke ungemein dynamisch spielbar. Cleanregeln über Gitarrenpoti ist auch kein Thema. Donnerwetter, wir reden hier über ein Digitalgerät!

Lautermachen für Soli (Line Booster):
Das HX besitzt einen 10 Band EQ mit Level Regelung in Pedalform (MXR). Eine wunderbar funktionierende Sache. Ich setze ihn ans Ende der Kette und stelle einen höheren Level ein. Trete ich den Schalter, wird das Gesamtsignal einfach nur lauter. Sollten sich jetzt aufgrund eines problematischen Raumes Resonanzschweinereien auftun (passiert bei erhöhter Lautstärke gerne mal) kann ich mit entsprechender EQ Voreinstellung auch noch gegensteuern.

Allgemein:
Das HX macht bei mir keinerlei Zicken bezüglich Nebengeräuschen. Es ist, zumindest bei meinen genannten Anwendungen völlig unauffällig.
Die Standardbenutzung ist einfach und sehr anwenderfreundlich angelegt. Ich muss kein bisschen mehr fummeln als bei meinem bisher benutzten Pedalboard, was bedeutet, ich habe einfach nur den ganzen Abend mit Begeisterung gespielt.
Es tut einfach....und das mit absolutem Oberklasse Niveau!
Ich vermisse absolut nichts...im Gegenteil!

Hmm, gibt es denn gar nichts zu meckern?
Ich habe nun nicht so die ganz große Ahnung......aber nein! Im Moment Nichts! Bin selber etwas geflasht! :shock:
Bleibt nur zu hoffen, dass das Gerät technisch genauso lange durchhält, wie es das äusserst robuste Äußere vermuten lässt.

:prost:
LG Tommy


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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon Rainer Mumpitz » Samstag 13. Oktober 2018, 16:58

tommy hat geschrieben:Moin,

Abschlußbericht:

Gestern war Banprobe mit unserem Trio. Das bedeutet, dass ich als alleiniger Gitarrist sehr präsent sein und viel Spielen muss, das ganze auch noch in raumfüllender Art und Weise, ohne zu matschen. Ponyhof oder Verstecken ist nicht! Alles fand in zünftiger Rock Lautstärke statt.

Schwurbelei:
Das HX ist ein echter Bringer! Delay, Tremolo und Chorus sind schnell abgehakt. Das Beste und vielseitigste, dass ich bislang unter den Füßen hatte! Ich habe allerdings (immerhin) nur die Standardeffekte bemüht, das reicht mir und passt. Das HX gibt noch wesentlich mehr Facetten her, die habe ich gar nicht erst ausprobiert. Purple Rain, With Or Without You, Für immer und dich sowie weitere bei uns stark verschwurbelte Songs kamen mit großem raumfüllendem Pathos. Bad im Sound war angesagt, ohne überbetonte oder verbogene Frequenzen. Immer blieb der Grundsound präsent und knackig. Sehr geschmackvoll und trotzdem nie überladen....und das nur aus dem Bluesbreaker. Nix stereo oder abgenommen.

Verzerrer:
Für Crunch benutzte ich den Low Gain KWB Universal Overdrive. Viele Einstellmöglichkeiten machen ihn zu einem absoluten Chamäleon. Für mich muss er einen zarten, nicht kratzigen Chrunch erzeugen, ohne auch nur geringfügig den Sound des Bluesbreakers zu verbiegen. Macht er bravourös.....abgehakt.
Ein sattes Rockbrett, ebenfalls mit unverbogenen BB Genen ist dann Sache des OCD. Besonderheit: Hier lässt sich zwischen Version1 und 4 wählen. Dazu gibt es eine Peak Funktion. Beim Tweaken ohne Band gefiel mir die schön saftig fette Version 4 plus Peak am besten. Zusammen mit der Band war es dann aber zuviel des Guten (da hammas wieder! ;) ). Also raus mit "Peak" und die etwas trockenere Version 1 eingestellt. Perfekt!
Ggü. dem Baldringer DD noch einen Tick körniger, haariger, weniger zum Rauschen und Sägen (war beim DD immer eine ganz leichte Tendenz, wenngleich ich tonal immer noch sehr große Stücke auf ihn halte!) neigend. Durchsetzungsfähig und nur mit Anschlagstärke ungemein dynamisch spielbar. Cleanregeln über Gitarrenpoti ist auch kein Thema. Donnerwetter, wir reden hier über ein Digitalgerät!

Lautermachen für Soli (Line Booster):
Das HX besitzt einen 10 Band EQ mit Level Regelung in Pedalform (MXR). Eine wunderbar funktionierende Sache. Ich setze ihn ans Ende der Kette und stelle einen höheren Level ein. Trete ich den Schalter, wird das Gesamtsignal einfach nur lauter. Sollten sich jetzt aufgrund eines problematischen Raumes Resonanzschweinereien auftun (passiert bei erhöhter Lautstärke gerne mal) kann ich mit entsprechender EQ Voreinstellung auch noch gegensteuern.

Allgemein:
Das HX macht bei mir keinerlei Zicken bezüglich Nebengeräuschen. Es ist, zumindest bei meinen genannten Anwendungen völlig unauffällig.
Die Standardbenutzung ist einfach und sehr anwenderfreundlich angelegt. Ich muss kein bisschen mehr fummeln als bei meinem bisher benutzten Pedalboard, was bedeutet, ich habe einfach nur den ganzen Abend mit Begeisterung gespielt.
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Ich vermisse absolut nichts...im Gegenteil!

Hmm, gibt es denn gar nichts zu meckern?
Ich habe nun nicht so die ganz große Ahnung......aber nein! Im Moment Nichts! Bin selber etwas geflasht! :shock:
Bleibt nur zu hoffen, dass das Gerät technisch genauso lange durchhält, wie es das äusserst robuste Äußere vermuten lässt.

:prost:


Danke für's Review! :thumbsup03:

Klingt doch nach Qualitätsprodukt und macht Lust das HX Stomp mit den Amp-Sims zu testen. Vielleicht schenk ich's mir ja zu Weihnachten! :banana03:
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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon tommy » Samstag 13. Oktober 2018, 17:34

Rainer Mumpitz hat geschrieben:Klingt doch nach Qualitätsprodukt und macht Lust das HX Stomp mit den Amp-Sims zu testen. Vielleicht schenk ich's mir ja zu Weihnachten! :banana03:


Micky, Du hast doch geile Amps! Was willst Du denn mit Sims?
Zumal das Stomp von der Bedienung her ja wieder nicht wie ein analoges Pedalboard funktioniert.
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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon SilviaGold » Samstag 13. Oktober 2018, 19:35

Danke für's Review! :thumbsup03:
Die Erde ist relativ flach. Der Ton ist relativ rund. Die Liebe ist relativ gesund.
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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon Rainer Mumpitz » Samstag 13. Oktober 2018, 19:51

tommy hat geschrieben:
Rainer Mumpitz hat geschrieben:Klingt doch nach Qualitätsprodukt und macht Lust das HX Stomp mit den Amp-Sims zu testen. Vielleicht schenk ich's mir ja zu Weihnachten! :banana03:


Micky, Du hast doch geile Amps! Was willst Du denn mit Sims?
Zumal das Stomp von der Bedienung her ja wieder nicht wie ein analoges Pedalboard funktioniert.


Also, zuhause spiel ich zur Zeit hauptsächlich den Brunetti Singleman, der ja ein reiner Clean-Amp ist und hab dafür dann eine Reihe Zerrer und ein Delay und das kling schon sehr gut. Hier wären noch mehr Sounds eine reine Spielerei, allerdings fänd ich es trotzdem reizvoll eben auch mal andere Amp-Grundsounds fahren zu können - wenn denn die Simulationen gut gemacht sind. Geschwurbelt wird hier auch nur mit dem Digitech Ventura, von daher würde in der Hinsicht noch was gehen. Hinzukommt noch: ich will seit Jahren auch endlich mal Sachen aufnehmen, hab zwar auf dem Rechner Bias FX installiert und das klingt auch nicht schlecht aber ich bild' mir zumindest ein, daß das Helix-Paket noch besser ist :kopf_kratz01: Da würde das dann auch passen.

Und zuletzt könnte so ein Teil auch als Backuplösung für Livegigs und eventuell sowohl dort als auch im Proberaum als Stressbrettersatz dienen (meine Amps & Pedalerie haben in unserem Proberaum immer Probleme mit der Stromversorgung, d.h es brummt und fiept manchmal, daß es nicht mehr feierlich ist...)

Du siehst, ich beherrsche das Rationalisieren von GAS-Anfällen perfekt :mrgreen:

...aber Du hast natürlich auch Recht - BRAUCHEN tu ich das (und die ganzen anderen Amps & Gitarren) nicht wirklich. Ich könnte mit der Strat, dem kleinen Fame 15-Watt Topteil mitsamt Billig-Box plus Hall und zwei Zerrern & einer Akustik eigentlich (fast) alles machen was ich will...
:tuete01: :boing02: :panic:
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Re: Line 6 HX Effects

Beitragvon partscaster » Samstag 13. Oktober 2018, 20:16

tommy hat geschrieben:Bleibt nur zu hoffen, dass das Gerät technisch genauso lange durchhält, wie es das äusserst robuste Äußere vermuten lässt.

:prost:


Bisher habe ich bei Line6 (und ich hatte viel von denen) sehr gute Erfahrungen mit der Langlebigkeit gemacht. Lediglich die Taster in der M5, M9, M13 Reihe waren ab und an mal zickig. Zum Glück aber einfach reparierbar. Einmal hatte ich bei einem M5 ein Problem mit der Verbindung der zwei Platinen. Auch das ließ sich dank hochwertiger Platinen sehr sauber reparieren. Alle anderen Geräte liefen und laufen absolut ohne Probleme und ich bin live und beim Transport ne Wildsau. :mrgreen:

Grüße
Michael
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